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Vettels Ferrari-Traum wird wahr

"Für den Anfang reicht es“

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Australien 2015 Foto: xpb 71 Bilder

Sebastian Vettel ist mit einem dritten Platz in seinen Ferrari-Traum gestartet. Mehr lag gegen die übermächtigen Mercedes nicht drin. Der erste Schritt ist getan. Der zweite wird schwerer.

16.03.2015 Michael Schmidt

Michael Schumachers erstes Ferrari-Rennen 1996 in Melbourne war schon vor der Zielflagge zu Ende. Der Rekord-Weltmeister schied mit einem Bremsdefekt aus. Sebastian Vettel schaffte 19 Jahre später bei seiner Ferrari-Premiere das, was Schumacher erst im zweiten Anlauf glückte. Er fuhr das rote Auto auf das Podium.

Der Abstand zu den siegreichen Mercedes betrug 34,523 Sekunden. Zieht man die drei Umläufe hinter dem SafetyCar ab, dann war der Ferrari im Schnitt um 0,627 Sekunden pro Runde langsamer als die Silberpfeile. Also gerade mal halb so viel wie in der Qualifikation. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen sagten übereinstimmend: "Im Rennen sind wir näher an Mercedes dran als im Training."

Ferrari hat Boden gut gemacht

Das lag am Benzinsparen. Die Mercedes konnten auf der Strecke mit dem höchsten Spritverbrauch nicht ihr Tempo fahren. Der gewonnene Abtrieb hat seinen Preis. Der Kraftstoffkonsum ist gestiegen. "Wir mussten mehr sparen als letztes Jahr", gab Nico Rosberg zu bedenken. Und genau in dem Punkt zeigt sich, wo Ferrari Boden gut gemacht hat. Der Benzinverbrauch war einer der wunden Punkte des Vorjahresmotors. Da fährt man mit Mercedes jetzt schon auf Augenhöhe. Was auch der Vergleich zwischen Vettel und Felipe Massa im Williams unterstreicht.

Es darf aber auch nicht vergessen werden, dass Fernando Alonso vor einem Jahr mit einem ähnlichen Rückstand auf den Sieger in die Saison gestartet ist. Dem viertplatzierten Alonso fehlten 35,284 Sekunden auf Nico Rosberg. Allerdings wurde Rosberg mangels Konkurrenz vor einem Jahr nicht gefordert. Diesmal lieferten sich die Mercedes-Piloten ein Duell auf Biegen und Brechen. "Wir haben nichts verschenkt oder zurückgehalten. Unsere einzige Bremse war der Spritverbrauch", gab Teamchef Toto Wolff zu.

Im Verlauf der Saison 2014 fiel Ferrari immer weiter hinter die Silberpfeile zurück. Das soll in diesem Jahr nicht passieren. "Für heute reicht der dritte Platz“, strahlte Vettel, erinnerte aber auch an den Auftrag für die Zukunft: "Mercedes fährt in einer eigenen Welt. Es gibt für uns noch viel zu tun. Aber jeder im Team weiß, wo wir hin wollen." Auch Teamchef Maurizio Arrivabene will sich mit der Kronprizenrrolle nicht zufrieden geben: "Wir müssen ab sofort aufhören, uns zu beglückwünschen, dass wir Zweiter sind. Das erste Ziel, zu Williams und Red Bull aufzuschließen, ist erreicht. Jetzt gibt es ein noch ein höheres Ziel."

Schlechter Start geht auf Vettels Kappe

Vettel kostete das erste Podium in Rot voll aus. Es war, als würde er jede Ferrari-Fahne einzeln zählen. "Früher sind mir die Fahnen gar nicht so aufgefallen." Der Deutsche sammelte mit seiner Begeisterung bei den Tifosi weitere Punkte. Es sei eine Ehre, für den berühmtesten Rennstall der Welt zu fahren, sagte er. "Früher war ich ein heimlicher Ferrari-Fan. Heute darf ich es offiziell sein."

Es war ein fast perfekter Nachmittag für den früheren Red Bull-Piloten. "Nur der Start hat nicht so gut funktioniert. Das geht auf meine Kappe. Ich hätte wacher sein müssen. Die Hinterräder haben zu stark durchgedreht. Zum Glück konnte ich auf der Bremse wieder etwas Boden gut machen.“ Der Rest des Rennens war ein Duell mit Felipe Massa. Der spätere Boxenstopp brachte Vettel am Williams vorbei.

Als alle damit rechneten, dass am Ferrari entweder die Reifen einbrechen oder der Sprit zur Neige geht, legte Vettel zu und hielt Massa auf Distanz. Sein Fazit: "Wir haben mit unserem Auto eine sehr gute Basis. Keiner hat sich über den Winter so stark vebessert wie wir. Ich habe immer von Ferrari geträumt. Der Traum ist zur richtigen Zeit wahr geworden."

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