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Red Bull beim GP Deutschland

Vettel und Webber spielen Krach herunter

Webber und Vettel Foto: Red Bull 18 Bilder

Red Bull bemüht sich vor dem GP Deutschland um Ruhe im Team. Sebastian Vettel und Mark Webber haben in Hockenheim ihren seit Wochen schwelenden Streit heruntergespielt. "Egal wer gewinnt. Wir sind ein Team", sagte Vettel.

22.07.2010

Beim ersten gemeinsamen Auftritt vor dem GP Deutschland präsentierte sich das zuletzt wutschnaubende "Bullen-Duo" Sebastian Vettel und Mark Webber lammfromm. "Egal wer gewinnt. Wir sind ein Team", versicherte Vettel am Donnerstag (22.7.) vor seinem Heimspiel auf dem Hockenheimring. "Ich habe kein Problem mit Sebastian", beteuerte sein australischer Formel-1-Stallrivale.

Webber bedauert seine Aussagen nicht

Zwei Stunden zuvor hatte Webber bei einem PR-Termin noch seine Verbalattacken von Silverstone verteidigt. "Ich bedaure nichts", sagte der Red-Bull-Pilot. Webber hatte nach dem Großen Preis von Großbritannien scharf kritisiert, dass Vettel kurzfristig einen neuen Frontflügel für den Rennwagen erhalten hatte, der ursprünglich ihm zugesagt war. Nach seinem Sieg hatte der Australier gespottet: "Nicht schlecht für einen Nummer-2-Fahrer."
 
Möglicherweise wirkte Michael Schumacher bei der Pressekonferenz des Internationalen Automobil-Verbandes FIA besänftigend auf die beiden Streithähne. Der Rekord-Weltmeister saß auf dem Podium als Puffer zwischen beiden. Mal brachte der bestens aufgelegte Mercedes- Mann seinen Kumpel Vettel zum Schmunzeln. Dann schwatzte er mit Webber.
 
"Einige wollen Erzrivalen aus uns machen. Aber wir haben ein normales Verhältnis, arbeiten wie immer im Team. Mehr ist da nicht", beteuerte Webber, dass es sich zwischen ihm und dem Deutschen um normale Rivalität handle. "Wir lernen daraus als Team, und das ist ja auch nicht verkehrt." Vettel verteidigte sich ähnlich: "Am wichtigsten ist, dass wir wissen, worauf wir den Fokus richten müssen."

Konflikt begann in Istanbul

Der Vizeweltmeister aus Heppenheim strebt am Sonntag seinen ersten Heimerfolg an. Den Sieg der Formel-1-Fahrer bei einem Benefiz-Kick gegen eine Promiauswahl am Mittwochabend hatte der 23-Jährige wegen einer Oberschenkelverletzung verpasst.
 
Zwischen Vettel und Webber hatte es in dieser Saison schon häufig gekracht. Am schärfsten war der Konflikt zwischen den beiden Titelkandidaten in der Türkei Ende Mai ausgebrochen. Als der Deutsche den führenden Red-Bull-Kollegen überholen wollte, kollidierten beide. Vettel schied nach dem Crash aus, Webber wurde noch Dritter. Das McLaren-Duo Lewis Hamilton und Jenson Button profitierte von der "Hornochsen"-Aktion und feierte einen Doppelerfolg.
 
"In Istanbul hatte McLaren einen Vorteil", räumte Webber ein. Für Silverstone könne man das nicht sagen. Dort hatte der Australier Vettel nach dem Start leicht abgedrängt, der sich kurz darauf einen Reifen ruinierte, deshalb unplanmäßig früh an die Box musste und nur Siebter wurde. "So etwas kann an diesem Wochenende wieder passieren", sagte Webber.

Horner räumt Kommunikations-Fehler ein

In der WM haben derartige Attacken Red Bull die Führung gekostet. Vor dem GP Deutschland liegt Hamilton mit 145 Punkten vor Titelverteidiger Button (133) vorn. Webber (128) ist Gesamtdritter vor Vettel (121).
 
Der Dauerkrach hat auch die Teamverantwortlichen aufgeschreckt. "Bezüglich der Kommunikation mit den Fahrern hätten wir aber einen besseren Job machen können", räumte Teamchef Christian Horner ein. Webber hatte in Silverstone erst kurz vor der Qualifikation erfahren, dass er den ihm zugesagten Frontflügel an Vettel "verleihen" musste. Die ganze Geschichte sei auch etwas aufgebauscht worden, versuchte Horner, den Vorfall herunterzuspielen. "Da ist mehr draus gemacht worden, als wirklich passiert ist."

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