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Vettel hofft weiter auf Siege

Titel-Ziel für 2017 nicht aufgeben

Sebastian Vettel - GP Mexiko 2016 Foto: xpb 98 Bilder

Obwohl Ferrari in diesem Jahr weiter noch ohne Sieg ist, glaubt Sebastian Vettel daran, dass man in Maranello Fortschritte erkennen kann. Das Ziel Titelgewinn für das kommende Jahr will er trotz der enttäuschenden Saison nicht aufgeben.

27.10.2016 Tobias Grüner 2 Kommentare

Bei Ferrari ist wieder einmal ordentlich Druck auf dem Kessel. Vor der Saison hatte Konzernchef Sergio Marchionne gefordert, dass Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen bis zum Ende um den Titel kämpfen sollen. Zumindest sollte die Ausbeute von 3 Siegen aus dem Jahr zuvor verbessert werden.

Doch 3 Rennen vor Schluss stehen das Team aus Maranello immer noch ohne einen Sieg da. Seit dem Heimspiel in Monza stand keiner der Piloten auf dem Podium. Vettels Pokal für den dritten Platz in Monza war der einzige in den letzten 10 Rennen. Da ist es kein Wunder, dass sich die Kritik im eigenen Land in den letzten Tagen noch einmal verschärfte.

Vettel bittet um Geduld mit Ferrari

Vor dem GP Mexiko versuchte Vettel etwas Druck vom Kessel zu nehmen: „Es ist richtig, dass wir dieses Jahr nicht die erhofften Ergebnisse eingefahren haben. Aber in der Fabrik haben sich viele Dinge verbessert, seitdem ich gekommen bin. Leider lässt sich das in der Formel 1 nicht direkt mit einem Mausklick in bessere Resultate umwandeln.“

Auch Vettel lassen die Pleiten in den letzten Rennen nicht kalt. „Wir haben uns sehr hohe Ziele gesetzt, deshalb sind wir auch selbst enttäuscht. Es ist klar, dass wir uns verbessern müssen. Wir müssen uns aber etwas mehr Zeit geben. Die Arbeit von 1.300 Leuten zu koordinieren ist nicht so einfach. Aber die Dinge fügen sich langsam zusammen. Bei Red Bull und Mercedes hat es auch seine Zeit gedauert, bis der Erfolg da war.“

Nächste Ziele: Mexiko-Podium, 2017er Titel

Die fehlenden Podiumsplätze in den letzten Rennen führt Vettel auf Pech und schwankende Formkurve zurück. In Mexiko hofft der Deutsche, endlich wieder mal bei der Champagner-Dusche dabei zu sein. „Wir sind sicher nicht die Favoriten. Aber wir haben immer eine Chance. Letztes Jahr war die Pace hier nicht so schlecht. Leider habe ich das Rennen in der Bande beendet.“

Mit einem Auge blickt Ferrari auch schon auf die kommende Saison. Die Niederlagen aus diesem Jahr haben laut Vettel keine Auswirkungen auf die Zielsetzung 2017. Es zählt nach wie vor nur der Titel: „Wir sind nicht hier, um Zweiter zu werden. Deshalb sollten wir jetzt auch nicht anfangen, kleinere Brötchen zu backen, sondern die Latte weiter hoch hängen. Mit den Regeländerungen ist alles drin. Da kann es hier oder da eine Überraschung geben. Wir hoffen natürlich, dass wir die Nase vorne haben.“

Neuester Kommentar

"Pech und schwankende Formkurve"
Damit hat er einerseits Recht. Andererseits konnte ihm 2016 Ferrari kein Auto hinstellen, mit dem man eben mal die Mercedes (oder auch nur die Red Bull ernsthaft) überholen konnte. Das ist Sache der Firma, nicht die des Fahrers.
Dieses Jahr ist eh abgehakt, jetzt schau'n mer mal, ob sie für 2017 was ordentliches gebaut haben. Da sie weder einen Brawn, Todt oder Byrne (und nun auch keinen Allison mehr) haben, glaube ich: Eher nicht.

austinmini 27. Oktober 2016, 22:35 Uhr
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