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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Istanbul

Klagen über Reifen, Grip und einen Motor

Sebastian Vettel Foto: dpa 21 Bilder

Am ersten Trainingstag in Istanbul klagten alle Piloten über Probleme mit den Reifen und der rutschigen Strecke. Auch beim deutschen Quintett waren die Gummis ein heißes Thema. Nur Sebastian Vettel hatte ganz andere Probleme zu berichten.

05.06.2009 Tobias Grüner

Sebastian Vettel:

WM-Kandidat Sebastian Vettel erlebte einen schlechten Start in das Wochenende. In der zweiten Trainingseinheit streikte zunächst das Getriebe. "Das hat uns schon mal dreißig Minuten gekostet, bis ich endlich fahren konnte." Doch das Vergnügen dauerte nicht lange: "Nach vier Runden war beim Beschleunigen aus Kurve eins plötzlich Schicht im Schacht." Die Analyse des Problems ergab schnell einen Motorschaden. Der Wechsel des Aggregats führt wegen der Acht-Motoren-Regel nicht mehr zu einer Strafe.

Trotzdem war der Vorfall ärgerlich. "Ausgerechnet im zweiten Training wäre ich gerne gefahren, weil man dann endlich wichtige Erkenntnisse gesammelt hätte. Am Vormittag war die Strecke noch sehr schmutzig." Obwohl die Testzeit deutlich reduziert wurde, geht der Heppenheimer optimistisch ins Qualifying. "Ich habe schon gemerkt, dass das Auto hier gut geht." Außerdem habe Teamkollege Mark Webber das Programm ohne Probleme durchziehen können.

Nick Heidfeld:

Nach dem großen Aerodynamik-Update waren die Hoffnungen bei BMW-Sauber groß. So ganz konnten die Erwartungen bei Nick Heidfeld allerdings nicht erfüllt werden. "Tendenziell sieht es schon so aus, als hätten wir einen Schritt nach vorne gemacht. Nur an der Balance müssen wir noch arbeiten." Nach Aussage des Mönchengladbachers sollten die Setup-Probleme aber über Nacht behoben werden können. "Ich denke nicht, dass es so kompliziert ist."

Wie weit es dann am Samstag nach vorne geht, wollte der BMW-Pilot noch nicht prognostizieren: "Vorhersagen sind momentan wirklich schwer. Das ganze Feld ist eng beisammen. Es wäre natürlich schön, wenn es mal mit der dritten Runde des Qualifyings klappen würde. Aber das wird sehr schwer. Mein Ziel sind aber auf jeden Fall die Punkte." Unerwartet kam auch das Verhalten der Reifen: "Vor allem der weiche Reifen macht mehr Probleme als wir gedacht haben."

Adrian Sutil:

Bei Force India gab man sich nach dem erfolgreichen Monaco-Wochenende etwas zurückhaltender. Die ersten Tests verliefen von den Zeiten her nicht schlecht, trotzdem war Adrian Sutil nicht ganz zufrieden: "Der Grip-Level der Strecke war heute sehr schlecht. Es war sehr staubig und mit den Reifen kamen wir nicht zurecht. Es schien, als hätten wir einfach nicht genug Grip."

Unter den Reifenproblemen litt auch die Performance: "Normalerweise kommen wir mit beiden Mischungen immer auf eine vernünftige Rundenzeit, egal welche Mischung wir fahren." Sutil hofft, dass es am Samstag schon etwas besser aussieht. "Wir müssen jetzt mal schauen, was wir machen. Es könnte schon einen Unterschied machen, wenn mehr Gummi auf der Strecke ist." Immerhin stimmt die Zuverlässigkeit. Von der Technik her konnte der Gräfelfinger keine Probleme berichten.

Timo Glock:

Timo Glock war genauso ratlos wie die 19 anderen Fahrer: "Der Tag war sehr schwierig. Am Morgen bot die Strecke wenig Grip. Die Balance des Autos passte auch nicht. Deshalb war ich öfter mal neben der Strecke. Auch im zweiten Training haben wir noch die Richtung gesucht. Der weiche Reifen scheint etwas besser zu sein, aber nur in der allerersten Runde. Der positive Punkt ist, dass das Feld hier extrem eng zusammenliegt." Den 14. Glock trennten nur 0,677 Sekunden vom Trainingsschnellsten Heikki Kovalainen. "Das Ziel", sagt Glock, "muss ein Platz in den Top Ten sein."

Nico Rosberg:

Auch Nico Rosberg klagte sein Leid mit den Reifen. Nach der Bestzeit am Morgen beendete er das Nachmittagstraining auf Platz sieben. "Ich bin ganz zufrieden, aber ich habe keine Ahnung, wo die Anderen stehen", gab Rosberg zu. Besonders mit den Reifen gibt es noch viele Fragezeichen: "Wir müssen noch herausfinden, welcher Reifentyp für Qualifikation und Rennen besser ist. Wer das am besten versteht, hat hier einen Vorteil."

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