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Vierfach-Weltmeister wird gefeiert

Vettel fällt vor "Hungry Heidi" auf die Knie

Sebastian Vettel Red Bull Formel 1 GP Indien 2013 Foto: xpb 77 Bilder

Nach seinem vierten Titelgewinn in Folge wurde Sebastian Vettel mit Lob überhäuft. Er selbst bedankte sich mit einem Kniefall bei seinem Auto und seinem Team. Die große Party ist allerdings vertagt, weil das Rennen in Abu Dhabi vor der Tür steht.

27.10.2013 Bianca Leppert

Erst ließ er die Reifen auf der Zielgeraden qualmen, dann parkte er den RB9, stieg aus und legte sich vor seiner "Hungry Heidi" nieder. Seine Handschuhe warf er in die Menge. Es ist Sebastian Vettels spezielle Art, sich bei denjenigen zu bedanken, die ihm zum vierten Titel verholfen haben. Dazu gehört auch sein Auto, das er sogar bei der Siegerehrung schon wieder vermisste.

Vettel mit Dankesrede

"Ich bin überwältigt", sagte Vettel. "Es ist einer der besten Tage in meinem Leben. Wenn man daran zurück denkt, wo man angefangen hat. Das war damals alles so weit weg. Ich muss so vielen Leuten danken, die mich schon seit meiner Zeit im Kartsport und den Junior-Formeln begleitet haben."

Das hat der 26-Jährige auch getan. In der Pressekonferenz redete er wie ein Wasserfall und nannte sämtliche Namen der Menschen, die ihn von seinen Anfängen im Go-Kart bis hin zur Formel 1 unterstützt haben. Vor allem seiner Familie, mit der er gleich nach dem Triumph telefoniert hat, dankte er mehrmals. Sie habe ihm auch in den Situationen Halt gegeben, die schwierig waren.

Buh-Rufe bewegten Vettel

Zum Beispiel als er in Monza und Singapur ausgebuht wurde. "Das hat unheimlich weh getan", gibt er zu. "Ich verurteile aber niemanden. Ich feuere im Stadion auch mein Team an. Mir ist es wichtig, den Respekt von den Leuten zu bekommen, die um mich herum sind und gegen die ich fahre."

Umso größer war die Freude in Indien. "Ich denke nicht darüber nach, ob es der erste, zweite, dritte oder vierte Titel ist. Ich glaube, das realisiert man erst, wenn man nicht mehr ins Lenkrad greift." Aber dieses Mal war bereits abzusehen, dass es nicht mehr besonders spannend werden würde. "In Brasilien war es letztes Jahr sehr speziell. Diese Geschichte hätte man nicht besser schreiben können."

Vettel dankt dem Team

Es ist typisch für den Red Bull-Piloten, dass er trotz seiner Rolle im Scheinwerferlicht auch an die Verdienste der Menschen im Hintergrund erinnert. "Ich bin nicht selbstsüchtig. Das Team trägt viel dazu bei. Wenn man daran denkt, wie viele Stunden die Jungs schuften, ist es besser bei McDonalds zu arbeiten. Aber sie lieben es einfach, an einem Formel 1-Auto zu arbeiten."

Seine Mannschaft weiß das zu schätzen. Deshalb hat auch sein Boss Christian Horner nur anerkennende Worte für den Rekord-Champion. "Das war sein bestes Jahr. Er ist erst 26 und hat schon 4 Titel gewonnen. Das hat er nicht zufällig erreicht. Und ohne Sebastian hätten wir sicher nicht 4 Mal gewonnen. Du kannst den besten Fahrer und Designer haben, aber du musst auch als Team arbeiten."

Party wurde vertagt

Seine Stärke demonstrierte Vettel im Rennen. Nach seinem ersten Boxenstopp pflügte er durchs Feld und übernahm bei Mark Webbers Stopp in Runde 28 die Führung. "Seine Leistung ist unglaublich", sagte Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko. "Wie mit dem heißen Messer durch die Butter." Horner ergänzt: "Er hat sogar auf den Führenden aufgeholt, als er durch den Verkehr fuhr."

Die große Party steigt allerdings nicht in Indien. Am kommenden Wochenende steht mit Abu Dhabi das nächste Rennen auf dem Programm. Im Fahrerlager waren am Abend bereits die Gabelstapler unterwegs, die Transportboxen wurden gepackt und es herrschte ein wildes Durcheinander. "Wir werden uns nachher im Hotel zusammensetzen und anstoßen", verriet Marko. Denn Vettel muss um 2 Uhr am Flughafen sein. Er fliegt noch in der Nacht zurück in die Schweiz. "Die große Party folgt dann am Ende des Jahres", verspricht Horner.

In unserer Fotogalerie zeigen wir Ihnen Sebastian Vettels Karriere noch einmal in Bildern.

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