Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vettel klar vor Webber

Red Bull-Stallregie vorerst noch kein Thema

Mark Webber - GP Kanada 2013 Foto: Daniel Reinhard 25 Bilder

Sebastian Vettel hat sein Vorsprung in der WM-Wertung auf 36 Punkte ausgebaut. Auf Teamkollege Mark Webber sind es sogar schon 63 Zähler. Obwohl der Australier kaum noch Chancen auf den Titel hat, hält Red Bull vorerst noch an seinem Stallregie-Verbot fest.

11.06.2013 Tobias Grüner

In der Formel 1 erinnert aktuell viel an die Saison 2011. Sebastian Vettel bringt ein Top-Resultat nach dem anderen nach Hause. Die Konkurrenz nimmt sich gegenseitig die Punkte weg. Und der Vorsprung an der Spitze der WM-Wertung wird immer größer. Wer soll Vettel den vierten Titel in Folge noch streitig machen? Vor allem, wenn der Heppenheimer so fährt wie in Montreal.

Red Bull muss Taktik ändern

Selbst Teamchef Christian Horner gab nach dem Rennen zu, dass es einer der einfacheren Erfolge war. "Der Sieg von Sebastian geriet eigentlich nie in Gefahr. Schon zur Halbzeit des Rennens hatte er 15 Sekunden Vorsprung herausgefahren. Also genau die Zeit, die man benötigen würde, um einen Extrastopp zu absolvieren. Danach musste er die Lücke nur noch kontrollieren", so die Rennanalyse.

Dass Red Bull kurzfristig die Taktik ändern musste, brachte weder die Ingenieure noch den Fahrer aus dem Konzept. "Eigentlich wollten wir eine Einstopp-Strategie probieren. Aber als die Temperaturen immer weiter anstiegen, war es klar, dass wir zwei Mal an die Box kommen müssen", gab Horner später zu.

Zeigt Red Bull in Silverstone Schwächen?

Die Gründe für den riesigen Vorsprung sah der Teamchef vor allem im Zusammenspiel zwischen Reifen, Strecke und Temperaturen. "Es ist einfach: Wenn man mit den Reifen im richtigen Arbeitsfenster ist, dann kann man richtig schnelle Runden fahren." Ob die WM tatsächlich schon gelaufen ist, wird sich aber erst in Silverstone zeigen. Bei kühleren Temperaturen und auf einer Strecke mit schnellen Kurven sollte der Red Bull zumindest theoretisch ein paar Schwächen zeigen.

Horner gibt sich aber auch für den britischen Grand Prix zuversichtlich: "In Sachen Setup haben wir in Kanada Fortschritte machen können. Ich denke, es sieht insgesamt besser aus. Malaysia hatte ja auch einige schnelle Kurven drin und auch da waren wir stark. Wir haben einige unserer Probleme aus Barcelona verstanden und können die gute Form hoffentlich in die nächsten Rennen mitnehmen."

Webber fährt schnellste Rennrunde

Einziger Wermutstropfen von Montreal war der vierte Platz von Mark Webber. Der Australier verlor bei seiner Kollision mit Giedo van der Garde Teile des Frontflügels und musste anschließend Alonso und Hamilton ziehen lassen. "Es war ein dummes Manöver von Van der Garde", schimpfte Horner später. "Ich bin sicher, dass wir Mark sonst auch auf dem Podium gesehen hätten."

Der Red Bull-Chef erklärt, dass der Kommandostand kurz einen Tausch des Flügels in Erwägung gezogen hat. "Wir haben überlegt ihn zu wechseln. Aber der Leistungsverlust war nicht so groß wie der Zeitverlust bei einem Reparaturstopp. Irgendwann hat die Balance im Auto auch wieder gepasst. In der vorletzten Runde konnte Mark ja noch die schnellste Rennrunde fahren."

Horner sieht WM-Kampf noch offen

Während Webber eine Pechsträhne verfolgt, reitet Vettel auf einer Welle des Erfolgs. Sieben Rennen, drei Siege, fünf Mal Podium. Kein Ausfall. Schlechteste Platzierungen waren zwei vierte Plätze. "Der Vorsprung sieht zwar ganz ordentlich aus, aber Fernando hat in Montreal mit einem starken Rennen gezeigt, dass man sich nicht zu sicher fühlen darf. Der Abstand kann schnell verkürzt werden", warnt Horner.

Von einem Zweikampf um den Titel will Horner noch nicht sprechen. "Auch Kimi kann schnell mal eine Reihe guter Rennen zusammenbringen. Oder Lewis. Selbst Mark könnte noch einmal in den WM-Kampf eingreifen. Momentan darf man noch niemanden abschreiben." Bei der Ausgangslage dauert es wohl nicht mehr lange, bis man bei Red Bull das Thema Stallregie-Verbot noch einmal überdenken wird. "Das ist vorerst noch kein Thema", erklärte Horner. Zumindest vorerst noch nicht.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden