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Vettel, Rosberg & Co. - die Deutschen in Monza

Nur Sutil zufrieden mit Monza-Qualifying

Adrian Sutil GP Italien 2009 Qualifying 0909 Foto: dpa 36 Bilder

Force India-Pilot Adrian Sutil fuhr mit Rang zwei die beste Qualifying-Platzierung seiner Karriere nach Hause. Für den Rest des deutschen Quintetts lief es am Samstag (12.9.) dagegen nicht nach Plan. Rosberg, Heidfeld & Co. starten aus den hinteren Reihen.

12.09.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Adrian Sutil:

Adrian Sutil war der Mann des Tages. Mit Rang zwei im Qualifying von Monza führte er den Höhenflug von Force India fort. "Das ist der größte Erfolg meiner Formel 1-Karriere", freute sich der Gräfelfinger. Das letzte Mal stand er in der Formel 3 so weit vorne. Vielleicht wird der Rennsonntag ja sogar noch ein Stück besser. Allerdings befindet sich mit Kimi Räikkönen und Heikki Kovalainen die finnische KERS-Fraktion direkt hinter ihm. "Dieser blöde Knopf. Das wird sicher schwierig. Da muss ich versuchen zu blockieren. Ich werde aber nicht volles Risiko gehen. Rennen werden nicht in der ersten Runde gewonnen."

Allerdings dürfe man natürlich auch nicht alle vorbeilassen, erklärt der Force India-Pilot, der schon öfter auf einem Punkteplatz ausschied. Hinter den KERS-Autos warten auch noch die beiden Brawn-Piloten. "Die waren heute sehr stark. Das hatten wir so nicht erwartet." Auch bei ihm selbst lief es nicht perfekt. "Im ersten Abschnitt hatte ich viel Übersteuern. Aber mit mehr Grip lief es danach immer besser. Am Ende war das Auto richtig gut." Jetzt mache es richtig Spaß zu fahren. "Man hat immer ein Lächeln im Gesicht und das Selbstvertrauen steigt."

Sebastian Vettel:

Zufrieden sieht anders aus als Sebastian Vettel. "Das war heute nicht unser Qualifying", erklärte der Deutsche. "Wir hatten uns schon vorgenommen, etwas schneller zu sein." Die Gründe dafür, dass am Ende nur der neunte Platz heraussprang, konnte der Red Bull-Pilot selbst nicht bestimmen. "Am Motor liegt es wohl nicht. Bei den Top-Speeds waren wir immer vorne dabei. Das Auto hat sich eigentlich auch gut angefühlt. Deshalb bin ich auch noch optimistisch für das Rennen."

Am Sonntag muss Vettel aufholen, wenn er den Rückstand auf die beiden Brawn-Piloten in der WM verkürzen will. Jenson Button und Rubens Barrichello stehen zwei Reihen vor dem Red Bull-Duo. "Die Punkte werden immer noch im Rennen vergeben und nicht am Samstag", spricht sich der Heppenheimer Mut zu. "Man muss erst einmal heil durch die erste Kurve kommen. Das Rennen ist lang." Im Vorjahr konnte er noch im Toro Rosso zum Sieg fahren. Dabei half auch der Regen, der auch in diesem Jahr nicht ungelegen käme: "Wenn man so weit hinten steht, würde Regen sicher helfen."

Nick Heidfeld:

Für Nick Heidfeld war die Qualifikation nach drei Runden in der zweiten K.O. Runde beendet. Dann hauchte sein BMW-Motor am Ende der Zielgeraden sein Leben aus. "Zwei, drei Sekunden vorher hörte ich ein komisches Geräusch. Ich dachte noch, vielleicht herrscht gerade mehr Rückenwind und der Motor geht in den Begrenzer, da ist auch schon der Motor hochgegangen." Pech für den Deutschen, der im Morgentraining mit Platz drei angedeutet hatte, dass mit ihm zu rechnen gewesen wäre. "Die letzte Quali-Runde hätte ich auf jeden Fall geschafft, auch wenn wir nach meinem Gefühl nicht ganz so stark sind wie in Spa."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg landete dort, wo er es befürchtet hatte: Auf Platz 18, einen Rang hinter seinem Teamkollegen Kazuki Nakajima. "Ich hatte mich in keinem der freien Trainings richtig wohl gefühlt. Wir mussten soviel Abtrieb rausnehmen, um auf der Geraden wenigstens halbwegs mithalten zu können. Der Top-Speed ist in Monza einfach zu wichtig." Trotzdem verlor Rosberg auf der Geraden noch sechs km/h auf die Schnellsten. Zu Beginn der Qualifikation spürte der Williams-Pilot erstmals eine leichte Verbesserung.

"Deshalb bin ich auch zum ersten Mal nahe an die Zeiten von Nakajima rangekommen. Irgendetwas stimmte dann nicht mit meinem zweiten Reifensatz. So etwas kommt vor. Es gibt da Schwankungen von einem Satz zum anderen. Vielleicht habe ich es deshalb nie geschafft, meine besten Sektorzeiten in eine Runde zu packen. Deshalb konnte ich mich auch nicht mehr verbessern."

Für das Rennen macht sich Rosberg wenig Hoffnungen, auch wenn er an sein Rennen vom Nürburgring erinnert, in dem er von Startplatz 15 auf Rang vier nach vorne stürmte. "Diesmal ist es ziemlich aussichtslos, weil die Meisten mit einer Einstoppstrategie unterwegs sein werden." Rosberg kann nur auf einen seiner berühmten Superstarts hoffen: "Entweder komme ich aus der ersten Runde mit drei Rädern zurück oder in einer guten Position."

Timo Glock:

Timo Glock hatte einen dicken Hals. Der Toyota-Pilot gab Sebastien Buemi die Schuld dafür, dass für ihn schon nach der ersten K.O.-Runde Schluss war. "Der Buemi fuhr geradeaus durch die erste Schikane. Seine Runde war sowieso zerstört. Deshalb habe ich mich in seinem Windschatten angesaugt, um dann vorbeizugehen. Aber er blieb einfach auf seiner Linie und fuhr die ganze Runde vor mir her. Als ich es mit etwas mehr Abstand noch einmal versuchen wollte, gab der Reifensatz nicht mehr den nötigen Grip her."

Ein Protest bei der Rennleitung brachte nicht viel. Ärgerlich für Glock, der sich sicher war, dass er es wenigstens wie Stallrivale Jarno Trulli bis in Q2 geschafft hätte. "Wir haben unser Auto von Freitag auf Samstag deutlich verbessert. Ich bin morgens schon eine Zeit von 1.23,8 Minuten gefahren. Dann habe ich mit den harten Reifen 1.24,2 Minuten geschafft. Mit den weichen Reifen wäre ich bestimmt um eine halbe Sekunde besser gewesen. Das hätte gereicht." Wenn 19 Fahrer in nur 0,9 Sekunden liegen, dann darf man sich keinen Fehler mehr erlauben. "So eine Geschichte wie mit Buemi wirft dich aus dem Rennen", grollte Glock.

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