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Sebastian Vettel
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Sebastian Vettel - GP Deutschland 2013 37 Bilder Zoom

Vettels Nürburgring-Erfolg: Sechs Faktoren zum Vettel-Sieg

Es klappte erst im sechsten Anlauf. Mit dem GP Deutschland hatte Sebastian Vettel eine Rechnung offen. Am Nürburgring hat er diese Lücke in seiner Vita geschlossen. Der Sieg war hart erkämpft und von sechs Faktoren abhängig. Wir zählen sie auf.

Statistik ist eine schöne Sache. Zahlenspiele und Rekorde haben schon immer ihren Reiz ausgeübt. Bis zum Sonntag, den 7. Juli 2012 hatte Sebastian Vettel noch nie einen Heim- Grand Prix gewonnen. Im Monat Juli gelang ihm noch nie ein Sieg. Und der letzte Triumph auf europäischem Boden war fast zwei Jahre her. Er datierte vom 11. September 2011. Da gewann Vettel den GP Italien in Monza.

Am Nürburgring brach der Weltmeister mit seinem vierten Saisonsieg, dem 30. seiner Karriere, endlich den Bann. Der GP Deutschland ist kein Schreckgespenst mehr. Für den Erfolg in der Eifel musste Vettel härter kämpfen als bei allen Rennen zuvor in diesem Jahr. "Das Rennen hätte keine zwei Runden länger dauern dürfen", gab Vettel zu. "Ich dachte, dieser Grand Prix geht nie vorbei."

Safety-Car schenkte Vettel-Gegnern Zeit

Das Wetter spielte eher Lotus und Ferrari in die Karten. Sie brauchen hohe Asphalttemperaturen, um die Reifen schnell in ihr Arbeitsfenster zu bekommen. Der Red Bull kommt mit jedem Wetter zurecht. Vettel hatte im Kampf gegen zwei Lotus nur fünf Runden Verschnaufpause. Es waren die fünf Runden hinter dem Safety-Car.

Das Safety-Car hat ihm das Leben aber gleichzeitig auch so richtig schwer gemacht. Es schenkte Kimi Räikkönen 12,3 und Fernando Alonso 19,4 Sekunden. Danach begann der Grand Prix für alle Sieganwärter mit neuen Reifensätzen noch einmal von vorne.

Räikkönen und Alonso hatten im Finale noch einmal je einen weichen Reifensatz in der Hinterhand. Red Bull sparte sich dafür einen frischen Satz der Marke "Medium" auf. Da ließ der Kommandostand Weitsicht walten. Für den dritten Stint nach der Safety-Car-Phase gab man Vettel gebrauchte Sohlen mit.

Sechs Faktoren für den Vettel-Sieg

Es war ein Rennen, bei dem Red Bull und Vettel alles richtig gemacht haben. Sechs Faktoren spielten den Weltmeistern den Sieg in die Hände.

Erstens: Der gute Start. Hätte sich Vettel hinter Lewis Hamilton anstellen müssen, wären Räikkönen, Grosjean und Alonso im ersten Stint nicht so weit zurückgefallen. Die Lotus-Piloten hätten Vettel dann vielleicht schon beim ersten Stopp überrumpeln können.

Zweitens: Die perfekten Boxenstopps. Vettels erster in der siebten Runde war mit 2,6 Sekunden Standzeit der beste des ganzen Rennens. Die Red Bull-Mechaniker ließen sich auch nach dem Zwischenfall an Mark Webbers Auto nicht aus der Ruhe bringen. Trotz Sicherheitsmodus wechselten sie die Reifen immer noch schneller als ihre Kollegen von Lotus.

Drittens: Die erfolgreiche Reparatur der KERS-Einheit. Ohne den 80 PS-Schub aus dem Elektromotor hätte sich Vettel auf Dauer nicht gegen Räikkönen und Grosjean verteidigen können. Das Problem tauchte in der 35. Runde auf und war in der 37. Runde wieder gelöst. "Das waren drei Runden Zittern", gab Teamberater Helmut Marko zu.

Viertens: Die Entscheidung, Grosjeans Strategie zu kontern, statt sich voll auf Räikkönen zu konzentrieren. "Hätten wir auf Kimi geachtet, wären wir Dritter geworden", glaubt Adrian Newey. Grosjean hätte sich dann vor Vettel setzen und ihn einbremsen können, was Räikkönen Luft gegeben hätte, mit einem späten Boxenstopp vorbeizuziehen.

Fünftens: Die Reifen. Die neuen Hinterreifen mit dem Kevlar-Gürtel waren verlässlicher als ihre Vorgänger. "Sie haben einigermaßen linear abgebaut", gab Newey zu.

Sechstens: Vettels fehlerlose Fahrt und seine Kompromisslosigkeit im Zweikampf. Der Weltmeister stand nie länger als zwei Runden hinter einem Konkurrenten an. Seine Gegner brauchten länger und verloren damit mehr Zeit im Verkehr. Das größte Problem bereitete Vettel die Überrundung der Caterhams in der Schlussphase. "Eines der grünen Autos hat uns eine ganze Sekunde gekostet", fluchte Marko. "Dieser Fahrer ist ganz klar mit der Formel 1 überfordert. Wenn einer drei Sekunden langsamer ist als die Spitze, muss er Platz machen." Umso mehr jubelte Marko über seinen Sieger: "Das war eine perfekte Fahrt auf höchstem Niveau."

Michael Schmidt

Autor

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Red Bull

Datum

10. Juli 2013
5 4 3 2 1 4,2 5 5
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