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Vettel vs. Webber beim GP Brasilien

Noch keine Stallregie bei Red Bull

Mark Webber Foto: xpb 25 Bilder

Der Doktor sprach ein Machtwort. Helmut Marko transportierte den Wunsch von Red Bull-Teambesitzer Dietrich Mateschitz mit nach Interlagos. Es wird beim GP Brasilien keine Stallregie geben. Sebastian Vettel und Mark Webber dürfen frei fahren.

07.11.2010 Michael Schmidt

Dr. Helmut Marko ist der heimliche Chef von Red Bull. Hinter Besitzer Dietrich Mateschitz natürlich. Marko machte nach der Qualifikation zum GP Brasilien eine klare Ansage: "Es wird morgen keine Stallorder geben." Stattdessen gibt es eine Aussprache am Sonntagmorgen im Rahmen der üblichen Strategiesitzung.

"Wir werden den Fahrern noch einmal unseren Standpunkt erklären. Beide sollte es schätzen, dass wir sie frei fahren lassen. Das ist unsere Rennkultur. Sie sollen sich auf das Rennfahren konzentrieren und nicht darauf, Politik zu machen." Der Vorwurf ging in Richtung von Webber, der den englischen Journalisten mit seinem Kommentar, Vettel sei das Liebkind des Teams, eine Steilvorlage gab.

Vettel und Webber müssen vor Alonso ins Ziel kommen

Muss man Angst haben, dass sich der Zweite und Dritte des Trainings im Eifer des Gefechtes von der Piste räumen, wie es beim GP Türkei schon einmal passiert ist? "Beide wissen, dass sie in erster Linie für das Team fahren. Und beide müssen vor Alonso ins Ziel kommen", erwidert Marko.

Mark Webbers früherer Chef Patrick Head kann sich nicht vorstellen, dass der Australier freiwillig hinter Vettels ins Ziel fahren wird. "Mark wird sich nicht darauf einlassen, dass die Sache in Abu Dhabi entschieden wird. Das wäre viel zu riskant." Lewis Hamilton antwortet auf die Frage, ob er vom Red Bull-Zwist profitieren könnte: "Ich richte mein Rennen nicht danach aus, dass sich die Red Bull-Fahrer in die Haare kriegen. Der Plan ist, beide auf der Strecke zu schlagen."

Stallregie in Abu Dhabi?

Es gibt allerdings ein Szenario, das die Red Bull-Strategen in die Bredouille bringen könnte, auch wenn Fairplay Vorrang hat. Und das ist nicht mal so unwahrscheinlich. Wenn in Brasilien Vettel vor Webber und Alonso gewinnt, und in Abu Dhabi die drei in der gleichen Reihenfolge dem Ziel entgegenfahren, dann wäre Alonso Weltmeister. Weil Vettel nur 20 und Webber nur sechs Punkte auf den Spanier aufholen würden. Was machen Sie dann, Herr Marko? "Dann werden wir unsere Fahrer daran erinnern, dass sie Teamplayer sind."

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