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Vettel

Lieber einen Getriebeschaden

Foto: dpa

Sebastian Vettel war der Mann des Rennens. Zum ersten Mal in der Teamgeschichte startete der 20-jährige Deutsche einen ToroRosso in die Top Ten der Startaufstellung.  Die meiste Zeit des Rennens lag der ToroRosso-Pilot auf einem Podestplatz.

30.09.2007 Michael Schmidt

Er führte drei Runden. Und dann passierte ihm in der 47. Runde ein Missgeschick, das für einen Rennfahrer ein Albtraum ist. Während einer Safety-Car-Phase crashte Vettel in das Heck des Red Bull des zweitplaziierten Mark Webber. auto-motor-und-sport.de sprach mit dem Mann, der in Fuji Schlagzeilen schrieb.

Wie ist es passiert?
Vettel: Ich sehe im Augenwinkel, dass Hamilton vor mir langsam wird, denke noch, dass er vielleicht ein technisches Problem hat. Gerade als mir in den Sinn kam, dass Mark Webber auch abbremsen muss, und ich in den Spiegel schaue, wo die anderen sind, krache ich auch schon in das Heck des Red Bull. Das war bestimmt das letzte, was ich wollte.

Waren Sie abgelenkt, weil sie mit den Großen um einen Podestplatz gekämpft haben?
Vettel: Überhaupt nicht. Ich war bestimmt nicht übermotiviert. Und ich war auch nicht mit der Safety-Car-Phase überfordert. Am Anfang sind wir 19 Runden hinter dem Safety-Car hergefahren. Da hatte ich schon Übung.

Haben sie schon mit Mark Webber gesprochen?
Vettel: Leider nicht. Es tut mir echt leid. Ich habe sein Rennen und auch meines kaputt gemacht.

Was ging durch ihren Kopf, als Sie drei Runden lang in Führung lagen?
Vettel: Es ist schon toll, dass ich mal das P1-Schild in einem Formel 1-Rennen gesehen habe. Da könnte man sich daran gewöhnen.

Hätten Sie den dritten Platz bis ins Ziel verteidigt?
Vettel: Auf jeden Fall. Ich war nicht viel langsamer als Hamilton und so schnell wie Mark Webber. Die Jungs hinter mir hatte ich im Griff.

Wie sind Sie vom achten Startplatz überhaupt so weit vorgekommen?
Vettel: Die Ferrari mussten früh an die Boxen und waren schon mal aus dem Weg. Ich hatte einen guten Start, als das Rennen hinter dem Safety-Car freigegeben wurde. Vor mir haben sich Webber und Button in der ersten Kurve in die Haare gekriegt. Sie kamen schlecht aus dieser Kurve raus, und ich habe sie mir auf der Innenspur geschnappt.

Was überwiegt: Der positive oder der negative Eindruck?
Vettel: Natürlich der Unfall. das war extrem ärgerlich. Wenn mir an dritter Stelle in der letzten Runde das Getriebe gebrochen wäre, hätte ich es leichter verdaut. Dann hätte ich mich wenigstens nicht über mich ärgern müssen.

Was hat das Team gesagt?
Vettel: Kopf hoch. Aber das hilft mir auch nicht weiter. Ich bin mein Rennen gefahren, habe mich auf mich konzentriert, alles richtig gemacht, und dann passiert mir so ein blöder Fehler.

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