Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vettel, Rosberg & Co. - die Deutschen in Singapur

Updates sorgen für Optimismus

Sebastian Vettel, Singapur 2009 Foto: dpa 56 Bilder

Alle fünf deutschen Piloten können sich in Singapur Hoffnung auf einen Aufschwung machen. Adrian Sutil würde es schon reichen, wenn er die Leistung von Monza wiederholen könnte. Sebastian Vettel geht volles Risiko, um seine theoretischen WM-Chancen zu wahren.

24.09.2009 Tobias Grüner

Nick Heidfeld:

Mit großen Erwartungen ist BMW-Sauber nach Singapur gereist. Nick Heidfeld freut sich schon seit einigen Rennen auf das große Update. Zu viel will der Mönchengladbacher aber nicht verraten. "Theoretisch sollte es ein großer Schritt sein. Aber man weiß ja nie was im Rennen passiert. Ich bin recht optimistisch."

Weniger zufrieden ist Heidfeld mit den Umbaumaßnahmen an der Strecke. Auf Betreiben der Fahrergewerkschaft wurde die Boxengasse umgestaltet. "Es ist besser, aber nicht optimal. Die Boxeneinfahrt ist eine enge Linkskurve die durch einen hohen Randstein von der Strecke getrennt ist. Wenn man dort zu schnell ist, fliegt man über die Kerbs in die Ideallinie. Das werde ich noch einmal ansprechen. Ob es noch rechtzeitig ist, weiß ich aber nicht."

Nico Rosberg:

Nach den zwei Highspeed-Strecken in Spa und Monza ist Nico Rosberg froh, dass es in Singapur wieder etwas kurviger wird. "Es sollte deutlich besser werden. Wir haben auch noch einmal ein Upgrade-Paket mitgebracht. Ich hoffe auf viele Punkte." In den letzten beiden Rennen sammelte der Wiesbadener nur einen mageren Zähler. "Ich denke, dass wir vom Speed her um Rang sechs landen. Mit ein bisschen Glück hoffe ich aber auf einen Platz auf dem Podium."

In dieser Saison verpasste Rosberg das Podium schon mehrmals knapp. "Das ist nicht so schlimm. Wichtiger ist, dass ich in der WM noch auf Rang sechs stehe. Aber es wäre schon schön, wenn es dieses Jahr noch klappen könnte. Dabei sieht der Williams-Pilot das Rennen vom Vorjahr als gutes Omen. Beim skandalösen Nachtdebüt wurde Rosberg zweiter hinter Fernando Alonso. Wie fast ein Jahr später herauskam, war der Sieg des Spaniers nicht mit fairen Mitteln errungen worden. Als rechtmäßiger Sieger fühlt sich Roberg allerdings nicht. "Das ist jetzt schon so weit zurück."

Sebastian Vettel:

Nach der Pleite von Monza hat Sebastian Vettel den Kampf um den WM-Titel nicht aufgegeben. "Wir kämpfen bis zum letzten Atemzug", erklärte der Deutsche am Donnerstag in Singapur. Neue Teile am Red Bull sollen beim Nachtrennen die nötigen Zehntel bringen. Auch wenn Brawn bisher auf engen Kursen besser ausgesehen hat, glaubt Vettel nicht an einen Vorteil. "Zu Beginn des Jahres waren sie etwas besser. Danach ging es immer auf und ab. Da kann viel passieren."

Ein echter Nachteil ist allerdings der Motor im Red Bull. Als einziger Fahrer hat der Heppenheimer schon das Maximum von acht Triebwerken ausgereizt. Nun muss er mit gebrauchten Aggregaten auskommen. Trotzdem will er sein Trainingspensum erhöhen. Vettel hat nichts mehr zu verlieren. Wie viele Runden es werden, wollte er noch nicht sagen. "Die Strecke hat sich nicht groß verändert, aber Training hat noch niemandem geschadet."

Adrian Sutil:

Mit seinen ersten Punkten der Saison im Gepäck reist Adrian Sutil optimistisch nach Singapur. "Die Erwartungen steigen sehr schnell. Im Qualifying sind die Top Ten das Ziel, im Rennen sind Punkte eigentlich schon fast Pflicht." Auch die Entwicklungsabteilung von Force India trug zur guten Laune bei. "Wir haben einen neuen Frontflügel, einen neuen Diffusor, die Seitenkästen sind verändert und die Spiegel sind nun weiter außen angebracht wie beim Ferrari", berichtet der Gräfelfinger.

Stimmen im Team sprechen von fünf Zehnteln Zeitgewinn, Sutil hält sich mit nur drei Zehnteln eher zurück. "Schön ist, dass unsere Updates bisher immer das gehalten haben, was wir uns versprochen haben. Oft sogar besser." Aber auch Sutil ist nicht entgangen, dass die Konkurrenz ebenfalls aufgerüstet hat. Und der enge Kurs in Singapur sollte dem Force India nicht ganz so gut liegen. "Es wird eng werden. Red Bull, Williams und Renault werden hier wieder stärker sein. Es wird nicht einfach, aber wir sind noch beflügelt."

Timo Glock:

Auch Timo Glock kann über ein kleines Update-Paket berichten. "Auf der Aerodynamik-Seite haben wir neue Flügel vorne und hinten und einen neuen Unterboden. Mechanisch haben wir die Hinterachse etwas verändert." Der Toyota-Pilot hofft auf einen Schritt nach vorne, bleibt aber vorsichtig. "Fast alle bringen hier noch einmal Updates, wenn man sich so umhört." Bisher lief es auf den Stadtkursen nicht so gut. In Monaco erlebte das Team ein Debakel. "Das kann man nicht vergleichen. Das war von der Charakteristik etwas anders", redet sich der Deutsche Mut zu.

Die Veränderungen an der Strecke stoßen allerdings nicht auf Nächstenliebe. "Hinter der Boxeneinfahrt steht noch ein Fragezeichen. Wenn es nass ist, kann man sich da über die Kerbs drehen." Auch über die neue Linie in der engen Schikane findet Glock keine netten Worte: "Das ist eine Katastrophe. Das gefällt mir gar nicht." Auch an die Rennzeiten muss sich Glock erst gewöhnen. "Ich war gestern bis 0 Uhr laufen, habe noch bis 5 Uhr morgens Playstation gespielt und Fernsehen geschaut. Ich versuche im Europa-Rhythmus zu bleiben."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden