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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Sao Paulo

Drei Deutsche in Vettels Schatten

Sebastian Vettel Foto: dpa 53 Bilder

Nach der Absage von Timo Glock gehen in Sao Paulo nur noch vier Deutsche an den Start. Während Sebastian Vettel noch um den Titel kämpft, können die drei anderen befreit fahren. Vor allem bei Adrian Sutil herrscht Optimismus.

15.10.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld ist skeptisch. Er wagt keine Prognose, ob der seit Singapur stark modifizierte BMW F1.09 in Interlagos den positiven Trend fortsetzen wird. "Es könnte regnen, und normalerweise passt mir das auch, aber im Freitagstraining von Suzuka hatten wir mit dem Auto im Regen Probleme." Heidfeld fürchtet, dass ihn in Brasilien ein Team vor der Nase herumfahren wird, das normalerweise hinter den BMW rangiert. "Die Toro Rosso haben in Suzuka nicht alles aus ihren Möglichkeiten gemacht. Es könnte ein Gegner mehr für uns werden."

Bis jetzt hat das Facelift von Singapur noch nicht so eingeschlagen, wie sich das viele im Team erhofft hatten. "Ich hatte mir auch etwas mehr erwartet, habe gehofft, dass uns der Sprung in die Nähe der Podestplätze bringt." Heidfeld will deshalb aber nicht das Team kritisieren, das in diesem Jahr bereits mehrmals vor dem Ergebnis stand, dass die Rennstrecke die Windkanaldaten nicht bestätigte. "Es ist einfach schwierig, Fortschritte genau vorherzusagen. Die Umsetzung der Windkanaldaten und der Aero-Tests auf die Strecke ist ein kompliziertes Feld. Das passt eigentlich nie genau."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg machte nicht den fittesten Eindruck am Donnerstag in Sao Paulo. "Ich habe eine leichte Erkältung, nichts Schlimmes", wiegelt der Williams-Pilot ab. Sein Optimismus wird dadurch ebenfalls nicht eingeschränkt. In Sao Paulo erwartet er ein gutes Resultat: "Die Strecke passt uns sehr gut - bis auf die lange Gerade." Hier ist Motorleistung gefragt, die in dieser Saison nicht gerade die Stärke des Williams-Toyotas war.

Den Dreikampf um die Meisterschaft will Rosberg zu seinen eigenen Gunsten nutzen. "Man muss das ausnutzen, wenn der ein oder andere im Titelkampf ist. Man weiß, dass der andere zurückstecken muss. Bei denen krachts nicht, bei den anderen würde es krachen." Ihm sei es vollkommen egal wer Weltmeister wird. Zu seiner eigenen Zukunft konnte Rosberg nicht viel Erhellendes beitragen. "Ich kann noch nicht einmal sagen, wann eine Entscheidung fällt, weil ich es nicht weiß."

Adrian Sutil:

Nach zwei enttäuschenden Rennen in Singapur und Suzuka will Adrian Sutil in Sao Paulo wieder angreifen: "Ich denke die Strecke liegt unserem Auto und ich mag sie auch sehr gerne", erklärte der Force India-Pilot. "Am liebsten hätte ich für das Rennen Regen. Das würde das ganze noch einmal etwas interessanter machen." Im Qualifying ist ein Platz unter den ersten Zehn das Nahziel, im Rennen hofft Sutil auf sein zweites Punkte-Finish in dieser Saison.

Suzuka ist allerdings immer noch im Hinterkopf. "Das Qualifying war wirklich sehr gut. Aber die Strafe hat uns das Rennen zerstört." Die Kommissare setzten den Deutschen wegen Missachtung der gelben Flaggen um fünf Punkte zurück: "Jetzt weiß ich was ich machen muss. Hand heben, Schulterblick und deutlich vom Gas gehen", scherzt der Gräfelfinger. Zu seiner Zukunft gibt es noch nichts Neues. Die Verhandlungen laufen noch. Allerdings ist sich Sutil zu 100 Prozent sicher, dass er auch 2010 dabei ist.

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel kämpft in Sao Paulo um seine letzte Meisterschaftschance. Beim Posieren vor den Kameras herrschte Kuschelstimmung bei den drei Titelkandidaten. Jenson Button legte seinen Arm um Vettel, Rubens Barrichello deutete einen sanften Kinnhaken gegen Vettel an. Dabei machte der Deutsche schnell deutlich: "Der Druck liegt ganz klar bei den anderen beiden. Ich habe nichts zu verlieren und kann nur gewinnen."

Dem Rennen in Interlagos sieht der Heppenheimer gewohnt locker entgegen: "Wir haben uns nicht speziell vorbereitet. Wir waren bei den letzten beiden Rennen sehr stark, obwohl die Strecken ganz unterschiedlich waren. Sao Paulo sollte uns liegen, aber in diesem Jahr weiß man ja nie. Auch die KERS-Autos dürften wieder eine gute Rolle spielen." Zum Optimismus tragen auch die neuen Teile am Red Bull bei: "Mark hat den neuen Frontflügel ja schon in Suzuka getestet und der hat sehr gut funktioniert."

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