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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Spa

Deutsches Quintett wahrt Punktechance

Qualifying GP Belgien Foto: BMW Sauber 30 Bilder

Mit vier Piloten unter den ersten Zehn endete das Qualifying von Spa aus deutscher Sicht erfreulich. Nur der etwas enttäuschte Adrian Sutil blieb auf Rang elf deutlich im Schatten von Teamkollege Giancarlo Fisichella.

29.08.2009 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Sebastian Vettel:

Die Startplätze acht und neun kamen auch für die Red Bull-Piloten etwas überraschend. Eigentlich wurden Sebastian Vettel und Mark Webber als Favoriten auf die Pole Position gesehen. "in Q1 und Q2 lief es auch noch ganz gut. Aber dann haben wir irgendwo Zeit verloren. Ich weiß es auch nicht genau." In seiner letzten Runde unterlief dem Heppenheimer dann noch ein Fahrfehler, der ihn zum Abbruch der Runde zwang. "Wenn alles gepasst hätte, wäre ich wohl im Bereich von Rubens Barrichello gelandet."

Die Pole Position von Giancarlo Fisichella hatte auch Vettel nicht auf der Rechnung. "Das war auch für mich total überraschend. Ich weiß nicht wieviel Sprit die im Tank haben. Ich hoffe, dass alle vor mir in Runde fünf an die Box abbiegen." Da nützt es erstmal auch nichts, dass WM-Konkurrent Jenson Button nur auf Position 14 startet. "Ich habe leider auch noch genug Autos vor mir." Das Ziel bleibt allerdings, fett zu punkten. "Es ist nie leicht zu überholen. Aber mit den langen Geraden ist es möglich."

Nick Heidfeld:

Für diese Startaufstellung hatte keiner eine plausible Erklärung. Nick Heidfeld machte einen Versuch: "Spa ist eine ganz eigene Strecke. Wir fahren hier zum ersten Mal eine Abstimmung für weniger Abtrieb." Für Heidfeld ist der dritte Rang die beste Trainingsplatzierung des Jahres. Das Wochenende hatte schon ganz gut begonnen, aber entscheidend waren die Setup-Änderungen über Nacht.

"Wir haben uns bis zur Qualifikation kontinuierlich gesteigert. Offensichtlich in die richtige Richtung.“ Der entscheidende Schritt: BMW erhöhte im Vergleich zum Freitag den Abtrieb. Heidfeld qualifizierte sich mit der härteren Reifenmischung. Sie lieferten bei gleichem Grip die bessere Balance als die weichen Reifen.

Timo Glock:

Timo Glock meldete sich nach der Pleite von Valencia wieder in den Top Ten zurück. Der Toyota-Pilot startet am Sonntag von Platz sieben. Insgesamt war der Hesse mit seinem Training zufrieden, auch wenn Teamkollege Jarno Trulli im Schnitt immer zwei, drei Zehntel schneller war. "In meiner schnellsten Runde ist vor mir Vettel in Kurve 14 von der Strecke gerutscht. Da ich nicht wusste, ob er das Auto verliert, war ich etwas vorsichtig. Das hat mich bestimmt ein paar Hunderstel gekostet, aber nichts Entscheidendes."

Toyota konnte im Vergleich zum Freitag an Top-Speed zulegen. Was weniger an der Abstimmung lag als am Motor. Am Freitag hatten die Fahrer die Anweisung, die Drehzahlen stark zurückzunehmen. Eine Erklärung für das ungewöhnliche Trainingsergebnis konnte Glock auch nicht anbieten. "Vielleicht funktionieren einige Autos mit weniger Abtrieb besser."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg atmete auf. Nach einem Freitag zum Abhaken verbesserte sich der Williams-Pilot so deutlich, dass er es wieder mal in die Top Ten schaffte. Williams hatte dafür über Nacht das gesamte Auto umgebaut. Das Paket für mittleren Abtrieb kam runter, die konventionellen Flügel wieder drauf. Prompt fuhr Rosberg die schnellste Zeit im langen Sektor 2. Und büßte dafür auf den Geraden. Er verlor auf die Schnellsten zehn km/h. "Wir haben die optimale Abstimmung genau ausgerechnet. Es hätte nichts geholfen, dem Top-Speed zuliebe ein wenig weniger Flügel zu fahren. Dann hätten wir zuviel Zeit im zweiten Sektor verloren."

Der Abtrieb sei auch wichtig für die optimale Nutzung der Reifen gewesen. "Ich habe meine Zeit erst in der dritten Runde mit den harten Reifen gefahren. Bei weniger Anpressdruck hätten die Reifen wahrscheinlich gar nicht gearbeitet." Da Rosberg nicht damit rechnete, im Top Ten-Finale weit nach vorne zu fahren, kümmerte sich Williams bei der Festlegung der Spritmenge nicht um die direkte Konkurrenz. Ob man Zehnter mit 40 oder 60 Kilogramm wird, spielt für das Ergebnis keine Rolle. Für die Chancen im Rennen schon. Rosberg lobt: "Ich habe richtig viel Benzin an Bord und bin damit für das Rennen gut aufgestellt."

Adrian Sutil:

Auch Adrian Sutil konnte nur staunen, wie sein Teamkollege aus dem Nichts auf die Pole Position fuhr. "Ich wusste, dass er eine aggressive Strategie fährt. Aber dass es ganz nach vorne ging, war auch für mich überraschend." Mittlerweile haben sich die Ambitionen im ehemaligen Hinterbänklerteam verschoben. "Ich bin schon etwas enttäuscht über Rang elf. Man hat ja deutlich gesehen, welches Potenzial im Auto steckt."

Dass es nicht für die Top Ten reichte, lag laut Sutil an den Reifen. "Giancarlo kam deutlich besser mit der weichen Mischung zurecht. Ich bin auch auf die Weichen umgestiegen, was im Nachhinein vielleicht ein Fehler war. Die anderen konnten sich im Vergleich zum Q1 um eine halbe Sekunde verbessern. Ich blieb auf dem gleichen Niveau. Da hätte ich auf Nummer sicher gehen sollen." Für das Rennen ist Sutil dennoch optimistisch: "Ich kann meine Spritmenge frei wählen. Punkte sollten für uns beide eigentlich drin sein."

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