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Vettel in Suzuka drei Plätze zurück

„Ein hirnloses Manöver“

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Malaysia 2016 - Sepang Foto: sutton-images.com 62 Bilder

Sebastian Vettel war zum vierten Mal in dieser Saison in eine Startkollision verwickelt. Während Niki Lauda von einem Wahnsinns-Manöver im Stile Max Verstappens sprach, nahmen Martin Brundle und Johnny Herbert den Ferrari-Fahrer in Schutz.

02.10.2016 Michael Schmidt 4 Kommentare

Shanghai, Sochi, Spa, Sepang: In diesen vier Rennen war Sebastian Vettel in eine Startkollision verwickelt. Beim GP China war Vettel Opfer und Täter zugleich. Er stieß mit Kimi Räikkönen zusammen, weil ihm im Gedränge der Platz ausging. In Sochi räumte ihn Daniil Kvyat gleich zwei Mal ab.

Der Zwischenfall in der La Source-Haarnadel von Spa war der Klassiker. Drei Fahrer wollten in ein Nadelöhr, das nicht breit genug war. Max Verstappen ging auf der Innenseite das größte Risiko ein. Sebsastian Vettel musste außen nur seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen Luft lassen. Räikkönen im Sandwich war der Dumme.

Ein Mix aus Spa und Shanghai

Und wo ordnet sich die Kollision in der ersten Kurve von Sepang ein? Es war ein Mix aus Shanghai und Spa mit vertauschten Rollen. Diesmal versuchte Vettel sich innen durchzuquetschen. Und Rosberg hatte außen die Nase vorn. „Ein außer Kontrolle geratener vierfacher Weltmeister ist mir in die Seite gefahren“, urteilte Rosberg süffisant. „Vettel hat es nicht absichtlich gemacht“, schwächte Mercedes-Teamchef Toto Wolff ab.

Verstappen kannte die Situation: „Ich habe spät gebremst, war aber hinter Nico. Plötzlich tauchte Sebastian rechts von mir auf und ist tief in die Kurve gefahren, aber da war definitiv kein Platz für so ein Manöver.“

Vettel versuchte von seinem guten Start zu profitieren, verlor aber früher als erhofft den Windschatten und musste sich deshalb mit einer Poretion Risiko auf der Innenspur an Verstappen vorbeiquetschen, der die Lücke etwas zu weit aufgelassen hatte. Beide bremsten auf der letzten Rille. Vettel entschuldigte sich bei Rosberg: „Nico lag vorne und ist seine Linie gefahren. Das ist sein gutes Recht. Ich habe nur gegen Max gekämpft. Leider war ich an dem Punkt so weit rechts zu schnell, um mein Auto noch rechtzeitig abzubremsen. Es war eine unglückliche Kettenreaktion, die Nicos und mein Rennen ruiniert hat.“

Vettel sah keine Gemeinsamkeit mit Spa, weil Rosberg ein unbeteiligtes Opfer eines Duells zwischen Verstappen und ihm war. Der Unterschied lag auch darin, dass der Fahrer im Sandwich keinen Kantakt mit seinen Kontrahenten hatte. Dafür waren Parallelen mit dem Start in Shanghai erkennbar. Da lag ebenfalls Rosberg auf der Außenspur vor den Ferrari-Piloten, die sich innen vorbeimogeln wollten. Durch sein Hereinschneiden von außen mussten Räikkönen und Vettel die Lenkung aufmachen und bremsen, was dem zunächst weit hinten liegenden Kvyat die unerwartete Chance gab, sich innen reinzudrücken. Mit den bekannten Folgen.

Bei jedem Unfall gibt es einen Schuldigen

Niki Lauda fackelte mit seinem Urteil nicht lange. „Das war von Vettel ein Wahnsinns-Manöver, das nicht gut gehen könnte. Da war die Verstappen-Aktion in Spa fast noch harmlos dagegen. Was Vettel probiert hat, wäre sich nie ausgegangen.“ So sahen es auch die Sportkommissare unter Anleitung von Derek Warwick. „Der Fahrer des Autos mit der Nummer 5 machte eine kleinen Fehler, indem er es in der ersten Kurve auf der Innenseite versucht hat. Das hat zu dem Kontakt mit Rosberg geführt.“ Vettel muss beim GP Japan zur Strafe um 3 Startplätze zurück.

Die Sky-Reporter Martin Brundle und Johnny Herbert hatten dafür kein Verständnis: „Für mich war es ein normaler Startunfall“, urteilte Brundle. „Vettel und Verstappen hätten die Kurve auch ohne die Kollision geschafft. Alle drei beteiligten Fahrer haben ihre Autos kontrolliert. Das einzige, was man Seb vorwerfen kann ist, dass er am meisten riskiert hat. Wer es so innen versucht, muss damit rechnen, dass es schief geht.“ Herbert ergänzte: „Verstappen hat Vettel eingeladen, weil er etwas nach links zog. Er hätte Vettels Angriff nicht mehr abwehren können.“

Niki Lauda widerspricht: „Egal, welcher Unfall, es gibt immer einen Schuldigen. Vettel hat den Unfall verursacht. Es ist wie im Straßenverkehr. Wer von hinten auffährt, ist Schuld.“ Helmut Marko enthielt sich der Stimme. Nur so viel: „Verstappen hat nicht falsch gemacht.“

Neuester Kommentar

Vettels Aktion war halb so wild meiner Meinung nach . In der Helkopter Ansicht ist zweifelsfrei zu erkennen das der erste Kontakt zwischen Max und Seb stattfand, erst dadurch konnte er nicht mehr ausreichend verzögern und rutschte in den armen Nico. Leider war auch bei RTL und Niki davon nix zu hören!

F1PowerForce 4. Oktober 2016, 15:50 Uhr
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