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Vettel hofft auf Rennen

Räikkönen-Experiment fehlgeschlagen

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Spanien 2015 - Barcelona - Qualifying - Samstag - 9.5.2015 Foto: xpb 75 Bilder

Die Abstimmungsänderungen am runderneuerten Ferrari haben angeschlagen. Sebastian Vettel verkürzte den Rückstand auf die Mercedes leicht und blieb vor den Williams. Kimi Räikkönens Rückgriff auf das alte Aero-Paket zahlte sich nicht aus. Der Finne gab sich selbst die Schuld.

09.05.2015 Michael Schmidt

Ferrari hat sich beim GP Spanien selbst ausgebremst. Statt schon am Freitag einen Fahrer auf das neue Aero-Paket und den anderen auf das alte zu setzen, ging man notgedrungen am Samstag diesen Weg. Kimi Räikkönen traf die Entscheidung, die bekannte Version zu fahren. "Ich wusste, dass es ein Risiko sein würde. Aber das war es mir wert. Ich fühlte mich am Freitag einfach nicht wohl im Auto."

Räikkönen mit schlechter Runde in Q3

Der siebte Startplatz lässt vermuten, dass sich Räikkönen verpokert hat. Doch der WM-Vierte relativiert: "Das Ergebnis täuscht. Das Auto war besser als der siebte Startplatz. Bis zum Q3 lief alles nach Plan. Dann hatte ich eine schlechte Runde und der Grip war weg." Räikkönen musste im ersten Versuch mit gebrauchten Reifen ausrücken. Beim zweiten Satz gab es ein Problem mit den Heizdecken. Die Reifen wurden zu heiß gekocht.

An eine Rücckkehr in die neue Spezifikation nach Vettels guten Erfahrungen im dritten Training dachte Räikkönen nicht: "Wenn du mal eine Entscheidung getroffen hast, musst du zu ihr stehen. Der Umbau hätte viel zu lange gedauert."

Sebastian Vettel machte angesichts des verunglückten Freitags einen halbwegs zufriedenen Eindruck. Auch wenn der Abstand zum Trainingsschnellsten Nico Rosberg mit 0,777 Sekunden immer noch ein Klassenunterschied ist. Aber dass Mercedes in Barcelona stark sein würde, war für Vettel keine Überraschung: "Die haben ein super Auto und stehen nicht umsonst in der ersten Startreihe. Wir sind aber guter Hoffnung, dass wir im Rennen näher dran sein werden. So war es zuletzt immer."

Großer Zeitverlust im letzten Sektor

Die Setupänderungen in der Nacht zum Samstag haben sich im Fall Vettel bewährt. "Es war definitiv ein Fortschritt zum Freitag. Aber vielleicht brauchen wir mehr als ein Rennen, um das Upgrade zu verstehen und voll zu nutzen." Interessant war, dass Vettel im ersten Streckensektoren 0,160 Sekunden auf die Mercedes verlor und im zweiten 0,207 Sekunden. Also durchaus verschmerzbar. Rosberg und Hamilton packten den Hammer erst im letzten Abschnitt aus. Da fehlten Vettel  0,462 Sekunden auf die Silberpfeile.

Da Ferrari und Mercedes mit ähnlichem Topspeed unterwegs waren, der Unterschied in den schnellen Kurven nicht allzu dramatisch ausfiel, muss es am mechanischen Grip liegen. Das heißt Traktion oder genügend Grip vom Reifen. Der letzte Streckensektor ist hauptsächlich mit langsamen Kurven gepflastert. Deshalb hinkt auch der Vergleich mit Malaysia. Dort gibt es keine Passage mit einer Serie langsamer Ecken. "Die Reifen funktionieren hier anders als in Malaysia", bestätigte Vettel.  

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