Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Spa

Vier von Fünf in den Top Ten

Sebastian Vettel Foto: dpa 56 Bilder

Aus deutscher Sicht konnte das Ergebnis von Spa sicher zufrieden stellen. Doch nur Nico Rosberg hatte auf Rang acht das Gefühl, das Maximum erreicht zu haben. Die anderen vier Piloten ließen mögliche Punkte liegen.

30.08.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Wenn Sebastian Vettel hinter einem Force India ins Ziel kommt, dann herrscht normalerweise schlechte Laune. Nicht so in Spa: "Wir haben heute das Beste herausgeholt. Leider haben wir es im Qualifying nicht hinbekommen", erklärte der Deutsche nach seinem dritten Platz. Neben dem Pokal für den Podiumsplatz gab es auch noch die schnellste Rennrunde. "Ich denke vom Speed waren wir heute siegfähig. Aber leider habe ich im ersten Stint ein wenig an Boden verloren. Da war ich vielleicht etwas zu vorsichtig und habe einen Platz gegen Nico Rosberg verloren. Den konnte ich mir zum Glück nach dem Restart zurückholen."

Gegen Rennende fuhr der Red Bull-Mann die schnellsten Zeiten im Feld und fuhr dadurch noch an Robert Kubica vorbei. Durch den Ausfall Buttons konnte Vettel sechs Punkte auf den WM-Spitzenreiter gutmachen. "Das war wichtig. So kann es jetzt weitergehen", freute sich der Deutsche.

Nico Rosberg:

Rang acht ist deutlich von dem entfernt, was sich Nico Rosberg vor dem Wochenende in Spa erwartet hatte. "Ich habe das Beste rausgeholt. Ich denke, das war in Ordnung heute", freute sich der Williams-Pilot am Ende trotzdem. "Ich bin zufrieden mit dem Resultat. Das Auto war einfach schlecht dieses Wochenende. Da ist Platz acht ein Punkt mehr als wir am Freitag erhoffen konnten."

Nach dem schwierigen Qualifying war das Auto auch im Rennen nicht leicht zu fahren. Schon der Beginn war turbulent: "Ich bin Adrian Sutil leider ins Auto gefahren, weil Fernando Alonso innen viel zu aggressiv reingestochen ist. Da hatte ich keine Chance." Später kämpfte er mit dem Grip seines Williams: "Erst als die Sonne rauskam, wurde es viel besser mit den Reifen. Das war schon verrückt. Leider haben wir uns mit den Reifen etwas vertan." Auch für Monza sind die Aussichten nicht die besten: "Ich weiß gar nicht, was ich erwarten soll. Es könnte erneut ein schlimmes Wochenende werden."

Adrian Sutil:

Schon in der ersten Kurve kreuzten sich die Wege von Adrian Sutil und Nico Rosberg. "Er hat mich umgedreht, weil Alonso innen versucht hat zu überholen, wo man eigentlich nicht überholen kann. Und dann ist mir Alonso auch noch über den Frontflügel gefahren." Nach dem nötigen Reparaturstopp war das Rennen quasi schon gelaufen. "Zum Glück kam dann das Safety-Car raus, so dass ich noch einmal Anschluss zum Feld gefunden habe. So konnte ich noch kämpfen und ein paar Plätze gutmachen."

Welches Potenzial im Force India steckt, demonstrierte Giancarlo Fisichella auf Rang zwei eindrücklich. "Da wären für mich sicher auch Punkte drin gewesen. Ich hatte so einen guten Start, dass ich ja schon vor der ersten Kurve in den Punkterängen war." Sutil will der vergebenen Chance nicht lange nachtrauern sondern nach vorne blicken. "In Monza sollten wir auch gut aussehen. Da gibt es auch lange Geraden und man fährt mit wenig Abtrieb. Allerdings sollten da auch die McLaren wieder gut sein."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld konnte in Spa endlich mal wieder sein Punktekonto ausbauen. Doch der BMW-Pilot hatte mit mehr gerechnet als nur Platz fünf. Der Trainingsdritte fluchte nach dem Rennen: "Die erste Runde hat mich um alle Chancen gebracht. Zunächst haben wir die falschen Reifen gewählt. Ursprünglich wollten wir mit den weichen Reifen starten, damit wir nach dem Start kein Temperaturproblem bekommen. Das wäre auch die richtige Wahl gewesen. Weil kurz vor dem Start die Sonne rauskam und die Temperaturen gestiegen sind, haben wir auf hart umdisponiert. Die sind über eine längere Distanz besser, aber es dauert, bis sie sich aufwärmen. Und genauso war es auch."

Heidfeld boxte sich mit einem aggressiven Start gegen den Trainingszweiten Jarno Trulli in der La Source-Kurve durch. Da er ganz innen lag, verlor er wegen des engen Radius den Schwung in die folgende Gerade hinein. So konnte ihn Teamkollege Robert Kubica, der einen weiten Bogen nahm, den Berg hinunter Richtung Eau Rouge überholen. Später rauschte auch noch Kimi Räikkönen dank KERS vorbei. "Wir sind zu dritt auf die Kurve 5 zugeflogen und haben wohl alle die Reifentemperaturen etwas überschätzt. Deshalb musste ich den Weg durchs Gras nehmen. Als die Reifen endlich auf Temperatur waren, lag ich hinter Mark Webber. Null Chance, in den Turbulenzen nah dranzufahren und zu überholen. Das gleiche ist mir zum Schluss mit Barrichello passiert. Ich war schneller, kam aber nicht vorbei."

Timo Glock:

Für Timo Glock gab es in Spa eine weitere Nullrunde - die sechste in diesem Jahr. Dabei lag vom siebten Startplatz eine bessere Platzierung als Rang zehn in der Luft. Nach der ersten Runde, aus der Glock als Vierter zurückkam erst recht. Doch dann kam der erste Boxenstopp, und schon war sie weg, die Hoffnung auf Punkte. "Irgendetwas mit der Tankanlage hat nicht funktioniert. Wir mussten sie wechseln. Das hat mich zehn Sekunden gekostet. Danach steckte ich das ganze Rennen im Verkehr. Da war unsere ganze Strategie beim Teufel." Für einen Angriff auf die vor ihm liegenden Nico Rosberg und Mark Webber war der Toyota zu langsam. "Ohne das Pech beim Boxenstopp hätte es zu Platz fünf reichen können."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden