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Formel 1: Die deutschen F1-Piloten in Bahrain

Vettel und Rosberg stehlen Schumi die Show

Nico Rosberg Foto: xpb 63 Bilder

Von der Pole Position bis Platz 19 haben sich die sechs deutschen Piloten bunt auf der Startaufstellung verteilt. So sind die Ziele für das Rennen höchst unterschiedlich. Sebastian Vettel will gewinnen. Timo Glock will nur ankommen.

13.03.2010

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel geht mit dem optimalen Ergebnis in die neue Saison. Der Red Bull-Pilot startet von der Pole Position. Zum sechsten Mal in seiner Karriere. Schon im zweiten Qualifikationsdurchgang hatte sich Vettels Sturmlauf angedeutet. Im Top Ten-Finale distanzierte er die beiden Ferrari um eine, respektive fünf Zehntelsekunden. Dabei hatte es nach dem dritten Training am Samstagvormittag noch gar nicht nach einer Vettel-Show ausgesehen.

"Wir haben am Freitag viel Zeit mit Bremsproblemen verloren. Deshalb waren die Rundenzeiten nicht repräsentativ. Prinzipiell lag das Auto gut und wir haben es vor der Qualifikation mit ein paar kleinen Änderungen den entscheidenden Schritt vorwärts gebracht." Die Rundenzeit bestimmte die Reifenwahl: "Der weiche Reifen war in der ersten Runde schneller, und solange keiner genau weiß, was uns im Rennen erwartet, war es wichtig beim Start vorne zu stehen."

Nico Rosberg :

Nico Rosberg geht mit breiter Brust in das erste Rennen des Jahres. Sein Marktwert stieg mit jeder Trainingssitzung, in dem sein Name in der Zeitenliste vor Michael Schumacher stand. Trotzdem war Rosberg am Ende enttäuscht. Er hatte sich einen Platz in der ersten Startreihe erhofft. Rosberg sieht zwei Gründe, warum am Ende nur Startplatz fünf mit 1,1 Sekunden Abstand heraussprang. "Irgendetwas am Unterboden war lose. Wahrscheinlich wurde er auf der großen Bodenwelle in dem neuen Streckensektor beschädigt und ist dann immer nach oben und unten geklappt. Das war bestimmt nicht hilfreich."

Auch die Reifen spielten laut Rosberg eine Rolle. "Die weiche Mischung fühlte sich bis zum zweiten Qualifikationsabschnitt eigentlich noch ganz gut an, deshalb bin ich dabei geblieben. Die harten Reifen wären in Bezug auf die Rundenzeit ein zu großes Risiko gewesen. Doch dann haben die Hinterreifen während der Runde überhitzt. Es war nicht mehr möglich, konstant zu fahren. Alles hing davon ab, wie aggressiv man die Runde begonnen hat. Ich glaube, das ist auch der Grund dafür, warum die Abstände in den Top Ten so groß sind."

Nico Hülkenberg :

Nico Hülkenberg stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Platz 13, eine halbe Sekunde hinter Teamkollege Rubens Barrichello, verhagelte dem jungen Mann aus Emmerich die Laune. "Ich bin frustriert. Erstens ist das Auto nicht mehr so wie bei den Testfahrten, und zweitens habe ich einen Fehler gemacht. Ich wollte in der Zielkurve zuviel. Das hat mich eine halbe Sekunde gekostet." Der Einwand, dass man von einem Debütanten nicht erwarten könne, auf Anhieb mit einem 285-fachen GP Teilnehmer mitzuhalten, lässt Hülkenberg nicht gelten: "Mich interessiert nicht, wie viele Rennen Rubens gefahren ist, wie oft er gewonnen hat oder Weltmeister war. Ich will ihn schlagen. Das ist meine Denke."

Generalprobe und Premiere sind nicht immer das gleiche. Das musste auch Deutschlands jüngster Formel 1-Pilot einsehen. "In den freien Trainingssitzungen hatte ich Rubens im Griff. Aber er kann halt, wenn es ernst wird, noch ein paar Schippen drauflegen. Da hat er mit seiner Erfahrung die nötige Sicherheit. Doch das muss ich auch lernen." Etwas ratlos ist Hülkenberg, wenn er die Leistung seines Autos erklären soll. "Beim letzten Test in Barcelona waren wir bei der Musik. Jetzt fehlt eine Sekunde. Irgendwie fehlt Grip. Wahrscheinlich hat es mit der Temperatur zu tun. Das ist der einzige Unterschied zu Barcelona."

Adrian Sutil:

Mit einem zehnten Platz hat Adrian Sutil seine guten Trainingseindrücke bestätigen können. Der Deutsche war anschließend entsprechend zufrieden über den Startplatz in den Punkten. "Es hat heute wirklich gut gepasst. Ich bin zufrieden mit dem Auto. Außerdem habe ich die harten Reifen am Start. Ich denke schon, dass das ein Vorteil ist." Als einziger Pilot setzte Sutil im Q3 auf den harten Gummi. "Da hatte ich einfach mehr Vertrauen. Der war für uns der konstantere Reifen", begründete Sutil die Entscheidung.

Im Rennen könnte die Reifenwahl der entscheidende Trumpf werden. "Am Ende können wir noch mal auf den weichen Reifen wechseln und hoffentlich noch einmal zulegen." Das Problem liegt allerdings am Start. "Da sind die anderen mit den weichen Reifen im Vorteil. Da muss ich aufpassen." Im zweiten Qualifying lag Sutil sogar vor Michael Schumacher, am Ende war er knapp sieben Zehntel langsamer. "Das ist schon etwas überraschend. Ich hatte schon gedacht, dass sie ein paar Zehntel weg sind. Aber dass es jetzt so eng ist, damit konnte man nicht rechnen. Aber gehofft hatte ich es schon."

Timo Glock :

Timo Glock muss sich bei Virgin an neue Maßstäbe gewöhnen. Das Team befindet sich mitten in einem harten Lernprozess. Immerhin kam Virgin ohne technische Probleme durch das erste Qualifying. "Einige im Team waren enttäuscht, dass wir nur auf dem 19. Platz stehen, aber für mich war es klar, dass der 19. Platz das Beste war, was wir erreichen konnten." Am Ende war der Odenwälder zufrieden mit der Performance seines Dienstwagens: "Für mich war es eine Überraschung, dass wir nur 1,3 Sekunden rückstand auf Toro Rosso haben. Das sah in den Wintertests noch nach mehr aus."

Allerdings bleibt auch noch genügend Raum für Verbesserungen. "Heute morgen dachten wir, dass wir im Qualifying eine Zeit um die 1.58,700 fahren könnten, das haben wir leider nicht geschafft. Aber wir sind trotzdem das beste Team unter den Neulingen." Stärken und Schwächen seines Autos haben sich an diesem Wochenende deutlich gezeigt: "Es ist insgesamt schwierig mit dem Auto zu arbeiten. Es verhält sich sehr unruhig auf den Bodenwellen. Der Motor läuft dagegen ziemlich gut, ich war überrascht wie viel Power der hat."

Wie es im Qualifying für Michael Schumacher lief lesen sie hier:

Schumacher: "Wie bei meinem ersten Formel 1-Start"


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