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Vettel vs. Button

Vettel entgeht Strafe nach Bremstest

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Singapur  2012 Foto: xpb 57 Bilder

Update ++ Urteil ++ Sebastian Vettels Singapur-Sieg geriet nach der Zieldurchfahrt noch einmal in Gefahr. Die FIA-Kommissare untersuchten eine gefährliche Situation beim Neustart nach der ersten Safety-Car-Phase. Am Ende zeigten die Schiedsrichter aber Gnade.

23.09.2012 Tobias Grüner

In der 37. Runde des GP Singapur hätten sich die beiden führenden Piloten beinahe gegenseitig ihr Rennen zerstört. Als die Strecke nach der ersten Safety-Car-Phase wieder freigegeben wurde, bestimmte Sebastian Vettel an der Spitze das Tempo. In den letzten Kurven gab der Red Bull Gas, bremste danach aber gleich wieder ab. Jenson Button - von dem Manöver komplett überrascht - wäre dem Red Bull beinahe ins Heck gekracht.

Vettel mit regelwidrigem Neustart?

Über Funk beschwerte sich der Brite sofort bei seiner Box. Er forderte die Rennleitung auf, sich die Szene noch einmal genauer anzusehen. Die FIA-Kommissare verschoben die Untersuchung aber nach die Siegerehrung. So konnten beide Piloten befragt und die Telemetrie-Daten eingesehen werden.

Die Teamchefs hatten dazu zwei unterschiedliche Meinungen: "Der Führende darf das Tempo bestimmen. So einfach ist das", erklärte der Red Bull-Capo Christian Horner. Kollege Martin Whitmarsh widersprach: "Wer beim Restart Gas gibt, muss danach konstant auf dem Gas bleiben, um niemanden zu gefährden."

Ein Blick ins Regelbuch bringt keine eindeutige Auflösung. Paragraf 40.5 des Formel 1-Sportgesetzes besagt, dass in einer Safety-Car-Phase kein Pilot "unnötig langsam oder unberechenbar oder in einer Art und Weise, die für die anderen gefährlich sein könnte, fahren darf."

Regeländerung nach Hamilton-Manöver

Das Kuriose: Der Paragraf wurde erst nach einem Vorfall in der Saison 2007 in das Gesetzbuch aufgenommen. Damals war Vettel direkt beteiligt, weshalb er die Regel eigentlich kennen sollte. Beim GP Japan in Fuji war der damalige Toro Rosso-Pilot seinem heutigen Teamkollegen Mark Webber in einer Safety-Car-Phase ins Heck gekracht.

Auslöser war ein abruptes Bremsmanöver von Spitzenreiter Lewis Hamilton, von dem Vettel und Webber überrascht wurden. Die schlechte Sicht im Regen spielte ebenfalls eine Rolle. Hamilton konnte damals nicht belangt werden, weil die Regeln noch nicht präzise genug waren.

Drei Stunden nach der Zieldurchfahrt kam endlich die Entwarnung für Vettel. Die vier FIA-Kommissare verzichteten auf weitere Maßnahmen. Der Deutsche durfte den Siegerpokal behalten. Das einzig Ärgerliche: Seinen Flieger nach Zürich hatte der Weltmeister durch die Verhandlung verpasst.

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