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Villeneuve

"Schumi ist ein Lügner"

Foto: Daniel Reinhard

Update ++ Der bei BMW entlassene Jacques Villeneuve rechnet in einem Interview mit seinem alten Rivalen Michael Schumacher ab. Der Kanadier hält den alten Rivalen nicht für eine große Persönlichkeit und wirft ihm Lügen und unsportliches Verhalten vor. Schumacher will sich zu den Kommentaren nicht äußern.

18.08.2006 Markus Stier

Gegenüber der Zeitschrift "F1 Racing Magazine" machte Jacques Villeneuve seinem Unmut gegenüber Michael Schumacher Luft: "Michael ist einfach kein großer Champion, denn er bedient sich zu oft schmutziger Tricks, und das, weil er als Mensch keine Größe hat."

Villeneuve ist der Ansicht, dass Schumacher trotz seiner herausragenden Erfolge nach seinem Karriere-Ende schnell in Vergessenheit geraten wird: "Das Problem ist, dass man nie seine wirkliche Persönlichkeit sieht. Er ist ein Rennfahrer, ein reiner Rennfahrer, nichts dahinter. Und deshalb glaube ich, wenn er den Helm an den Nagel hängt, werden die Leute ihn einfach vergessen. Senna dagegen wird nie vergessen werden. Natürlich hat er auch den James-Dean-Faktor, weil er früh gestorben ist, aber das ist nicht der einzige Grund."

Jacques Villeneuve: "Schwarz ist plötzlich Weiß"

Villeneuve ist der Meinung, dass auch Alain Prost und Nigel Mansell im Gedächtnis der Fans länger haften bleiben als Schumacher. Dass auch der von ihm hoch gelobte Ayrton Senna ebenfalls regelmäßig Foul spielte, ist für den Mann aus Quebec kein Argument: "Ja, Senna benutzte auch schmutzige Tricks, aber er tat es mit mehr Klasse. Als er Prost 1990 in Suzuka abgeschossen hat, kündigte er es bereits vor dem Rennen an."

Was Villeneuve seinem alten Erzfeind Schumacher besonders übel nimmt, ist die Park-Affäre in Monaco. Dass Schumacher gegenüber Kollegen und Fans seine Unschuld beteuerte, hält sein alter Kontrahent für eine Lüge: "Senna hat seine Fans nie angelogen, Michael schon. Und das traurige ist, die Fans akzeptieren das. Sie schwören, dass Schwarz nun Weiß ist, einfach nur, damit sie den Sport, den sie lieben weiter respektieren können."

Alte Rechnung

Vermutlich werden Jacques Villeneuve und Michael Schumacher in diesem Leben keine Freunde mehr. Seit Schumacher beim Saisonfinale 1997 versuchte, den Kanadier bei einem Überholmanöver abzuschießen, um sich den WM-Titel zu sichern, haben sich die beiden Weltmeister wenig zu sagen gehabt. Das will Michael Schumacher nun erst recht so halten. Über seine Pressesprecherin Sabine Kehm ließ er ausrichten, dass man die Vorwürfe vernommen habe, doch Stellung nehmen wird Schumacher dazu nicht.

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