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Vettels Weltmeister-Saison in Bildern

Red Bull kommt spät, aber gewaltig

Sebastian Vettel - GP Italien 2013 Foto: Wilhelm 39 Bilder

Sebastian Vettel hat in Indien seinen Platz auf dem Formel 1-Olymp souverän verteidigt. So einfach, wie es zuletzt schien, war es in der Saison 2013 aber lange nicht. Wir zeigen Ihnen noch einmal die Stationen auf dem Weg zum 4. Titel.

29.10.2013 Tobias Grüner

Denkt man an die jüngsten Vorstellungen von Sebastian Vettel zurück, kann man gar nicht glauben, dass es in diesem Jahr auch mal Zeiten gab, an denen nicht alles rund gelaufen ist für den Heppenheimer. Vor allem zu Saisonbeginn konnten selbst kühne Optimisten eine frühzeitige Titelverteidigung im viertletzten Rennen nicht vorhersehen. Vettel machte es lange spannend, bevor er zu seinem furiosen Endspurt ansetzte.

Reifen machen Red Bull Probleme

In Australien hatte es im Qualifying kurzzeitig nach einer dominanten Saison ausgesehen. Dass der Kampf um die Pole Position wegen Dauerregens auf den Sonntag verschoben wurde, kümmerte Vettel wenig. Lewis Hamilton, der beste Nicht-Red Bull-Pilot, hatte am Ende fast 7 Zehntel Rückstand.

Doch im Rennen von Melbourne zeigte sich schnell, dass es nicht so einfach wird, wie es viele Experten erwarteten. "Hungry Heidi", wie Vettel sein Auto getauft hatte, fraß die Pirelli-Reifen zu schnell auf. Gegen Kimi Räikkönen und Fernando Alonso hatte der Deutsche keine Chance über die Distanz.

Erster Saisonsieg mit Beigeschmack

Auch in Malaysia lief trotz des ersten Saisonsiegs nicht alles reibungslos. Zuerst musste sich Vettel gegen die beiden Silberpfeile durchsetzen. Am Ende stand auch noch Mark Webber im Weg. Obwohl Teamchef Christian Horner einen Nichtangriffspakt verordnete, zog der Weltmeister mit frischeren Reifen in den Schlussrunden vorbei am Teamkollegen.

Die Missachtung der Stallregie war bei den Fans für mehrere Wochen das heiße Thema. Vettel selbst war es egal. "Ich war schneller, ich habe ihn überholt und ich habe das Rennen gewonnen", erklärte der Champion trotzig. Eine Entschuldigung sei nicht angebracht. Der Sieg brachte Vettel auch erstmals in dieser Saison an die WM-Spitze. Er sollte den Platz an der Sonne bis zum Saisonende nicht mehr abgeben.

In China war der Stallregie-Streit schnell vergessen. Pirelli rückte wieder in den Fokus des Interesses. Vor allem die weichen Reifen lösten sich in Shanghai schnell in Luft auf. Um sich frische Gummis für das Rennen aufzusparen verzichtete Vettel im Q3-Qualifying auf einen gezeiteten Run. Von Startplatz 9 ging es am Sonntag immerhin noch auf Rang 4. Mehr als Schadensbegrenzung war nicht drin.

Vettel mit Achterbahnfahrt zu Saisonbeginn

Nur eine Woche später in Bahrain sah man ein ganz anderes Bild. Vettel dominierte nach Belieben und ließ die beiden Lotus-Piloten auf dem Podium locker hinter sich. Beim Europa-Auftakt in Spanien fuhr die Red Bull-Achterbahn dann wieder abwärts. Alonso gewann sein Heimspiel souverän. Vettel verpasste auf Rang 4 das Podium und die Red Bull-Verantwortlichen schimpften wieder über die Reifen.

In Monaco war das schwarze Gold dann kein Thema mehr. Nico Rosberg bremste den Rest des Feldes clever ein und bot Vettel auf Rang 2 keine Angriffsfläche. Doch schon im Fürstentum wurde deutlich, dass der Red Bull RB9 eigentlich das schnellste Auto im Feld war. In Kanada konnte der Heppenheimer das Potenzial dann auch wieder in einen souveränen Rennsieg ummünzen. Ärger gab es nur auf dem Podium. Bei der Pokalübergabe wurde der Heppenheimer erstmals mit Buhrufen von den Fans empfangen.

Auch in Silverstone sah Vettel bereits wie der sichere Sieger aus. Doch dann streikte das Getriebe am Red Bull. Es sollte der erste und einzige Ausfall der Saison bleiben. Vettels Polster an der WM-Spitze war mittlerweile aber so groß, dass er sich den Nuller leisten konnte. Zwei Wochen später am Nürburgring gab es schon wieder die volle Punkteausbeute. Die Freude über den ersten F1-Heimsieg war grenzenlos.

Letzte Niederlage in Ungarn

Nur einmal noch gab es Hoffnung für die Konkurrenz, dass die WM bis zum Ende der Saison spannend bleiben könnte. In Ungarn erwischte Vettel einen schlechten Start in das Rennen. Im Zweikampf mit Button fuhr er sich zudem den Frontflügel krumm. Mehr als Rang 3 war nicht drin. Red Bull zeigte sich kurz verwundbar. Doch das war nur eine Momentaufnahme.

Der Rest der Geschichte ist bekannt. Nach der Sommerpause ließ Vettel nichts mehr anbrennen. Belgien, Italien, Singapur, Korea, Japan und Indien - 6 Siege in Folge! Der Heppenheimer war auf dem Weg zum 4. Titel durch nichts aufzuhalten. "Die neuen Reifen haben sicher geholfen. Aber es gab kein Wunder-Trick", erklärte Konstrukteur Adrian Newey den starken Schlussspurt. Die schlechte Konstanz der WM-Kontrahenten führte schließlich dazu, dass Vettel schon in Indien feiern konnte.

In unserer Bildergalerie nehmen wir Sie noch einmal mit auf die abwechslungsgreiche Reise durch Vettels 4. Weltmeister-Saison.

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