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Vettel, Rosberg & Co. - die Deutschen in Valencia

Vettel überrascht von Alonsos Tempo

Sebastian Vettel Foto: dpa 50 Bilder

Nicht alle fünf deutschen Piloten kamen gestärkt aus der Sommerpause. Timo Glock und Sebastian Vettel suchen noch nach den entscheidenden Zehnteln. Adrian Sutil ist mit seinem Force India-Team dagegen auf dem Vormarsch.

21.08.2009 Tobias Grüner

Sebastian Vettel:

Für Sebastian Vettel verlief der erste Trainingstag in Valencia nicht wie gewünscht. Während der Red Bull-Star am Vormittag noch mit Platz fünf im Plan lag, kam am Nachmittag nur die neuntbeste Zeit zustande. Brawn GP scheint dagegen in Top-Form anzutreten. "Es war in Ordnung heute", analysiert der Deutsche den Auftakt. "Ich denke wir waren mehr oder weniger bei der Musik, aber Fernando Alonso war am Ende der zweiten Session sehr schnell unterwegs. Das war eine Überraschung."

Red Bull ist plötzlich nicht mehr der Gejagte, sondern muss wieder Zeit gutmachen auf die Konkurrenz: "Wir müssen uns morgen verbessern", gibt auch Vettel zu. "Wir werden uns den Tag genau anschauen und analysieren, wo uns noch etwas zu den anderen fehlt. Dabei hatte der Tag so gut für den Youngster begonnen. Arbeitgeber Red Bull gab bekannt, dass der Vertrag mit Vettel bis 2011 verlängert wurde.

Nico Rosberg:

Nico Rosberg ist nicht ganz so optimistisch wie in den letzten beiden Rennen. "Wenn wir in die Top 5, Top 6 kommen, kann ich zufrieden sein. Valencia ist eine KERS-Strecke." Er bleibt auf dem Teppich, obwohl er im Nachmittagstraining Platz vier belegte. Doch die Reifen bereiten ihm noch Kopfzerbrechen. Das geht allen so. "Den ganzen Vormittag bin ich auf einem Reifensatz gefahren, der gekörnt hat. Am Nachmittag lief es besser. Wir haben das Setup in die richtige Richtung entwickelt."

Trotzdem sind die Reifen noch schwer zu verstehen. "Selbst die superweichen Dinger brauchen etwas Anlauf, bis sie auf Temperatur kommen", wundert sich Nico. Seine Analyse: "Für die Qualifikation brauchst du die extraweiche Option. Beim Dauerlauf ist es noch nicht so klar, welcher Reifen der bessere ist."

Timo Glock:

Nach den ersten beiden Trainings machte Timo Glock einen ganz zufriedenen Eindruck. "Das Auto liegt gut, wir hatten keine Probleme und konnten unser Programm wie geplant durchziehen." Doch das Gefühl täuschte. Beim Blick auf den Zeitenmonitor wurde klar, dass die Rot-weißen einfach zu langsam waren. "Am Vormittag hatten wir uns noch mit dem Timing verkalkuliert und wurden unter Wert geschlagen. Am Nachmittag war ich dann schon überrascht, dass der Abstand so groß ist."

Die Konkurrenz ist scheinbar schneller als erwartet. Die Ziele scheinen nun in weiter Ferne. "Im Rennen will ich schon in die ersten Zehn, auch um meine Serie auszubauen", blickte Glock voraus. Außer dem Deutschen konnte nur WM-Spitzenreiter Jenson Button in jedem Rennen unter die Top Ten fahren. Für das Qualifying sieht es dagegen nicht so gut aus: "Da müssen wir mal sehen. Ein bisschen was können wir noch ausprobieren, aber viel Zeit ist nicht mehr drin."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld wurde eine Viertelstunde vor Ende des zweiten Trainings von Fernando Alonsos Renault in der Zielkurve auf die Hörner genommen. Der Lokalmatador hatte sich schlicht und einfach verbremst und war seitlich in den BMW reingekracht, worauf sich das Weiß-blaue Gefährt bedenklich in die Lüfte begab. "Ich hätte mich beinahe überschlagen", klagte Heidfeld. "Das war einfach nur unnötig so eine Aktion im freien Training. Ich habe schon im Rückspiegel gesehen, dass er sich verbremst, konnte aber nicht mehr ganz aufmachen. Ich habe schon versucht die Kurve nicht mehr ganz so eng zu fahren, aber die Kollision war nicht zu vermeiden."

Das Auto war danach nicht mehr einsatzfähig. Heidfeld bedauerte die verlorene Zeit, auch wenn es nur eine Viertelstunde war. Immerhin waren die körperlichen Nachwirkungen schnell beseitigt. "Zunächst hatte ich kurz Kopfweh, dann war mein Nacken etwas verspannt." Erst eine Massage brachte Linderung. Von der Leistung seines Sportgeräts war der Mönchengladbacher zufrieden. "Am Vormittag hatten wir noch ein paar Probleme. Aber am Nachmittag lief es eigentlich ganz gut. Ich denke, dass wir schon einen Schritt nach vorne gemacht haben."

Adrian Sutil:

Platz sechs im ersten Training, Platz sechs im zweiten Training - Adrian Sutil zeigte einen gleichermaßen konstanten wie schnellen Auftakt in das Valencia-Wochenende. "Es war ein guter Tag für uns", freute sich der Force India-Pilot. "Ich hoffe, wir können nun relativ komfortabel auf Q2-Niveau weiterfahren." Nach dem verkorksten Wochenende von Budapest lief es von Beginn an besser. "Das macht wirklich Hoffnung. Ich freue mich schon, am Samstag wieder rauszugehen."

Im ersten Training sorgten kleinere technische Probleme dafür, dass Sutil nur 13 Runden zurücklegen konnte. "Aber die Balance war insgesamt gesehen gut." Auch mit den Reifen war der Gräfelfinger zufrieden. "Am Anfang hatten wir da noch Schwierigkeiten. Aber am Ende der zweiten Sitzung haben wir glaube ich verstanden, wie sich die Reifen verhalten. Ich denke es wird im Rennen keine Probleme geben.

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