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Vettel, Rosberg & Co. - die Deutschen in Ungarn

Vettel und Rosberg auf Podiumskurs

GP Ungarn 2009 Foto: dpa 31 Bilder

Gemischtes Bild im deutschen Lager: Sebastian Vettel und Nico Rosberg haben nach einem guten Qualifying die Chance auf einen Platz auf dem Podium. Für Timo Glock, Nick Heidfeld und Adrian Sutil verlief der Samstag (25.7.) dagegen enttäuschend.

25.07.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel strahlte: Platz zwei im Training und sein großer WM-Gegner Jenson Button nur auf Rang acht. Und das nach einem Freitag, an dem ziemlich viel schief gegangen war. "Wir haben über Nacht wirklich gut gearbeitet", erzählte der Deutsche. "Schon zu Beginn des Trainings war mein Auto besser ausbalanciert. Nach ein paar Änderungen war ich dann richtig happy." Mit einem Blick auf die Startaufstellung urteilte der WM-Zweite: "Über Alonso mache ich mir keine Gedanken. Der ist leichter unterwegs als wir. Sorgen bereiten mir die KERS-Autos hinter mir. Der Anlauf zur ersten Kurve ist länger als am Nürburgring. Da besteht die Gefahr, dass die wieder links und rechts an mir vorbeipfeifen."

Dass er beim Start auf der schmutzigen Linie steht, sieht er nicht als großes Problem: "Da sind vor uns zwei GP2-Rennen. Die werden die Linie schon sauber fahren." Der Ausfall der Zeitnahme nach der Qualifikation belustigte die Fahrer auch eine halbe Stunde nach dem Abschlusstraining. "Keiner wusste, wo er stand. Wir haben uns untereinander ausgefragt, wer welche Zeit gefahren ist, um so zu errechnen, wo man in der Startaufstellung stehen könnte."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld trat kurz nach Ende des Abschlusstrainings den Gang in die technische Besprechung an. Der Deutsche war bereits in der ersten Qualifikationsrunde gescheitert. "Das ist besonders ärgerlich, weil wir den Speed hatten, um bis in die letzte K.O.-Runde zu kommen." Auf der entscheidenden Runde rutschte der BMW-Pilot in Kurve 11 von der Strecke. "Ich lag von der Zwischenzeit her bereits zwei Zehntel unter meiner Zeit vom Vormittag, und die hätte locker fürs Weiterkommen gereicht."

Es kam wieder einmal auf die letzten Sekunden in der Qualifikation an. Doch diesmal war das Glück nicht auf der Seite des Mönchengladbachers. Den ersten Versuch musste er wegen gelber Flaggen abbrechen. "Die Runde drauf lag ich zwischen Nakajima und Barrichello. Ich wollte Rubens nicht aufhalten, wollte aber Nakajima nicht zu dicht auffahren. Trotzdem spürte ich, dass sich das Auto in den Turbulenzen etwas anders anfühlte. Ich bin deshalb Kurve 11 etwas anders angefahren, um dem auszuweichen. Dabei habe ich den Randstein getroffen, und mein Auto wurde auf die andere Seite runtergeworfen."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg strahlte nach dem Qualifying. "Der fünfte Platz ist wirklich super. Das war heute sehr schwierig auf der Strecke." Vor allem die Reifen machten Probleme. "Manchmal hatte man guten Grip und dann ging plötzlich wieder gar nichts." Von der Strategie her sieht sich der Williams-Pilot gut aufgestellt. "Wir tanken in Runde 19 oder 20. Ich hoffe, dass wir da noch etwas gutmachen können. Alonso ist auf jeden Fall früher dran. Ein Platz auf dem Podium ist durchaus machbar."

Als größtes Problem sieht Rosberg den Start. "Ich habe einen McLaren hinter mir. Den kann ich auf keinen Fall halten. Ich kann nur auf eine Straßenblockade vor mir hoffen, in der die anderen stecken bleiben. Ich muss sehen, dass ich auf den ersten Metern gut wegkomme. Dann habe ich vielleicht eine kleine Chance." Dass sowohl Jenson Button als auch Rubens Barrichello weit hinter dem Williams stehen, kam für Rosberg unerwartet: "Das hat mich schon überrascht, dass wir sie wieder schlagen konnten. Ich bin sehr guter Dinge für das Rennen."

Timo Glock:

Timo Glock saß wieder einmal schulterzuckend im Motorhome. Mit ratloser Miene versuchte er den 14. Platz zu erklären. "Wir sind einfach nicht schnell genug. Das ist das, was momentan drin ist." Am Morgen musste Glock mit einem Hydraulik-Problem eine halbe Stunde des Trainings aussetzen. "Aber das war am Ende auch nicht entscheidend. Es hätte sowieso nicht gereicht für das Q3." Glock hatte nach eigener Aussage den Eindruck, dass es im Training noch etwas besser lief als im Qualifying. "Es hat sich eigentlich ganz gut angefühlt, aber anscheinend nicht gut genug. Im Zeittraining war das Heck etwas nervöser."

In seiner schnellsten Runde hatte Glock außerdem noch einen kleinen Fehler. "Das hat mich zwei Zehntel gekostet. Damit wäre ich so schnell wie Jarno Trulli gewesen." Der italienische Teamkollege steht in der Startaufstellung zwei Plätze vor Glock. Auf den hervorragenden Saisonbeginn folgte in den letzten Rennen immer öfter Ernüchterung: "Wir haben in der Sommerpause vier Wochen Zeit, einen Schritt nach vorne zu finden. Aber leider haben alle anderen diese Zeit auch."

Adrian Sutil:

Nach dem überragenden Wochenende am Nürburgring ist Force India in Budapest wieder auf den Boden der Realität zurückgekehrt. Dabei wäre im Qualifying sicher mehr drin gewesen als nur Platz 18 für Adrian Sutil und Rang 17 für Teamkollege Giancarlo Fisichella. "Ich habe heute morgen im Training leider einen kleinen Fehler im Training gemacht und bin in die Bande eingeschlagen", schildert Sutil den holprigen Beginn in den Samstag. "Unsere Jungs haben fantastische Arbeit abgeliefert und das Auto wieder fit gemacht."

Allerdings führte der Aufbau des VJM02 zu einer Verzögerung. "Es hat am Ende des ersten Abschnitts leider nur noch zu zwei fliegenden Runden gereicht." Dabei wäre der erneute Einzug in das Q2 nicht unmöglich gewesen. "Uns haben nur ein paar Zehntel gefehlt. Ohne den Unfall hätte es wohl gereicht." Bei den schwierigen Umständen war Platz 18 nicht so schlecht. "Wir haben immerhin noch zwei Autos hinter uns. Aber es wird ein hartes Rennen."

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