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Vettel, Rosberg und Co. - Die Deutschen in Shanghai

Adrian Sutil noch ein Mal ohne Doppel-Diffusor

Foto: Daniel Reinhard 30 Bilder

Das Diffusor-Urteil ist bei den fünf deutschen Piloten unterschiedlich aufgenommen wurden. Ungewöhnlich ist, dass auch Force India-Pilot Adrian Sutil in Kürze von der Legalität des Doppeldiffusors profitieren will.

16.04.2009

Nico Rosberg:

Nach dem gewonnenen Diffusorstreit plant Nico Rosberg seine gute Form in Kürze auch in Resultate umzumünzen. "Ich freue mich schon auf die nächsten Rennen. Ich würde zwar eher auf das Podium hoffen als auf Siege, aber zweite und dritte Plätze sind in Reichweite." Im Kräfteverhältnis der Formel 1 sieht sich der Williams-Pilot momentan auf Rang vier. Brawn GP sei danach deutlich vorne.
 
Auch auf Toyota und Red Bull habe man noch einen kleinen Rückstand: "Auf Toyota hat uns im Qualifying eine halbe Sekunde gefehlt. Im Rennen waren wir dann gleich schnell. Von den Red Bull hat mich in den ersten beiden Qualifyings auch immer einer geschlagen. Deshalb denke ich, dass die auch noch etwas schneller sind."

Timo Glock:

Auch Timo Glock hat das Urteil aus Paris natürlich mit Freude aufgenommen. "Ich bin einfach froh, dass die Diskussionen nun beendet sind." Allerdings glaubt der Toyota-Pilot nicht, dass der Vorteil lange bestehen bleibt: "Die anderen werden nachziehen. Die schlafen auch nicht und arbeiten mit Hochdruck."
 
Auch wenn viele Experten Toyota momentan als zweite Kraft sehen, will sich Glock nicht in die Favoritenrolle drängen lassen. "Hinter Brawn GP sind viele Teams auf einem Niveau. Da kann ein Zehntel schon einen großen Unterschied machen." Mit Freude blickte der Kölner noch einmal auf Malaysia zurück: "Es gibt einem schon ein gutes Gefühl und Selbstvertrauen, wenn man als Einziger die richtige Reifenentscheidung getroffen hat. Der Platz auf dem Podium hat außerdem etwas den Druck weggenommen."

Adrian Sutil:

Ganz so optimistisch kann Adrian Sutil nicht ins Rennwochenende starten. Vor allem die Ankündigung  von Toro Rosso, mit einem neuen Aerodynamik-Paket drei bis vier Zehntel zugelegt zu haben, sorgt für Ernüchterung: "Wenn das wirklich so ist, dann hätten wir wirklich keine Chance. Es war so schon schwer genug im Qualifying. Nur im Rennen konnten wir ganz gut mithalten."
 
Vom Diffusor-Urteil erhofft sich Force India einen Vorteil, obwohl das Team gar nicht zu den drei Diffusor-Autos gehört. Nach Auskunft von Sutil wird die Kopie aber schneller fertig sein als bei den meisten Konkurrenten: "Schon in Bahrain werden wir unsere Version des Diffusor präsentieren." Auch andere Flügel sollen an den neuen Unterboden angepasst werden. "Und in Barcelona kommt dann das nächste Paket", blickt Sutil optimistisch in die Zukunft. Bis dahin bleibt in Shanghai aber nur ein Ziel: "Durchkommen und weiter unsere gute Zuverlässigkeit beweisen."

Sebastian Vettel:

Auch für Sebastian Vettel ist der Diffusor das Thema Nummer eins. "Als Fahrer kann man nicht viel machen. Ich war etwas überrascht, dass es zwei Tage dauerte, bis eine Entscheidung fiel." Wie seine Kollegen sieht auch Vettel die Komplexität der Aufgabe: "Das Auto muss ja irgendwie zusammenpassen. Das Verhältnis von vorne zu hinten muss stimmen. Du kannst nicht hinten was ändern und vorne gar nichts machen." 

Deshalb müsse man auch bei Red Bull mit sechs bis acht Wochen Reaktionszeit rechnen. "Es ist ja bekannt, dass es bei unserem Auto etwas schwieriger wird, weil unsere Hinterradaufhängung von den anderen abweicht." Immerhin kann Red Bull für sich in Anspruch nehmen, das schnellste Auto mit "normalem" Diffusor im Feld zu haben. "In Melbourne waren wir hinter Brawn GP noch zweite Kraft", differenziert Vettel. "In Malaysia zeigte sich Toyota überraschend stark. Ab Samstag lagen sie vor uns."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld hält weiter an KERS fest. Doch so eindeutig wie zu Beginn der Saison sind die Aussagen Richtung Hybrid nicht mehr. "Ich kann noch keine eindeutige Tendenz erkennen, wo die Reise hingeht. KERS bietet Potenzial, es ist aber die Frage, wie schnell wir es umsetzen können." Wenn das Pendel gegen den Einsatz des Hybridantriebs ausschlage, dann müsse man es eben ohne versuchen. Für Shanghai jedenfalls ist die Marschroute klar. Heidfeld fährt auf jeden Fall mit KERS. Es wird auch keinen Vergleichstest wie in Malaysia geben.

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