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Vettels 2. Tag im Ferrari SF15-T

"Wir haben eine gute Basis"

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1-Test - Jerez - 2. Februar 2015 Foto: Stefan Baldauf 34 Bilder

Sebastian Vettel führte auch am zweiten Testtag die Zeitentabelle in Jerez an. Das stimmt den ehemaligen Red Bull-Piloten zuversichtlich. Man habe eine Basis, auf der man aufbauen könne. Doch Vettel tritt auch auf die Euphorie-Bremse.

02.02.2015 Andreas Haupt

Besser hätte sich Sebastian Vettel seinen Start bei Ferrari nicht vorstellen. Bestzeit am 1. Testtag in Jerez, Bestzeit am 2. Testtag. Schon um 10:44 Uhr, also 1 Stunde und 44 Minuten nach dem Beginn, brannte der viermalige Weltmeister seine schnellste Runde in den Asphalt. Seine Zeit von 1:20.984 Minuten auf Medium-Reifen blieb im weiteren Verlauf unangefochten. Der Tageszweite Felipe Nasr lag bereits über 8 Zehntel zurück.

Ferrari schnell und zuverlässig

Auch die Laufleistung stimmte. Der Heppenheimer legte insgesamt 89 Runden zurück. Das entspricht rund 390 Kilometern, also weit mehr als eine Renndistanz. "Es waren gute zwei Tage für uns. Wir hatten keine gröberen Zuverlässigkeitsprobleme und haben viele Daten gesammelt", bilanzierte der enthronte F1-Champion zufrieden. "Der erste Eindruck stimmt. Wir haben eine gute Basis. Darauf können wir aufbauen. Verglichen mit dem letzten Jahr sieht es für auch mich viel besser aus."

Vettel spielt auf seinen ersten Jerez-Test im vergangenen Jahr an. Damals noch auf Red Bull. Dort kam der neue Ferrari-Pilot wegen extremer Probleme am RB10 nur zwei Hände voll Runden zu fahren.

Trotz des positiven Starts will Vettel noch nicht zu euphorisch werden. Er weiß, dass das Zeitentableau mit Vorsicht zu genießen ist. Er weiß auch, dass sein neues Team im letzten Jahr nur 2 Podestplätze erringen konnte. "Wir müssen die Füße am Boden lassen und weiter hart arbeiten. Ich denke, wir müssen uns daran erinnern, wo wir her kommen", erklärt er. "Es kommt auch immer darauf an, was die anderen machen. Ich glaube, wir waren von der Zielsetzung her ein bisschen anders unterwegs als der Großteil. Mercedes fuhr zum Beispiel Longruns."

Erste Fahrt im Regen

In der letzten Stunde hatte der viermalige Weltmeister die Gelegenheit, den Ferrari SF15-T ein erstes Mal im Regen zu pilotieren. Auch unter Nassen Bedingungen war er der Schnellste. "Es war gut, die neuen Intermediates zu testen. Bei den kühleren Temperaturen hatte ich keine Probleme die Reifen auf Temperatur zu bekommen."

Bei Ferrari hat sich Vettel bereits gut eingelebt. "Es sind noch viele Dinge, an die ich mich gewöhnen muss, aber wir kommen schon ganz gut miteinander zurecht. Mein Renningenieur (Riccardo Adami) ist mir nicht ganz unbekannt, ihn kenne ich ja schon aus Toro Rosso-Zeiten. Für mich ist es ein neuer Schritt, aber das ist ganz normal. Die Philosophie ist anders. Aber die Leute machen es bisher einfach und versuchen mir alles zu erklären."

Vom Test in Jerez nimmt Vettel einen Berg voll Hausaufgaben mit. "Ich habe mir viele Sachen notiert. Kleinere und größere. Manche sind schnell umzusetzen, andere brauchen Zeit. Zum Beispiel sitzen meine Gurte noch nicht ganz richtig. Das geht aber ganz schnell. Wenn es dann ums Auto geht sind es größere Aufgaben, denen man sich widmen muss."

Räikkönen übernimmt von Vettel

An den letzten beiden Testtagen greift Kimi Räikkönen statt Vettel ins Ferrari-Steuer. Vettel wünscht sich, dass sein Teamkollege an seiner Arbeit anknüpfen kann. Für ihn geht es zwischen Jerez und Barcelona noch einmal in den Simulator.

Als er um kurz nach 17:00 Uhr aus dem Ferrari SF15-T stieg, hörte man kaltschende Hände in der Ferrari-Box. Auf den Applaus angesprochen witzelt Vettel: "Jeder war happy, dass ich das Auto nicht weggeschmissen habe. Die Jungs haben sowieso eine lange Nacht vor sich. Ich habe sie nicht verlängert."

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