Sebastian Vettel geht gelassen in das erste Aufeinandertreffen mit Michael Schumacher: "Wenn er die meisten Berichte hat, ich aber die meisten Pokale, soll mir das recht sein", sagte Vettel in einem Interview dem Magazin "motorsport-aktuell".
Schumacher ist ein Konkurrent wie jeder andere
Schumi gegen den einstigen "Baby-Schumi": Vettel hat sich längst emanzipiert von seinem einstigen großen Idol. "Ich werde sicher nicht in den Rückspiegel schauen und immer dann, wenn ich Michael sehe, rechts ranfahren und ihn vorbeilassen", hatte Vettel schon vor der Bestätigung des sensationellen Schumacher-Comebacks klargestellt. Der 41 Jahre alte Rückkehrer ist für alle ein Konkurrent wieder jeder andere - wenn nicht sogar genau der, den man am liebsten hinter sich lassen will.
Vettel hat schon mal einen namhaften Fan und Fürsprecher. "Sebastian Vettel wird der nächste Weltmeister", orakelte der mächtige Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone bereits. Aber auch Schumacher hat er ganz oben auf seiner Titelkandidaten-Liste: "Vergessen Sie Rennsiege - ich habe ihn auf der Rechnung für den Sieg in der Weltmeisterschaft", so Ecclestone. Insgesamt traut er sechs Piloten den Titel zu. Letzten Endes komme es aufs Auto an, befand der Brite.
Red Bull RB6 als Evolution
Gespannt ist die Formel-1-Welt, was sich Red Bull-Star-Designer Adrian Newey für den neuen Wagen einfallen lassen hat. "Der RB6 wird in diesem Jahr eher eine Evolution sein", prophezeite Vettel, der im Simulator schon erste Erfahrungen mit dem neuen Auto sammeln konnte. Auch Newey musste vor allem auf das Nachfüllverbot reagieren und das Auto mit einem deutlich größeren Tank konstruieren. Angetrieben wird auch der neue Vettel-Dienstwagen wieder von einem Renault-Motor.
In einem Formel-1-Rennen traten die beiden Deutschen übrigens noch nicht gegeneinander an. Nur bei Freitagstests kam es aber 2006 schon mal zum Kräftemessen zwischen Sebastian Vettel und Michael Schumacher.





