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Vettel, Rosberg & Co. - die Deutschen in Ungarn

Deutsches Quintett noch nicht in Form

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 31 Bilder

Die fünf deutschen Piloten sind nicht so gut wie erhofft in das Ungarn-Wochenende gestartet. Vor allem in puncto Balance und Abstimmung gab es noch viele Klagen. Nur Nick Heidfeld gab sich mit den Plätzen neun und zwölf zufrieden.

24.07.2009 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel war im Training nicht zufrieden mit seinem Red Bull. Das zuletzt so überlegene Sportgerät wollte nicht so wie der Heppenheimer. "Wir hatten etwas Probleme mit der Balance. Wir haben noch Luft nach oben. Ich hoffe, dass wir am Samstag etwas schneller sind." Im Kampf um den Sieg sieht Vettel nicht nur Brawn als Gegner. "Man muss auch Williams, Ferrari und McLaren auf der Rechnung haben. McLaren war heute stark."
 
Weil das Überholen in Ungarn quasi unmöglich ist, sei die Pole Position wichtiger als auf anderen Strecken. "Aber es kommt nicht nur darauf an, wo man steht, sondern auch wer hinter einem steht. Wenn der Hintermann ein bestimmtes Knöpchen im Auto hat, dann wird es am Start schwer." Damit warnte Vettel vor den vier Hybrid-Autos von McLaren und Ferrari, die schon am Nürburgring am Red Bull vorbeigeschossen kamen.

Nico Rosberg:

Die Hoffnungen von Nico Rosberg erfüllten sich im Training nicht ganz. Es scheint schwer den angepeilten dritten Platz zu erreichen: "Die Brawn und die Red Bull sind auf jeden Fall noch vor uns. Da brauchen wir schon Glück um auf das Podium zu kommen." Genau wie Vettel konnte Rosberg noch nicht das ganze Potenzial abrufen. "Ich war nicht glücklich mit dem Auto. Wir haben noch ein paar Probleme. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das über Nacht aussortieren können."
 
Überrascht zeigte sich Rosberg auch von den vielen Ausritten in den Trainings. "Wir waren heute irgendwie kreuz und quer - nur nicht auf der Strecke." Einen genauen Grund konnte der Williams-Pilot aber auch nicht liefern. "Es war eigentlich nicht besonders rutschig. Aber die Strecke ist nicht einfach. Es gibt viele Bodenwellen und beim Anbremsen bricht das Auto an vielen Stellen urplötzlich aus."

Timo Glock:

Timo Glock steigerte sich je länger das Freitagstraining dauerte. "Am Anfang haben wir noch mit dem Setup gekämpft, aber je mehr Gummi auf die Strecke kam, umso besser wurde es für uns. Ich bin aber noch nicht dort, wo ich hinmöchte. Wir bewegen uns immer noch zwischen Unter- und Übersteuern hin und her."

Der Zweite des GP Ungarn vom Vorjahr erkennt jedoch eine deutliche Steigerung zu den letzten beiden Rennen, in denen von Toyota nicht viel zu sehen war. "Die Hitze schafft das Problem des Reifenaufwärmens aus der Welt." Das gilt allerdings auch für andere Teams. Das Trainingsprotokoll zählte insgesamt 48 Ausritte. Auch Glock zählte dazu. "Wenn du einmal von der Linie abkommst, sammelst du soviel Schmutz auf, dass es vier bis fünf Kurven dauert, bis die Reifen wieder sauber sind."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld war mit den Trainingsplatzierungen neun und zwölf zufrieden. Der BMW-Pilot sieht eine Bestätigung des Formanstiegs vom Nürburgring. "Das habe ich so nicht erwartet, weil wir für dieses Rennen nur etwas am Frontflügel verändert haben." Der erste Eindruck täuschte. Heidfeld belegte am Freitagnachmittag bis zur vor Schluss nur den vorletzten Platz, ehe er sich 2.15 Minuten vor der Zielflagge mit weichen Reifen noch an die neunte Stelle nach vorne beamte.

Heidfeld hat dafür eine Erklärung. "Ich habe am Anfang meine beiden Dauerläufe mit viel Sprit und harten Reifen abgespult. Da sind die anderen wahrscheinlich schon mit weniger Benzin unterwegs gewesen. Deshalb hingen wir die meiste Zeit am Ende der Tabelle herum." An der Reifenfront sieht der Mönchengladbacher eine kleine Verbesserung: "Man spürt, dass die beiden Mischungen jetzt näher beieinander liegen, als das bei den vergangenen Rennen der Fall war, aber richtig gut sind die Reifen deswegen trotzdem nicht."

Adrian Sutil:

Bei den letzten beiden Rennen fuhr Force India schon am Freitag munter in den Top Ten herum. Am Hungaroring reichte es für Adrian Sutil nur zu den Plätzen 16 und 17. "Wir haben nichts an der Strategie verändert", erklärte Sutil anschließend sichtlich ernüchtert. "Uns fehlt einfach der Grip. Wir haben alles - Übersteuern und Untersteuern - das Auto liegt einfach nicht gut. Ich kann nur hoffen, dass es am Samstag besser läuft.

Einen Lösungsansatz hat Sutil allerdings nicht parat. "Am Auto können wir wohl nicht so viel ändern. Hoffentlich kommt mit mehr Gummi auf der Strecke auch die Pace zurück." Seine Zielsetzung will der Force India-Pilot dennoch nicht aufgeben: "Ich habe das Q2 noch nicht abgeschrieben." Wie Heidfeld gab es auch von Sutil ein Lob für den Reifen. "Wir haben deutlich weniger Probleme als erwartet. Es gibt kaum Körnen und auch die weiche Mischung hält über die Distanz ganz ordentlich."

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