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Sebastian Vettel vs. Fernando Alonso

Neue Regel wird Vettel zum Verhängnis

Motor Racing - Formula One World Championship - Italian Grand Prix - Race Day - Monza, Italy Foto: xpb.cc 46 Bilder

Der Zweikampf zwischen Fernando Alonso und Sebastian Vettel wurde nach dem GP Italien im Fahrerlager heiß diskutiert. Es war ein Déjà vu zum Vorjahr, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Gleiche Kurve, gleiche Darsteller. Nur Vettel wurde diesmal bestraft. Alonso ging 2011 leer aus. Wir erklären Ihnen warum.

09.09.2012 Michael Schmidt

Diese Szene kam allen bekannt vor. In der 26. Runde greift Fernando Alonso den Red Bull von Sebastian Vettel in der Curva Grande an. Tempo: ungefähr 300 km/h. Alonso greift außen an. Vettel rückt nach links. Da geht dem Ferrari die Straße aus. Alonso fährt mit allen vier Rädern durch das Gras und muss seinen Überholversuch abbrechen. Erst drei Runden später kommt er an Vettel vorbei. Im letzten Jahr hatten sich die beiden ebenfalls in der Curva Grande duelliert. Damals musste Vettel aufs Gras ausweichen, zog aber sein Überholmanöver durch.

Vettel bekommt Durchfahrtsstrafe

Alonso ging damals straffrei aus. Vettel musste den Bußgang durch die Boxengasse antreten. Sein Team und er selbst fanden die Bestrafung zu hart. Sie führten es darauf zurück, dass sich Alonso plakativ am Funk beschwerte, was bei den Sportkommissaren offenbar Eindruck gemacht hat. Das war ein Trugschluss. Vettel wurde einzig und allein deshalb bestraft, weil sich seitdem die Regeln geändert haben.

Der Red Bull-Pilot kann sich bei Nico Rosberg dafür bedanken, dass seine Aktion geahndet wurde. Rosberg hatte beim GP Bahrain Fernando Alonso und Lewis Hamilton von der Strecke gedrängt, als diese auf einer Geraden einen Angriff gestartet haben. Das führte hinterher in Fahrerkreisen zu wilden Diskussionen darüber, was erlaubt ist und was nicht.

Beim GP Kanada präsentierte FIA-Rennleiter Charlie Whiting den Piloten einen neuen Verhaltenskodex für Zweikämpfe dieser Art. Wenn der Hintermann seinen Frontflügel neben die Hinterräder des Vordermannes setzt, dann muss der Vordermann eine Wagenbreite Platz lassen. Auf der Rennstrecke wohlgemerkt. Das war bei Vettel nicht der Fall. Deshalb kam es automatisch zu einer Bestrafung. Die Sportkommissare konnten gar nicht anders. Hätte es diese Regel schon 2011 gegeben, wäre auch Alonso einmal durch die Boxengasse geschickt worden, denn auch er hatte Vettel nicht den geforderten Platz gelassen. Im nächsten Jahr soll die Klarstellung einer Regel in das Sportgesetz aufgenommen werden.

Schaden an Alonsos Ferrari

Der Ferrari nahm bei der Rallyeeinlage Schaden. Ein Loch im Unterboden, ein Stück aus dem Diffusor gebrochen, dazu ein Folgeschaden an einem der hinteren Stoßdämpfer. Alonso wurde von seinem Renningenieur Andrea Stella im Finale angewiesen langsamer zu fahren. Eine Zielankunft war wichtiger, als im Duell gegen Sergio Perez etwas zu riskieren. Die Schäden am Auto haben den Abbau der Reifen verstärkt. Er fiel höher aus, als es Ferrari nach dem Rennen erwartet hat. Alonso maulte nach seiner Begegnung mit Vettel. "Ich hing zehn Runden hinter Vettel fest. Das war eindeutig zu lang. Sonst sage ich nichts dazu."
 

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