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Vettel vs. Alonso

WM-Aspiranten im Titel-Check

Vettel vs. Alonso GP Italien 2012 Foto: xpb 94 Bilder

Mit Sebastian Vettel und Fernando Alonso kommen praktisch nur noch zwei Kandidaten für den WM-Titel in Frage. Der große Titelcheck zeigt, wer von beiden in den letzten vier Rennen die besseren Karten hat.

24.10.2012 Tobias Grüner

Faktor Speed:

Seit drei Rennen ist Sebastian Vettel ungeschlagen. 147 Führungsrunden hat der Weltmeister dabei in Folge gesammelt. Der Faktor Speed spricht somit eindeutig für den Heppenheimer. Der Red Bull ist nach den letzten Updates groß in Form gekommen. Drei Zehntel fehlten Fernando Alonso zuletzt im Qualifying von Korea. Ohne Verbesserungen wird es schwer für Ferrari. Vorteil Vettel.

Faktor Zuverlässigkeit:

Zwei Mal ist Sebastian Vettel bereits von der Lichtmaschine zur Aufgabe gezwungen worden. Bei Fernando Alonso hat die Technik dagegen bisher immer mitgespielt. Problem für den Spanier ist nur, dass er wegen seines mangelnden Qualifying-Speeds zumeist im Getümmel starten muss. Dadurch ist der Ferrari anfälliger für Kollisionen in der ersten Runde wie in Spa oder Suzuka. Kein Vorteil.

Faktor Updates:

Red Bull hat seine große Technik-Offensive bereits gezündet. Kann Ferrari noch einmal kontern? Aus Maranello hört man, dass zuletzt viele neue Teile für den Saisonendspurt entwickelt wurden. Die Scuderia absolvierte extra noch einen extra Straight-Line Aerodynamik-Test vor dem Rennen Korea. Normalerweise gilt die Regel: Wer hinten liegt, hat mehr Potenzial sich zu verbessern.

Doch der Angriff könnte verpuffen. Laut Red Bull-Berater Helmut Marko hat auch das Weltmeisterteam für den Endspurt etwas im Köcher. Teamintern spricht man davon, dass der RB8 bis Abu Dhabi noch einmal eine Sekunde schneller werden soll. Die Frage lautet nun, bei wem die neuen Teile besser einschlagen. Bei der Erfolgsrate der Updates konnte Ferrari zuletzt nicht mit Red Bull mithalten.

Faktor Team:

Trotz des mangelnden Speeds des Autos hat Fernando Alonso die WM über weite Strecken angeführt. Ohne ein funktionierendes Team im Hintergrund wäre das nicht möglich. Alles ist auf den zweifachen Weltmeister zugeschnitten. Felipe Massa spielt nur die zweite Geige. Bei der Strategie erlaubt sich die Scuderia kaum Fehler, genau wie bei den Boxenstopps. Bei Red Bull verlangt Mark Webber immer noch Gleichbehandlung. Das könnte im WM-Finale zum Problem werden. Vorteil Ferrari.

Faktor Strecken:

Indien, Abu Dhabi, Austin und Brasilien stehen auf dem Programm. Für die Premiere in Texas gibt es keine Anhaltspunkte. Die anderen drei Rennen hat Vettel alle schon mindestens einmal gewonnen. Auch für Alonso sind keine großen Hindernisse dabei. Allerdings hätte Ferrari lieber ganz schnelle Strecke, auf denen der Abtrieb reduziert werden muss. Die gute Mischung in den letzten Rennen bringt keinem Team einen entscheidenden Vorteil.

Faktor Erfahrung:

Fernando Alonso kann auf 193 Grand Prix-Rennen zurückblicken. Sebastian Vettel war 97 Mal dabei, als die Startlichter ausgingen. Einen großen Vorteil sollte sich Alonso darauf aber nicht einbilden. Schon 2010 blieb Vettel im engen Finale eiskalt und lies die Konkurrenz im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen. Beide Piloten sind zwei Mal Weltmeister. Unwahrscheinlich, dass einer von beiden plötzlich nervös wird.

Faktor Teamkollege:

So praktisch für Fernando Alonso ein Teamkollege ist, der auf Wunsch Platz macht, so unpraktisch ist Felipe Massa, wenn es darum geht, den Konkurrenten Punkte zu klauen. Nur einmal landete der Brasilianer in diesem Jahr vor Vettel - als dieser in Monza ausschied. Webber brachte seinen Red Bull dagegen schon sieben Mal vor Alonso ins Ziel. 16 Punkte klaute er dem Spanier dabei und leistete somit entscheidend Schützenhilfe für Vettel. Allerdings kam Webber auch fünf Mal vor seinem Teamkollegen ins Ziel, was den Heppenheimer acht Zähler kostete.

Fazit:

Es gibt kaum Faktoren, die gegen einen dritten WM-Titel für Sebastian Vettel sprechen. Wenn alles normal läuft, dürfte sich der Heppenheimer die Führung nicht mehr nehmen lassen. Diese Saison hat aber gezeigt, dass man sich nicht zu sicher sein darf. Ein kleiner Fehler oder Technik-Pech kann das enge Duell bereits entscheiden.

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