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Vettel knapp vor Ricciardo

Noch keine Stallregie bei Red Bull

Sebastian Vettel - GP Singapur 2014 Foto: xpb 63 Bilder

Sebastian Vettel feierte in Singapur mit Rang 2 das beste Ergebnis der Saison. Auf eine Stallregie zu Gunsten von Daniel Ricciardo verzichtete Red Bull. Teamchef Christian Horner erklärt, warum der Australier trotz besserer WM-Chancen nicht vorbei durfte.

21.09.2014 Tobias Grüner

Sebastian Vettel hat es momentan nicht leicht. Der Weltmeister kämpfte zuletzt mit der Technik und den Reifen. Bis Singapur war der Heppenheimer dieses Jahr nur ein einziges Mal vor Teamkollege Daniel Ricciardo ins Ziel gekommen. Entsprechend war der Rückstand in der WM-Wertung angewachsen.

Nach dem Technik-Pech am Freitag und der Quali-Niederlage gegen Ricciardo am Samstag sah es auch in Singapur nicht gut aus für Vettel. Doch am Sonntag (21.9.2014) zeigte der 4-fache Weltmeister, dass er den Kampf noch nicht aufgegeben hat. Den Grundstein für das beste Saisonresultat legte Vettel schon am Start. Dabei profitierte er auch von den Technikproblemen am Auto von Nico Rosberg.

"Das war eine komische Situation. Obwohl ich in der zweiten Reihe stand, hatte ich kein Auto vor mir", so Vettel später. "Das hat mir aber geholfen. Ich konnte mich neben Daniel setzen und auf den zweiten Platz schieben. Wir haben dann etwas zu lange mit dem zweiten Boxenstopp gewartet. Dadurch ist Fernando (Alonso) vorbeigegangen. Wir haben dann auf die harten Reifen gewechselt. Und dann kam das Safety-Car."

Red Bull-Piloten halten Alonso hinter sich

Laut Vettel wurde das Rennen nicht gerade zum passenden Zeitpunkt neutralisiert. Allerdings wurde Ferrari durch das Safety-Car noch mehr zurückgeworfen. Alonso musste noch einmal an die Box, um sich die harten Reifen abzuholen. Bei Red Bull entschied man, ohne Boxenstopp bis zum Ende durchzufahren. "Das war wirklich grenzwertig", so das Urteil des Piloten. "Aber es hat gerade so geklappt."

Teamchef Christian Horner erklärt den kleinen Poker: "Wir wollten eigentlich am Ende noch einmal auf Supersofts gehen. Aber unsere Fahrer haben gut auf die Reifen aufgepasst und da haben wir entschieden, bis zum Ziel durchzufahren. Wir haben durch das Safety-Car die Position gegen Fernando wieder zurückgewonnen."

Am Ende fuhren Vettel und Ricciardo auf den Plätzen 2 und 3 nur 7 Zehntel auseinander über die Ziellinie. Dabei hatte der Australier schon zu Beginn des Rennens mit Batterie-Problemen zu kämpfen. "Das kam immer wieder. In manchen Runden hat es sicher 3 bis 4 Zehntel gekostet", so Horner.

Noch keine Stallregie für Ricciardo

Bei einem Rückstand von nun 60 Punkten von Ricciardo auf die WM-Spitze fragten sich einige im Fahrerlager, warum Red Bull den Australier nicht auf Rang 2 gelotst hat. Vettel liegt 117 Punkte hinter Hamilton komplett ohne Titelchancen zurück. "Beide haben mathematisch noch die Chance auf den Titel. Es wäre deshalb falsch, da von außen einzugreifen."

Für Horner ist Stallregie kein Thema: "Daniel wusste vor dem Rennen, dass wir nicht eingreifen. Und er hat kein Problem damit. Wenn er eine echte Chance auf den Titel besitzt und Sebastian rechnerisch aus dem Rennen ist, dann werden wir im Sinne des Teams entscheiden."

"Momentan ist das nur eine Außenseiterchance. Der Rückstand auf Mercedes ist immer noch groß. Daniel hat zwar ordentlich auf Rosberg aufholen können aber gleichzeitig 3 Punkte an Sebastian verloren. Wird das einen Unterschied machen? Schwer zu sagen. Momentan macht es für uns aber keinen Sinn einzugreifen."

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