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Deutsche F1-Piloten in Singapur

Viel Ärger für Team Deutschland

Timo Glock Foto: xpb 32 Bilder

In Singapur starteten erstmals sieben Deutsche Piloten ein Formel 1-Rennen. Vier davon landeten in den Punkten. Richtig zufrieden war am Ende aber nur Nico Rosberg. Für Adrian Sutil und Nico Hülkenberg hatten die Kommissare noch eine böse Überraschung parat.

26.09.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg bekam zweieinhalb Stunden nach Rennende eine 20 Sekunden-Strafe aufgebrummt. Es war die Quittung für einige harte Überholmanöver und einen Vorteil, den er durch einen Ausflug neben die Strecke gezogen hatte. Force India hatte gegen ihn einen Protest eingelegt. Trotzdem landete der Williams-Pilot als Zehnter noch in den Punkterängen. "Gemessen an meinem 17. Startplatz muss ich damit zufrieden sein."

Hülkenberg fuhr die meiste Zeit in einem Pulk mit Vitaly Petrov, Adrian Sutil, Felipe Massa und den beiden Toro Rosso. Zum Schluss des Rennens gesellte sich noch Robert Kubica dazu, der wegen eines Plattfußes rechts hinten einen Extra-Boxenstopp einlegen musste. "Gegen Robert hatte ich keine Chance. Er war auf der Geraden zu schnell und er hatte am Ende frische Reifen. Da konnte ich mit meinen ausgelutschten Dingern nicht dagegenhalten. Ich hatte einfach keine Traktion."

An Sutil gab es kein Vorbei. "Adrian hat keinen Fehler gemacht. Ich konnte in den letzten zwei Kurven nie dicht genug aufschließen, um ihn zu attackieren. Außerdem musste ich aufpassen, dass mir Massa nicht durchrutscht." Der größte Groll galt Vitaly Petrov. "Er hat mich bei meinem Überholversuch immer weiter nach innen Richtung Mauer gedrückt, so wie es Michael mit Rubens in Ungarn gemacht hat. Da bin ich gegen das Rad des Renault gestoßen. Nur so kam Sutil an mir vorbei. Wäre ich vorne geblieben, hätte mich Adrian nie mehr gesehen. Die Nummer mit Petrov hat mich am Ende zwei Plätze gekostet."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfelds Comeback endete in den Leitplanken. Sein Unfallgegner hieß Michael Schumacher, der etwas optimistisch in den Zweikampf gegangen war. "Ein Rennunfall, aber mit mehr Schuld bei Michael", urteilte Heidfeld. Die erste Runde war hektisch für den Heimkehrer. "Ein guter Start, etwas zuviel Vorsicht in der ersten Kurve." Schon steckte der Sauber-Pilot im Force India-Sandwich zwischen Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi. "Sutil ist mir mit seinem unglaublichen Top-Speed einfach vorgefahren. Als ich dagegen gehalten habe, hat er mich neben der Strecke überholt und ist mir einfach vor die Nase gefahren."

Der Zweikampf mit Sutil blieb nicht ohne Folgen. "Mir gingen leider der Vorderreifen und der Frontflügel kaputt. Der Boxenstopp hat mich weit zurückgeworfen, aber dann brachte mich das Safety-Car wieder zurück ins Rennen. Das war mein Glück." Bei seinem Kampf zurück auf Platz 14 merkte Heidfeld schnell, dass ihm im Heck Abtrieb fehlte. Liuzzi war ihm in der Startrunde ins Heck gefahren, und der Flügel hatte Schaden genommen. "Ich habe versucht, Boden gutzumachen, aber die Balance war nicht optimal", resümierte Nick. Einziger Trost: "Ich bin viele Runden gefahren und habe viel über das Auto gelernt."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg fuhr ein perfektes Rennen. Siebter beim Start, Sechster in der ersten Kurve, Fünfter im Ziel. Den Vorsprung auf Robert Kubica hat der Mercedes-Pilot auf acht Punkte ausgebaut. Das war heute ein hartes Stück Arbeit, aber wir holten das für uns bestmögliche Ergebnis. Wir haben von den Problemen der anderen profitiert. Robert war schnell. Das wäre noch ein heißer Kampf geworden“, räumt Rosberg ein und verrät: "Ich hatte Probleme mit meinen Bremsen." Die schönste Erkenntnis: "Dass ich so lange Button im McLaren folgen und ihn sogar attackieren konnte."

Michael Schumacher:

Michael Schumacher konnte seinem jungen Teamkollegen zu keinem Zeitpunkt des Wochenendes folgen. Auch im Rennen fuhr Rosberg teilweise mehr als eine Sekunde pro Runde schneller. Allerdings zeigte die Konkurrenz auch kein Respekt vor dem Weltmeister. "Durch zwei Berührungen mit Konkurrenten, die als Rennunfälle zu sehen sind, musste ich zu unpassenden Zeitpunkten Boxenstopps einlegen, wodurch mein Rennen stark beeinträchtigt wurde", ließ Schumacher später verlautbaren. Dabei hatte Schumi bei der zweiten Kollision mit dem Sauber von Nick Heidfeld noch das bessere Ende für sich. Während sich der Silberpfeil-Pilot mit demoliertem Frontflügel an die Box schleppte, landete Heidfeld mit Totalschaden in der Bande.

Timo Glock:

Timo Glock hatte nach der ersten Safety-Car-Phase seinen großen Moment. Während viele Konkurrenten vor ihm an die Box abbogen, blieb der Virgin-Pilot mit seinem unterlegenen Auto draußen. Auf Platz elf verteidigte sich Glock tapfer gegen die Angriffe der etablierten Konkurrenz. "Das ging lange Zeit gut. Ich konnte dem Druck zunächst einigermaßen standhalten. Ich musste aber so viel Gas geben, dass mir langsam die Hinterreifen eingegangen sind. Irgendwann konnte ich mich auf der Bremse nicht mehr wehren und Sutil ging vorbei."

Auch Nico Hülkenberg musste der Virgin-Pilot passieren lassen. Aber nicht kampflos. "Der hat mich in Kurve eins von der Straße gedrückt", klagte Glock. Nachdem sich Glock noch einen Kampf mit dem Teamkollegen leistete, kam in Runde 49 das frühzeitige Aus. "Erst habe ich mir am Getriebe etwas kaputt gemacht. Später ist dann noch der Hydraulikdruck abgefallen. Das war es dann."

Sebastian Vettel:

Wie das Rennen in Singapur für Sebastian Vettel lief, lesen Sie hier:

>> Sebastian Vettel: Der Hauptgegner heißt Mark Webber

Adrian Sutil:

Was Adrian Sutil in Singapur erlebte, erfahren Sie hier:

>> Strafe für Sutil und Hülkenberg: Massa gewinnt zwei Plätze

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