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WM-Kampf spitzt sich zu

Vettel lassen Alonsos Sticheleien kalt

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 01. November 2012 Foto: xpb 62 Bilder

Sebastian Vettel lässt sich von Fernando Alonsos Aussage, Ferrari kämpfe gegen Adrian Newey und nicht gegen Vettel, nicht beeindrucken. "Wir respektieren uns", sagt der Red Bull-Pilot, der mit seinem Team in Abu Dhabi den Konstrukteurs-Titel holen könnte.

01.11.2012 Bianca Leppert

Sebastian Vettel betont immer wieder, dass er sich im Titelkampf ganz auf sein Team und sich selbst konzentriere. Es ist einer dieser typischen Rennfahrersätze, der einem chinesischen Glückskeks entstammen könnte. Doch in diesem Fall kommt er zum Tragen. Denn von Fernando Alonsos Äußerungen in Indien, man kämpfe gegen Red Bull-Technikgenie Adrian Newey und nicht gegen Vettel, lässt sich der Heppenheimer nicht aus der Fassung bringen. "Wir respektieren uns beide sehr und schätzen den Umgang miteinander", sagte Vettel. "Manchmal sind die Dinge auch aus dem Zusammenhang gerissen. Der Respekt ist da und das ist das Wichtigste."

Leicht verwundbar

Nach vier Siegen in Folge ist für viele im Fahrerlager der Titel-Hattrick von Vettel so sicher wie das Amen in der Kirche. Der 25-Jährige hingegen ist dafür bekannt, dass er sich erst dann freut, wenn auch wirklich alles unter Dach und Fach ist. Diese Einstellung verhalf ihm 2010 sogar zum Titelgewinn in Abu Dhabi. Deshalb will sich der Doppelweltmeister auch in dieser Saison nicht zu früh freuen.

Ein Beispiel war das Rennen in Indien. Zwar gewann Vettel souverän, doch zwischenzeitlich legte sich die Stirn der Verantwortlichen am Red Bull-Kommandostand in Falten. Heftiger Funkenschlag an Vettels Auto ließ seine Fans bibbern. "Das war kein Problem für uns", meint Vettel. "Aber man muss sich das nicht groß ausmalen. Wenn so etwas passiert, zeigt es, wie verwundbar du bist. Ob du nun vorne liegst mit viel Abstand oder im Mittelfeld um Positionen kämpfst und nicht die Punkte erzielen kannst, die du dir erhofft hast. Dann sieht das Bild wieder ganz anders aus."

Deshalb wiederholt Vettel auch sein Mantra, dass man jedes Rennen einzeln sehen müsse, so oft, dass es manchen schon zu den Ohren rausquillt. Mit seiner Argumentation hat er allerdings recht: "Wenn die Saison zu Ende geht, dann realisierst du, dass die übrigen Punkte alle sind, die du noch holen kannst. Sie mögen zwar wichtiger erscheinen, aber du bekommst auch nicht mehr Punkte als vor fünf Rennen oder zehn Rennen. Deshalb versuchen wir mit der gleichen Einstellung wie auch vor zehn Rennen dranzugehen."

Konstrukteurstitel für Red Bull in Abu Dhabi möglich

Sollte das klappen, kann sich Red Bull in Abu Dhabi bereits den Konstrukteurstitel sichern. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali hat die Trophäe ohnehin schon abgeschrieben. Mit 91 Zählern führen die Bullen vor den Italienern.

"Es wäre ein großer Erfolg für uns", meint Vettel zur Chance auf den vorzeitigen Titelgewinn, über die er sich noch gar keine Gedanken gemacht hatte. "Mark und ich waren auf dem Rückweg von Indien auf dem gleichen Flug und haben über die Konstrukteurs-WM gesprochen. Da meinte Mark, es wäre ziemlich schlecht für die Konstrukteurs-WM, wenn das Flugzeug abstürzen würde. "

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