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Vettel über Duell mit Mercedes

"Haben das ganze Jahr gebissen"

Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2015 Foto: Ferrari 93 Bilder

Sebastian Vettel geht mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Die Entwicklung in Maranello läuft auf vollen Touren. Im Gegensatz zur Konkurrenz habe Ferrari den Abstand auf Mercedes reduzieren können. Es wird allerdings schwierig, die Lücke auf Mercedes 2016 ganz zu schließen.

26.11.2015 Tobias Grüner

Sebastian Vettel zog schon vor dem letzten Rennen ein positives Saisonfazit. Vor allem zu Beginn des Jahres hatte der Neuzugang viel zu feiern. "Erst der dritte Platz beim Debüt in Australien. Und dann der Sieg in Malaysia. Als ich auf dem Podium die deutsche und italienische Hymne gehört habe, das war ein Moment, den ich sicher nicht vergessen werde", beschreibt der Deutsche sein Saisonhighlight.

Insgesamt konnte er 2016 drei Rennen gewinnen. Damit wurde Ferrari wieder zur zweiten Kraft in der WM-Wertung. Und der Trend zeigt in die richtige Richtung. "Wenn es eine Chance gab, Rennen zu gewinnen, dann haben wir die genutzt. Das spricht für unser Team", spricht Vettel seiner Mannschaft ein Lob aus.

Doch ganz zufrieden ist der Heppenheimer nicht. Als vierfacher Weltmeister sind die Ziele höher gesteckt. Doch Hauptrivale Mercedes lag zuletzt zu oft außer Reichweite. "Es ist nicht unser Anspruch an die Strecke zu kommen und zu wissen, dass man immer noch zu weit weg ist, um ganz vorne zu kämpfen", gibt Vettel mit zerknirschter Miene zu.

Ferrari muss 2 Schritte machen, um Mercedes einzuholen

Für 2016 hat Teamchef Maurizio Arrivabene den Machtwechsel angepeilt. Vettel versucht, den Ball etwas flacher zu halten. "Ich wage keine Prognose. Es wird sehr schwer. Der Abstand ist da. Wir haben das ganze Jahr daran gebissen und versucht die Lücke zu verkleinern. Ich denke, dass es uns auch gelungen ist. Besser als allen anderen."

"Wir wissen natürlich, dass sich auch Mercedes im kommenden Jahr steigern wird. Es reicht also nicht, den jetzigen Rückstand aufzuholen. Wir müssen noch eine Schippe drauflegen. Ob es genug ist, wird sich spätestens Anfang nächsten Jahres zeigen." Eine große Revolution werde man laut Vettel beim 2016er Auto nicht sehen. "Das Reglement hat sich nicht dramatisch verändert. Deshalb wird es auch technisch mehr eine Evolution des aktuellen Modells sein."

Dennoch setzt der 28-Jährige große Hoffnung in seine Ingenieure. "In der Saison ist es nicht so einfach, riesige Schritte zu machen. Im Winter ist es eher möglich, mehr rauszuholen. Das ist unsere Chance. Wir wollen den Trend beibehalten und größere Schritte als die anderen machen."

Spielt Mercedes nur mit Ferrari?

Vettel gibt zu bedenken, dass sich Ferrari in den letzten zwei Jahren im Umbruch befand. Personell wurde vieles umstrukturiert. Es kam mit Arrivabene ein neuer Teamchef und mit James Allison ein neuer Technikchef. Langsam spielt sich alles ein. "Die Entwicklung für das nächste Jahr ist deutlich ruhiger verlaufen. Alle wissen, wer der Chef ist. Das Team ist gut drauf. Die Atmosphäre ist sehr positiv. Lange Stunden in der Fabrik in Maranello sind an der Tagesordnung", lobte der Pilot die Einstellung.

Dass Mercedes nur mit Ferrari spielt und den Abstand künstlich klein hält, glaubt Vettel nicht. "Sie sind vielleicht ab und zu durch Probleme oder spezielle Situationen unter ihren Möglichkeiten geblieben. Ich glaube aber nicht, dass da groß gepokert wird. Auch die "Liebe" der beiden Fahrer spricht dafür, dass beide bereit sind, alles zu geben."

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