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Benzinmengen-Begrenzung neu programmiert

Vettel stolpert über Benzinsensor

Red Bull - Formel 1 - GP Australien - 14. März 2014 Foto: ams 19 Bilder

Das Rätsel von Sebastian Vettels Trainingsproblem ist gelöst. Falsche Signale des Benzinmengen-Sensors zwangen Renault zu Anpassungen der Motorsoftware vor der Qualifikation. Und da war dann der Wurm drin.

16.03.2014 Michael Schmidt

Die Benzinregeln sind klar. Jeder Fahrer hat für die Renndistanz 100 Kilogramm Benzin (135 Liter) zur Verfügung. Gleichzeitig darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 100 Kilogramm Kraftstoff pro Stunde eingespritzt werden. Sensoren der Firma Gill messen die Durchflussmenge und geben den FIA-Kommissaren die Möglichkeit, jederzeit den Benzinverbrauch und Überschreitungen bei der Durchflussmenge an ihren Monitoren zu sehen. Nachdem es zu Beginn der Entwicklungsphase Probleme mit der Genauigkeit der Sensoren gab, entsprach die zweite Charge den Erwartungen der FIA.

Verbrauchsspitzen sorgten bei der FIA für Alarm

Trotzdem gab es im dritten freien Training Alarm. An einigen Autos, darunter auch Sebastian Vettels Fahrzeug wurde Spitzen gemessen, die deutlich über den erlaubten 100 Kilogramm pro Stunde lagen. Was auch an einem defekten Sensor lag. Die FIA-Inspektoren wiesen die Motorenhersteller an, die Software so anzupassen, dass diese Spitzen nicht mehr auftreten. Bei Daniel Ricciardo hat es funktioniert, bei Vettel nicht. Was zeigt, dass Renault in Bezug auf die Programmierung der Motorkennfelder weiter  nicht sattelfest ist. Einsatzleiter Remi Taffin: "Uns fehlt noch die Sicherheit, die Software konstant in den Griff zu bekommen."

Die FIA hat ebenfalls reagiert und den Algorithmus so geändert, dass in Zukunft nicht mehr so viele Warnmeldungen auftreten. Die Messfrequenz wurde verlängert. Das heißt: Treten jetzt Spitzen auf, wird über einen längeren Zeitpunkt kontrolliert, ob es entsprechende Aussschläge nach unten gibt. Wenn das eine das andere ausgleicht, unterdrückt das System die Warnmeldung.

Benzinverbrauchsmessung ist zuverlässig

Der Vorfall sorgte fünf Stunden vor dem Rennen im Fahrerlager für Unruhe. Einige Teams befürchteten, dass auf Basis der Sensormeldungen unter Umständen dann auch der Benzinverbrauch für das Rennen falsch berechnet wird. Andy Cowell schließt das aus: "Die Messungen sind präzise und zuverlässig. Der Fehler lag darin, dass zu früh Warnmeldungen abgegeben wurde. Außerdem haben alle Teams ihre eigenen Verbrauchsmessungen über die Einspritzdaten. Bei Unregelmäßigkeiten wird die FIA ihre Werte mit denen von den Teams abgleichen. So haben wir ein Sicherheitsnetz."

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