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Vettel, Rosberg & Co. - die Deutschen in Spa

Veränderte Vorzeichen in den Ardennen

Sebastian Vettel Foto: dpa 50 Bilder

Während in Valencia noch kurze Ecken das Rundenlayout bestimmten, gilt es in Spa Stärken auf der Gerade und in schnellen Kurven zu beweisen. Das deutsche Quintett fühlt sich dafür gut aufgestellt. Punkte sind für alle fünf möglich.

27.08.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Mit zwei Nullnummern im Gepäck reist Sebastian Vettel nach Spa. Der Red Bull-Pilot hat den WM-Titel aber immer noch nicht aufgegeben. "Mit 25 Punkten Rückstand ist es sicher nicht leicht. Aber Jenson Button war zuletzt auch nicht sehr konstant." Vettel fühle sich wohl in der Rolle des Jägers. "Jetzt müssen wir aber mal wieder die Big Points holen." Dabei könnte auch das Layout der Ardennen-Achterbahn helfen. "Die Strecke sollte besser passen als Valencia. Wir werden im Training sehen, wie schnell wir wirklich sind."

Dabei ist es dem deutschen Nachwuchsstar egal, ob am Sonntag Regen oder Sonne auf die Piloten wartet. "Ich will Gewinner-Wetter." Zu Valencia-Sieger Rubens Barrichello fielen dem Red Bull-Piloten nur positive Kommentare ein. "Man sieht immer noch die Freude, wenn er ins Auto steigt. Und seine Leistung ist schon beeindruckend." Allerdings sieht Vettel keinen Unterschied zwischen jungen und alten Fahrern: "Es ist nur entscheidend wie schnell man auf der Strecke ist."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld tut sich schwer, für Spa eine Prognose abzugeben, obwohl sich BMW in den letzten beiden Rennen im Mittelfeld etabliert hat. Das Problem in Spa ist, dass die Autos erstmals in dieser Saison in einer neuen Aerodynamikkonfiguration antreten. "Wir fahren hier das mittlere Abtriebsniveau. Das bedeutet neue Flügel vorne und hinten. Keiner weiß, wie die Autos darauf reagieren werden." Der Mönchengladbacher hat auch deshalb leise Zweifel, weil der Top-Speed des BMW F1.09 bislang zu wünschen übrig ließ. Und der ist wichtig in Spa. "Das liegt wahrscheinlich an der Aerodynamik", urteilt Heidfeld.

Trotz der Rücktrittserklärung von BMW kann Heidfeld nicht erkennen, dass die Truppe der Mut verlassen hat. Im Gegenteil: "Es ist wichtig, dass die Entwicklung vorerst weitergeht wie geplant. Es wäre frustrierend zu wissen, dass alles still steht. Auf der anderen Seite kann niemand so eine Entscheidung komplett wegstecken. Die Unsicherheit darüber, wie es weitergeht, ist in den Köpfen drin."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg ist wieder mal optimistisch. Wie so oft vor Beginn des Wochenendes. Meistens hatte er Recht. Davor, dass zum ersten mal mit weniger Abtrieb gefahren wird, hat er keine Angst. "Unser Auto war bis jetzt auf jeder Rennstrecke stark. Diese Ausgeglichenheit ist eine unserer Stärken. Außerdem ist das Auto in schnellen Kurven besonders stark. Das sollte uns in Spa helfen."
 
Trotz aller Gerüchte, dass Rosberg im nächsten Jahr für ein Mercedes-Team fährt, hört der Deutsche nicht auf, seinen augenblicklichen Arbeitgeber zu loben. "Über das ganze Jahr gesehen waren nur Brawn GP und Red Bull besser. Das zeigt: Die Kompetenz ist da, und das neue Reglement hat Williams die Chance gegeben, das zu zeigen." Wenn es überhaupt ein Team gebe, dass einen größeren Sprung zwischen dem ersten und dem elften Grand Prix gemacht habe, dann McLaren. "Die haben zwischen Silverstone und dem Nürburgring eine Sekunde gutgemacht. Das ist beeindruckend. Doch dahinter kommen schon wir."

Adrian Sutil:

Bei Force India ist man zuversichtlich wie selten. Der Top Ten-Platz in Valencia hat Hunger auf mehr gemacht. "Wir sollten hier noch besser aussehen. Mit unserem Mercedes-Motor sind wir immer in der Topspeed-Liste ganz vorne. Das hilft uns sicher auf den ewig langen Geraden." Spa und Monza seien deshalb auch die besten Chancen, um endlich einmal in die Punkte zu fahren. Außerdem hat Sutil hier schon in den vergangenen Jahren immer gut ausgesehen.

Der Höhenflug des ehemaligen Hinterbänkler-Teams verändert auch die Chancen, dass Sutil auch in der kommenden Saison bei Force India andocken wird. "Es läuft gut. Ich fühle mich wohl und habe mittlerweile eine starke Verbindung zu dem Team. Es gibt keinen Grund, warum wir uns nicht zu längeren Gesprächen zusammensetzen sollten." Die Tatsache, dass Force India auch 2010 mit Mercedes-Antrieb an den Start geht, dürfte die Wahl sicher etwas einfacher machen.

Timo Glock:

Noch immer etwas ratlos und noch immer etwas frustriert. Timo Glock wusste nicht so recht, was er auf die ewig gleichen Fragen zur Qualifying-Schwäche und zur Stärke im Rennen antworten soll. "Was will man machen. Von Platz 13 kannst du kein Rennen gewinnen." Vor allem mit leeren Tanks fühle sich das Auto ganz anders an. "Es ist viel aggressiver. Da macht man schnell einen Fehler. Und die Zehntelsekunden addieren sich dann." So eng, wie die Formel 1 in dieser Saison von den Zeiten her zusammenklebt, haben auch kleine Abstände große Wirkung.

Schon auf den drei Einführungsrunden in Valencia habe Glock gemerkt, dass das Rennen ein Abziehbild von Budapest wird. Mit der schnellsten Rennrunde bestätigte der Odenwälder diese Vermutung. Um das Problem anzupacken, soll nun die Taktik im Qualifying angepasst werden. "Normalerweise lässt man auch am Ende des dritten Trainings etwas Sprit im Tank. Vielleicht ändern wir das hier", deutete Glock mit einem verschmitzten Lächeln an.

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