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Vettel jubelt über Monza-Podium

"Der beste zweite Platz"

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Italien 2015 - Monza Foto: xpb 54 Bilder

Sebastian Vettel machte die Tifosi beim Ferrari-Heimrennen in Monza mit seinem zweiten Platz glücklich. Auf den Sieg hoffte der Heppenheimer nur in den ersten Runden. Dann zog ihm Lewis Hamilton unwiderstehlich davon. "Sie waren schneller als wir."

06.09.2015 Andreas Haupt

In Monza brachte Sebastian Vettel den siebten Podestrang in dieser Saison nach Hause. Es war ein ganz besonderer für den viermaligen Weltmeister. Weil er das erste Mal in roter Arbeitskleidung auf dem Podium in Monza feiern konnte. Mit Blick auf die enthusiastischen Tifosi auf der Zielgeraden. Ein glücklicher Pilot resümierte nach 53 Runden. "Es war der beste zweite Platz, den ich je hatte."

Vettel hat nur kurz Hoffnung auf den Sieg

In der Pressekonferenz unterstrich der Ferrari-Fahrer die Bedeutung von Monza im Formel 1-Kalender. "Die Emotionen auf dem Podium sind unglaublich. Wenn aus irgendwelchen verdammten Geldgründen dieses Rennen aus dem Kalender fliegen würde, wäre das so, als ob sie uns das Herz rausreißen würden."

Der GP begann mit einem Platzgewinn für Vettel. Von Position drei aus zog er an Teamkollege Kimi Räikkönen vorbei. Der Iceman blieb wegen Kupplungsproblemen für zwei bis drei Sekunden stehen und fiel auf den letzten Platz zurück.

Beim Anbremsen auf die erste Schikane setzte sich Vettel neben den Pole-Mann Lewis Hamilton. "Ich habe etwas später gebremst als er. Ich war aber auf der Außenseite und musste einsehen, dass ich ihn nicht holen kann. Dann habe ich mich auf den Kurvenausgang konzentriert. Lewis hatte aber einen fabelhaften Ausgang aus Turn zwei. Deshalb konnte ich ihn nicht angreifen."

Die Hoffnung, den Mercedes-Piloten im späteren Verlauf angreifen zu können, schwand schon nach wenigen Umläufen. "Nach den ersten Runden waren unsere Zeiten ziemlich ähnlich. Er war nur ein oder zwei Zehntel schneller. Also dachte ich, dass wir vielleicht eine Chance haben werden, die Lücke zu schließen. Aber dann hat er die zweite Luft bekommen."

Ferrari-Pilot will keinen geerbten Triumph

Nach der achten Runde lag das Auto mit der Startnummer 5 bereits 5,4 Sekunden hinter dem Führenden. Bis zum ersten Reifenwechsel im 25. Umlauf wurde der Abstand immer größer. Nach hinten hatte Vettel selbst mehrere Sekunden Luft auf Felipe Massa.

"Felipe, ich und die anderen Autos haben mit den Reifen gekämpft. Aber Lewis ist einfach weiter und weiter schnell gefahren. Ich wurde über Radio informiert, dass meine Zeiten ansteigen. Er war aber genauso schnell in Runden 22 wie in der vierten. Das war ziemlich beeindruckend." Was Vettel zu dem klaren Fazit brachte: "Sie waren schneller als wir und hatten einen geringeren Reifenverschleiß."

Nach dem ersten Boxenstopp wechselte Vettels Verfolger. Statt Massa befand sich Nico Rosberg hinter ihm. Und der Mercedes-Pilot holte Zehntel um Zehntel auf. Bis ihm kurz vor Schluss der Motor hochging. "Ich denke, ich hätte Nico auch so hinter mir halten können", urteilte Vettel.

Weil im hinteren linken Reifen an Hamiltons Auto der Startdruck 19,2 statt der vorgeschriebenen 19,5 PSI betrug, wackelte der Sieg des Briten für zweieinhalb Stunden. Doch schon unmittelbar nach dem Rennen machte Vettel klar, dass er von einem geerbten Triumph nichts hält. "Mit allergrößtem Respekt muss ich sagen, dass er heute einen tollen Job gemacht hat und wir das akzeptieren müssen."

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