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Vettel vs. Ricciardo

"Keine Strafe war richtige Entscheidung"

Sebastian Vettel - GP Mexiko 2015 Foto: xpb 57 Bilder

Sebastian Vettel geriet schon in der zweiten Kurve mit seinem ehemaligen Teamkollegen Daniel Ricciardo aneinander. Im ersten Moment machte er den Red Bull-Piloten als Schuldigen aus. Später musste Vettel zugeben: "Keine Strafe war die richtige Entscheidung."

01.11.2015 Tobias Grüner

Bei Sebastian Vettel lief in Mexiko alles schief, was schiefgehen konnte. Ein Plattfuß in Runde 1, ein Dreher in Runde 17 und ein Crash in Runde 52, der das Rennen schließlich auch beendete. Entsprechend bedient war der Heppenheimer nach dem Rennen. Für Interviews war Vettel zunächst nicht in Stimmung.

Vettel zieht erste Aussage zurück

Nachdem er sich die Szenen noch einmal mit seinem Renningenieur angeschaut hatte, nahm Vettel aber doch noch ausführlich Stellung. Vor allem die Bewertung der Kollision mit Daniel Ricciardo, durch die er sich einen Reifenschaden eingehandelt hatte, änderte sich. In der Hitze des Gefechts hatte sich Vettel per Funk über die Fahrweise des Australiers und dessen aussichtslosen Angriff beklagt.

"Zunächst war ich sicher etwas wütend, weil das Rennen damit verloren war. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es im Startgetümmel passiert ist und es deshalb die richtige Entscheidung war, keine Strafe auszusprechen", gab sich der Vierfach-Champion doch noch versöhnlich.

"Daniel hatte keinen Platz mehr zum ausweichen. Er hat was versucht, aber da war einfach nicht genug Raum. Ich habe ihn im letzten Moment gesehen und noch versucht, die Lenkung aufzumachen. Aber er war zu schnell für die Linie, die er versucht hat zu nehmen. Dann haben wir uns berührt. So etwas macht man nicht mit Absicht. Deshalb kann man da auch keine Strafe geben. Ich gebe ihm auch keine Schuld."

Ricciardo weist Schuld von sich

Ricciardo selbst kommt zu einer ähnlichen Einschätzung. Er konnte den ersten Frust seines Gegners aber nachvollziehen: "Ich war selbst nicht happy mit der Aktion. Da hätte auch mein Rennen zerstört sein können. Ich habe aber gar nicht versucht, ihn anzugreifen. Beim Start liegen alle Fahrzeuge eng zusammen. Es gibt nicht viel Platz. Ich war einfach nur da. Er hat den Scheitel der Kurve genommen, als hätte er mich gar nicht wahrgenommen."

Am Ende war es egal. Ricciardo konnte weiterfahren und landete auf Rang 5. Vettel beendete sein Rennen in der Bande. Der Crash in Kurve 7 sah etwas seltsam aus. Doch der Pilot nahm die Schuld auf sich: "Der Crash war mein Fehler. Mit dem Auto war alles in Ordnung. Ich bin die Kurve mit mehr oder weniger dem gleichen Speed gefahren wie zuvor. Dann habe ich plötzlich das Auto verloren. Es war schon das ganze Wochenende tückisch. Aber ich will nicht die Bedingungen oder die Strecke als Ausrede gelten lassen."

"Am Ende war es mein Fehler. Ich habe da wohl etwas zu viel gewollt. Wir haben schon zuvor gesehen, dass es böse enden kann, wenn man den Grip verliert - je nachdem wo es passiert. Ich hatte das ganze Wochenende keine Zwischenfälle und dann habe ich mich im Rennen gleich 2 Mal gedreht. Mit dem Tag kann ich sicher nicht glücklich sein", so das Fazit des sichtlich geknickten Piloten.

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