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Formel 1: Vettel, Rosberg & Co. in Melbourne

Vier deutsche Piloten in den Top Ten

GP Australien Foto: xpb 35 Bilder

Gleich vier der sechs deutschen Piloten gehen von einem Punkteplatz aus in das Rennen von Melbourne.  Die Stimmung könnte allerdings besser sein: Bis auf Vettel klagen alle darüber, nicht das Maximum herausgeholt zu haben.

27.03.2010

Sebastian Vettel

Der deutsche Red Bull-Pilot verbuchte in Melbourne die zweite Pole Position des Jahres und die siebte seiner Karriere. "Natürlich bin ich mit dem Ergebnis des Zeittrainings sehr zufrieden. Wir haben bei der Fahrzeugabstimmung von Freitag auf Samstag einen großen Schritt nach vorne gemacht und uns dann noch einmal vom dritten Training zum Zeittraining gesteigert."

Vettel glaubt sogar, dass er noch schneller hätte fahren können. "Meine schnellste Runde war in den ersten beiden Sektoren am absoluten Limit, aber fehlerfrei. In den letzten zwei Kurven wurde es dann aber etwas chaotisch: Ich habe in der vorletzten Kurve zu spät gebremst und bin aus der letzten Kurve nicht optimal auf die Start-Zielgerade herausgekommen. Aus Teamsicht ist das aber insgesamt ein absolut phantastisches Resultat: Ich stehe auf der Pole, Mark Webber auf dem zweiten Startplatz - mehr kann man nicht erreichen."

Vettel verwies mit sichtlichem Ämüsement darauf, dass er sich bei Teamkollege Mark Webber erfolgreich für die Trainingsniederlage beim Deutschen GP am Nürburgring 2009 revanchiert habe: "Damals schlug mich Mark und stand auf Pole. In Melbourne konnte ich den Spieß jetzt umdrehen."

Adrian Sutil

Der Deutsche in Diensten von Force India war nach dem Zeittraining zufrieden und unzufrieden zugleich: "Einerseits habe ich mit dem Einzug in die letzte K.O.-Runde des Qualifyings meine Prognose bestätigt, dass wir mit dem VJM03 nun auch auf Strecken bei der Musik sind, die viel Abtrieb erfordern. Das ist ein gutes Zeichen für den Rest der Saison."

Weniger begeistert war der 27-Jährige mit seinem letzten Sturmlauf im dritten Quali-Abschnitt: "In meiner ersten fliegenden Runde kam Nico Rosberg aus der Boxengasse geschossen und ist sofort ins Kiesbett gefahren. Ich wusste in dem Moment nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Auf der zweiten fliegenden Runde passte die Temperatur der Hinterreifen nicht, das Auto übersteuerte zu stark. Vermutlich haben wir einen etwas schlechteren Reifensatz erwischt."

Sutil war im dritten Quali-Segment fast eine volle Sekunde langsamer als im zweiten Abschnitt. Hätte er die Rundenzeit aus dem zweiten K.O.-Durchgang wiederholen können, so wäre der Starnberger auf Startplatz 8 gestanden. "Ich hatte persönlich auch mit Startplatz 7 oder 8 gerechnet", so Sutil nach dem Zeittraining. Andererseits macht mir das Zeittraining von Melbourne Mut: Wir sind gemessen an den schnellsten Rundenzeiten nur zwei Zehntelsekunden von den Mercedes-GP-Piloten weg. Vielleicht können wir sie im Rennen sogar schlagen!"

Nico Rosberg

Nico Rosberg startet beim GP Australien wie schon in Bahrain aus der dritten Reihe. Diesmal ist der Mercedes-Pilot jedoch um einen Platz schlechter klassiert als beim Saisonauftakt. Trotzdem war Rosberg zufrieden: "Ich hatte im Top Ten-Finale nur noch einen Satz weiche Reifen. Wir sind früh rausgegangen, weil wir Angst hatten, dass es regnen könnte. Das hat mich bestimmt eine halbe Sekunde gekostet. Platz vier wäre realistisch gewesen."

Der 25-jährige Blondschopf sieht einen deutlichen Fortschritt zu Bahrain: "Wenn bei uns alles optimal gelaufen wäre, fehlen uns auf Ferrari zwei Zehntel. Auf McLaren haben wir zwei Zehntel gut. Wir sind in der Qualifikation unter Wert geschlagen worden. Deshalb richtet sich unser Blick im Rennen nach vorne. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es für uns im Rennen besser laufen könnte als in Bahrain."

Timo Glock

Timo Glock gewann zwar das interne Virgin-Duell gegen Lucas di Grassi mit sechs Zehntel Vorsprung, doch glücklich war der Mann aus dem Odenwald deshalb nicht. "Es war eine gute Runde mit nur einem ganz kleinen Fehler, der vielleicht eine Zehntel gekostet hat. Unser Problem lag ganz woanders. Wir mussten mit 30 Kilogramm Sprit im Tank fahren, weil wir Probleme mit der Benzinabsaugung hatten. Das hat mindestens acht Zehntel gekostet, und das war genau der Rückstand auf die Lotus."

Nachdem Glock im dritten freien Training erneut von seiner Getriebemisere mit dem verstopften Filter heimgesucht wurde, baute das Team den Filter für die Qualifikation aus. Auch morgen im Rennen wird man so fahren. "Es wird Zeit, dass wir endlich die vielen kleinen Probleme abstellen", meinte der Virgin-Pilot genervt.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg beendete seine zweite GP-Qualifikation auf Platz 15. Wer den ehrgeizigen Rheinländer kennt, kann sich vorstellen, dass ihm das Ergebnis aufs Gemüt schlug, zumal es Teamkollege Rubens Barrichello ohne große Mühe ins Top Ten-Finale und dann auf Platz acht schaffte. "Diese Strecke ist schwieriger als sie aussieht. Bei den vielen Bodenwellen musst du schon alles perfekt erwischen. Du brauchst hier volles Vertrauen, sonst verlierst du wie ich in jeder Ecke ein bisschen Zeit. Mir fehlt auf die drei Fahrer vor mir nur eine Zehntelsekunde. Die hätte ich eigentlich schaffen müssen, doch die Top Ten waren ehrlich gesagt nicht möglich.

Hülkenberg wollte auch nichts auf andere Fahrer schieben. "Alle waren unheimlich fair. Alle bis auf Lewis Hamilton. Der geht schon ziemlich kompromisslos zur Sache, wenn du ihn überholen willst." Der GP-Neuling sieht am Beispiel Barrichello, was Erfahrung wert ist: "Er hat halt doch ein paar Grand Prix mehr auf dem Buckel als ich. In den freien Trainings bin ich immer nah dran, aber wenn es ernst wird, findet Rubens immer noch ein bisschen Zeit."

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