Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Malaysia: Vettel nach seinem Sieg in Eile

Vettel bei der Rennleitung zum Rapport

Sebastian Vettel Foto: xpb 63 Bilder

Sebastian Vettels Siegerlaune konnte nichts trüben. Nicht mal der Gang zu den Rennkommissaren. Der Sieger des GP Malaysia musste zum Rapport, weil er Jarno Trulli unter gelber Flagge überholt hatte. Es war blinder Alarm. Trulli hatte Vettel freiwillig vorbeigelassen.

04.04.2010 Michael Schmidt

Sebastian Vettel hatte es nicht nur im Rennen eilig. Um 20.35 Uhr hetzte der Sieger des GP Malaysia aus der technischen Besprechung mit den Red Bull-Ingenieuren, schnappte sich seinen Physiotherapeuten Tommi und eilte Richtung Parkplatz. "Um 10.30 Uhr geht mein Flugzeug", entschuldigte sich der Red Bull-Pilot bei den Fans, die sich in der Dunkelheit an seine Fersen hefteten, mit ihren Handys Fotos knipsten und ihm Zettel hinhielten mit dem Wunsch nach einem Autogramm.

Jarno winkt Vettel vorbei

Da war die kurze Unterredung mit den Rennkommissaren schon wieder vergessen. Er war zum Rapport gebeten worden, weil er Jarno Trulli unter gelber Flagge überholt hatte. Bei der Befragung der Beteiligten klärte sich auf, dass Trulli den Führenden vorbei gewunken hatte, weil er selbst wegen Problemen mit der Straßenlage seines Lotus mit Rundenzeiten von zwei Minuten unterwegs war, fast 30 Sekunden langsamer als der Rest des Feldes. "Jarno ist zur Seite gefahren und hat mir bedeutet, dass ich ihn überholen kann", bestätigte Vettel beim Sprint zum Parkplatz.

Für Vettel war es ein makelloser Sieg. Die Entscheidung fiel beim Start. "Sebastian kam ein bisschen besser weg als Mark, und dann hat er von seinem Windschatten profitiert", berichtete Teamchef Christian Horner. Danach war das Rennen gelaufen, auch wenn Webber seinem Kollegen kräftig einheizte. Eigentlich gilt bei Red Bull die Regel, dass man sich bei einer 1-2 Führung in den letzten 15 Runden nicht mehr attackiert. Da wurden beide Fahrer auch angewiesen, die Motordrehzahl nach unten zu korrigieren.

Rennen um die schnellste Runde

"Die Fahrer haben das wohl vergessen", stöhnte Horner der von den längsten 15 Runden seines Lebens angesichts der Schäden, die das Team bei den beiden ersten Rennen um den Lohn gebracht hatten. "Sie sollten auf Halten fahren, stattdessen fangen Sebastian und Mark doch tatsächlich ein Rennen um die schnellste Runde an. Dabei gibt es dafür nicht mal Punkte."

In diesem Duell hatte der Australier die Nase am Ende vorn. Wie man überhaupt den Eindruck hatte, dass Webber das gesamte Wochenende über mindestens auf Augenhöhe mit Vettel war. Merke: Wer sich im Rennen im Windschatten eines anderen halten kann, ist in der Regel schneller. Der Hintermann verliert Abtrieb und als Folge dessen bauen die Reifen ab.

Vettel konnte kontern

Vettel kämpfte lange mit Setup-Problemen. "Im Rennen war das Untersteuern fast weg und das Auto nahezu perfekt", erzählte der inzwischen schon sechsfache GP-Sieger. "Es stimmt, dass Mark hin und wieder Druck gemacht hat, aber ich konnte immer wieder kontern. Ich hatte alles unter Kontrolle."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden