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Vettel zur Hamilton-Rosberg-Kollision

"Im Endeffekt war es ein Rennunfall"

Sebastian Vettel - Ferrari - GP England - Silverstone - Formel 1 - Donnerstag - 7.7.2016 Foto: xpb 141 Bilder

Durch den Mercedes-Crash in Österreich ist der Reifenplatzer am Ferrari von Sebastian Vettel in den Hintergrund gerückt. Der Heppenheimer äußerte sich im Vorfeld des GP England zur Situation bei Mercedes, verteidigte abermals die Ferrari-Strategie und lobte seine Mannschaft.

07.07.2016 Andreas Haupt 1 Kommentar

Ein Thema überstrahlt im Fahrerlager von Silverstone jedes andere: Die Kollision zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg beim letzten Rennen in Österreich. Klar, dass auch Sebastian Vettel am Donnerstag zu seiner Meinung befragt wurde. „Eigentlich interessiert mich das nicht“, wehrte der Ferrari-Star zunächst ab, um dann doch noch ausführlicher zu werden. „Im Endeffekt war es ein Rennunfall. Nur der Fakt, dass sie Teamkollegen sind, macht es speziell. Es ist nicht das erste Mal, dass zwei Fahrer kollidieren und unterschiedlicher Meinung sind“, befindet der viermalige Formel 1-Weltmeister.

Vettel könnte mit Stallregie leben

Ein Problem damit, dass der Fokus vor dem zehnten Rennen des Jahres nun auf dem Silber-Duo liegt, hat Vettel nicht. Im Gegenteil. „Das Ganze ist gut für den Sport.“ Mit anderen Worten: Die Königsklasse des Motorsportss ist durch den Crash im Lager des Weltmeister-Teams in den Schlagzeilen. Sogar während der Fußball-EM.

Der Unfall brachte natürlich das Wort „Teamorder“ auf die Agenda. Wie würde Vettel reagieren, wenn ihm sein Ferrari-Team den Befehl erteilen würde, für Kimi Räikkönen zu fahren. Im Fall der Fälle. „Ich kann mit Stallregie leben. Zuerst einmal fahren wir für das Team“, sagt der Heppenheimer, der Vergleiche zwischen der Rivalität von Alain Prost und Ayrton Senna mit der von Hamilton und Rosberg nicht für passend hält. „Ich erinnere mich nicht daran, dass Senna und Prost zusammen Kart gefahren sind, und gute Freunde waren.“

Vom Unfall der beiden Meisterschaftsführenden profitierte Vettel nicht. Zu diesem Zeitpunkt war das Auto mit der Startnummer fünf schon lange aus dem Rennen. Ein Reifenplatzer zwang Vettel vorzeitig zur Aufgabe. Mit den wenigen Überresten des zerstörten rechten Hinterreifens analysierte Pirelli den Grund für die Explosion. Der Reifenlieferant stellte keine Übermüdung fest, und schlussfolgerte, dass ein Trümmerteil den schwarzen Gummi vernichtete haben muss.

Vettel mit seinem Paket zufrieden

Nicht wenige Experten urteilten, dass Ferrari mit seiner Strategie, Vettel so lange auf den Supersoft-Reifen draußen zu lassen, falsch handelte. Weil der Ferrari-Star mit den abgewetzten Reifen zu viel Zeit einbüßte, die er trotz frischerer Pneus im Endspurt wohl nicht mehr hätte aufholen können. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass große Fragezeichen über der Taktik im roten Lager schwebten. „Im Nachhinein kann man klar sagen, dass wir früher stoppen hätten sollen“, sagte Vettel in Silverstone.

Der viermalige Weltmeister verteidigte abermals seine Mannschaft. „Der Reifenschaden hat uns überraschend getroffen. Wenn es wirklich ein Fremdkörper war, hätte es uns auch schon in der zweiten Runde passieren können. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass auch andere Probleme hatten. Ich denke da zum Beispiel an Ricciardo in China. Er hatte damals Glück, dass sein Reifen kurz vor der Boxeneinfahrt geplatzt ist, und dass das Safety Car rauskam.“ Die Strategie sah er nicht als falsch an. „Es hätte noch ein gutes Rennen werden können.“

Das dritte punktlose Rennen 2016 warf Vettel in der WM weiter zurück. Auf den WM-Spitzenreiter Rosberg fehlen ihm 57 Punkte. „Die Saison hätte besser laufen können, ja. Mit unserem Paket können wir aber insgesamt zufrieden sein. Aber nicht ganz zufrieden. Unzufrieden wäre sicher ein zu hartes Wort. Wir müssen uns jetzt auf jedes Rennen einzeln konzentrieren“, meint der 29-Jährige, der den GP England 2009 für sich entschied und in Silverstone zweimal auf der Pole-Position stand.

Ein explizites Defizit an seinem Ferrari SF16-H sieht Vettel nicht. „Es gibt nicht einen speziellen Kurventyp, indem wir viel einbüßen. In den langsamen Kurven sehe ich uns stark. Meistens zumindest. In mittelschnellen und schnellen fehlt noch ein bisschen was.“ Vettel hält fest und lobt sein Team einmal mehr: „Unser Fortschritt in den letzten ein bis anderthalb Jahren ist phänomenal.“

Neuester Kommentar

Für mich war es ein Rennunfall. Aber das Verhalten von Lauda finde ich falsch. Er spricht sofort Nico Schuldig. Ich hätte Lauda gerne einmal in seiner Profizeit gehört wenn er ein paar Meter vor dem Ziel einen anderen Fahrer hätte durchwinken sollen, sein Schützling aus England macht das jedenfalls auch nicht. An Nico Stelle hätte ich seinen Vertrag bei Mercedes auf keinen FAll verlängert, denn solange Lauda dort das Sagen hat wird er nie Weltmeister werden.

Peter Backes 10. Juli 2016, 19:14 Uhr
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