Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Suzuka

Schwere Nachwehen von Singapur

GP Singapur 2009 Foto: dpa 57 Bilder

Die Geschehnisse vom Singapur-Rennen vor vier Tagen lagen einigen Piloten immer noch schwer im Magen. Sebastian Vettel will sich mit seiner Boxenstrafe immer noch nicht abfinden und beklagt eine falsche Messweise der Kommissare.

01.10.2009 Tobias Grüner

Sebastian Vettel:
Sebastian Vettel haderte auch in Suzuka immer noch mit der Duchfahrtsstrafe in Singapur, als er zu schnell in der Boxengasse unterwegs war. "Ich war mir sicher, dass ich nichts falsch gemacht habe. Ich verstehe die Strafe nicht." Nach Ansicht des deutschen Piloten habe ein Messfehler vorgelegen. "Unsere Daten zeigen klar, dass ich nicht zu schnell war." Das Problem liege laut Vettel in der Messweise der FIA. "Aus der Zeit einer zurückgelegten Distanz wird die Geschwindigkeit ausgemessen. Man kann dazwischen aber verschiedene Linien fahren. Die Geschwindigkeit sollte deshalb unabhängig von der Distanz gemessen werden."

Statt einem sicheren zweiten Platz lief Vettel nur als Vierter ein. In Suzuka will der Heppenheimer aber wieder ganz oben stehen: "Wir haben noch drei Rennen, in denen wir sehr konkurrenzfähig sind. Wir wollen natürlich gewinnen." Auch wenn Vettel noch kein Rennen in Suzuka bestritt, ist ihm die Strecke nicht unbekannt. "Ich bin vor drei Jahren schon im Freitagstraining gefahren. Bei Regen und Trockenheit. Der Nachteil ist deshalb nicht so stark."

Nick Heidfeld:
Mit neuem Paket und neuer Hoffnung ging es vor einer Woche nach Singapur. Allerdings ging der geplante Aufschwung bei Nick Heidfeld in die Hose. Nach einigen Pannen im Qualifying beendete ein Crash mit Adrian Sutil das Rennen. "Wir haben nach dem Treffen mit der Rennleitung miteinander gesprochen. Er hat sich entschuldigt, damit ist die Sache für mich gegessen." In Suzuka soll es nun mit einem Rennen Verspätung die große BMW-Aufholjagd geben. "Ich hoffe, dass es besser läuft."

Die Probleme aus Singapur wurden ausgemacht: "Ich habe das Gefühl, dass wir mechanisch nicht so gut aufgestellt sind. Das Auto ist auf den Bodenwellen ziemlich gesprungen. Hier sind wir auf einer normalen Rennstrecke." Besonders gefällt Heidfeld der erste Streckenteil mit den schnellen "S-Kurven". "Die sind schon speziell. Da freut man sich jede Runde drauf. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man sie richtig hinbekommt." Mit Singapur und Suzuka kommen die beiden Lieblingsstrecken von Heidfeld direkt hintereinander.

Adrian Sutil:
Nach zwei klasse Rennen in Spa und Monza schwächelten die Force India zuletzt in Singapur. Suzuka sollte den indischen Boliden aber wieder besser liegen. "Wichtig ist der Grip in den vielen schnellen Kurven. Hier fährt man zwar auch mit relativ viel Abtrieb, aber es kommt auch auf den Motor an. Der Top-Speed auf den Geraden ist nicht unwichtig."

Mit Spa sei die Strecke allerdings nicht vergleichbar. Sutil bezeichnete Suzuka als Mischung aus Spa und Silverstone. Sutil kennt die Strecke bereits aus alten Zeiten sehr gut. Er ist vor seiner Formel 1-Karriere ein Jahr lang in der japanischen Formel 3-Meisterschaft unterwegs gewesen. "Ich denke ich weiß, worauf es hier ankommt." Sutil ist außerdem Fan von dem Land der aufgehenden Sonne. Nur die Erinnerung an den Crash mit Nick Heidfeld und die anschließende Strafe verhageltem den Gräfelfinger die Stimmung. "Wir haben darüber gesprochen. Ich denke 20.000 Dollar sind genug."

Timo Glock:
Timo Glock kam trotz Platz zwei in Singapur etwas angesäuert in Japan an. Medienberichte zu seiner Formel 1-Zukunft hatten ihm auf den Magen geschlagen: "Das waren die lustigsten Geschichten, die ich je gelesen habe. Da wurde geschrieben, dass ich bei Toyota rausgeworfen wurde - nach dem Samstagsqualifying. Das ist Bullshit. Es gab vor einigen Wochen Diskussionen mit Toyota. Wir haben uns nach beiden Seiten offen geeinigt." Glock gehen momentan einfach zu viele Gerüchte im Fahrerlager herum. "Vielleicht war einigen auch einfach nur langweilig."

Doch weder die ungewisse Zukunft noch der Heim-Grand Prix von Toyota setzen den Odenwälder besonders unter Druck. "Der Kurs sollte uns prima passen. In Spa waren wir auch nicht schlecht. Allerdings ist die Konkurrenz auch sehr stark. Es wird eng mit Red Bull und Brawn. Auch McLaren ist stark und mal sehen, was BMW macht." Wettermäßig würde sich Glock über Regen freuen. "Mal sehen, wie es wird. Ich mag feuchte Bedingungen."

Nico Rosberg:
Auch bei Nico Rosberg waren die Nachwehen von Singapur noch deutlich zu spüren. "Das war die beste Chance auf ein Podium, die wir in den letzten vier Rennen hatten. Das ist schwer zu akzeptieren." Rosberg hatte sich in der Boxenausfahrt verbremst und die weiße Linie überfahren. Die Rennleitung sprach ein Durchfahrtsstrafe aus, die ihn wegen einer Safetycar-Phase von Rang zwei auf Platz 14 zurückwarf. "Das ist extra-doof gelaufen."

In Suzuka wird es wieder etwas schwieriger. "Wir wissen nicht genau, wo wir stehen. Auf den Geraden sind wir nicht so schnell. Ich denke aber, dass wir die Chance haben, Punkte einzufahren." Als entscheidenden Faktor sieht der Deutsche wieder einmal die Reifen. "Das ist das große Diskussionsthema. Am Freitag kann es 24°C warm sein und das Auto bestens laufen, am Samstag geht dann bei 20°C gar nichts mehr. Das versteht keiner."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden