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Vettel im Glück

Neue Regeln bei losem Rad

Sebastian Vettel - GP Bahrain 2015 Foto: Wilhelm 106 Bilder

Erinnern sie Sich an die Kollision zwischen Sebastian Vettel und Sergio Perez im zweiten freien Traning zum GP Bahrain? Inzwischen weiß man sicher, dass am Ferrari tatsächlich ein Rad lose war. Der Zwischenfall hat jetzt ein Nachspiel.

07.05.2015 Michael Schmidt

Zweites freies Training in Bahrain, Tatort erste Kurve: Sebastian Vettel beschleunigt aus der Boxengasse. Von außen schneidet Sergio Perez herein. Der Force India und der Ferrari berühren sich. An Vettels Ferrari bricht der Frontflügel ab. Zuerst will man Perez die Schuld in die Schuhe schieben. Doch dann kommen Gerüchte auf, dass am Ferrari das rechte Vorderrad locker war, und Vettel sein Auto nicht so verzögern konnte wie gewohnt.

Die Sportkommissare haben den Vorfall einen Tag später auf Betreiben von FIA-Rennleiter Charlie Whiting untersucht. Und tatsächlich herausgefunden, dass das Rad nicht richtig befestigt war. Doch die Sache verlief sich im Sande. Niemand wurde bestraft. Jetzt kochte der Fall bei einem Treffen der Teammanager mit Charlie Whiting in Barcelona wieder hoch.

 

Force India-Teammanager Andy Stevenson warf die berechtigte Frage auf: "Wie können die Sportkommissare behaupten, dass Vettels Ferrari in einem sicheren Zustand gefahren ist? Ja, er hat die Runde beendet, ohne dass das Rad abgefallen ist. Aber er konnte deshalb auch nicht richtig bremsen und ist Perez dabei ins Auto gefahren."

Neue Strafen für lockeres Rad

Vettel hat Glück. Die Akte Bahrain ist geschlossen. Doch in Zukunft käme er nicht so billig davon. Die Teammanager verständigten sich mit Whiting darauf, dass ab sofort neue Regeln für den Fall von losen Rädern gelten.

Dabei wird zukünftig ein Unterschied zwischen Training und Rennen gemacht. Passiert es im Training, und der Fahrer stellt sein Auto sofort ab, dann liegt es im Ermessen der Sportkommissare, ob es eine Strafe gibt. Wahrscheinlich kommt er mit einem blauen Auge davon. Fährt er die Runde wie Vettel zu Ende, gibt es automatisch eine Startplatzstrafe. Auch, wenn das Rad dranbleibt.

Im Rennen sind die Regeln strenger. Wenn der Fahrer da weiterfährt, muss er zu einer Zehn-Sekunden-Stop and Go-Strafe antreten. Und ihm droht eine weitere Buße für das nächste Rennen. Fliegt das Rad davon, wird er für das folgende Rennen drastisch bestraft. 10 Startplätze gelten als Minimum.

Wie verfährt man als Fahrer dann korrekt? Eigentlich ganz einfach. So wie Kimi Räikkönen in Melbourne. Der Finne merkte, dass etwas mit seinem Auto nicht in Ordnung ist und stellte den Ferrari am Streckenrand ab.

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