Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Villeneuve tritt aus GPDA aus

Foto: BMW

Auch nach dem Schulterschluss von Silverstone sorgt die Straßensperre von Michael Schumacher in Monaco weiter für großen Wirbel in der Formel 1.

11.06.2006

Zwei Wochen nach dem umstrittenen Manöver des Ferrari-Stars ist Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve am Wochenende aus der Grand Prix Driver Association (GPDA) ausgetreten, weil sein alter Rivale als Direktor der Fahrervereinigung nicht entmachtet wurde.

Der BMW-Pilot aus Kanada war damit der Einzige, der nach dem Fahrer-Treffen Konsequenzen zog. Die vielen anderen Kritiker des Rekordweltmeisters dagegen blieben stumm. "Ich habe extra gefragt, wo sind denn die Herrschaften, warum sagt denn keiner was? Es kam noch nicht einmal ein Piepser", beschrieb Ralf Schumacher die entscheidenden Momente vor dem "Verkehrsgericht".

Nico Rosberg: "Bin viel zu fair"

Auch wenn Schumacher in der Monaco-Affäre ohne weiteren Imageverlust davonkam und sogar moralisch gestärkt wurde, könnte die Signalwirkung in Sachen Fair Play fatal sein. "Ich weiß, wie ich da reingegangen bin. Ich war sehr fair, viel zu fair. Ich merke schon, man muss ein Egoist sein. Soweit habe ich mich jetzt auch schon adaptiert", sagte Formel-1-Neuling Nico Rosberg.

Unterdessen forderte Toyota-Pilot Ralf Schumacher ("Wir sind ja alle nicht doof. Wir haben ein Gehirn und können das einsetzen") eine größere Rücksichtnahme unter den Hauptdarsteller: "Der eine Fahrer sollte dem anderen nicht absichtlich die Chance nehmen. Wenn er es tut, unabsichtlich, dann sollte er sofort kommen und sagen: Sorry!"

Beim Fahrer-Treffen war die Monaco-Affäre von den GPDA-Aufgaben strikt getrennt worden. "Das ist ein Fehler des Michael Schumachers als Rennfahrer, aber nicht als Direktor der GPDA", sagte sein Bruder und wollte die Dinge nicht "zu sehr vermischen."

Mark Webber: "Habe meinen Teil gesagt"

"Ich bin auch nicht immer einverstanden gewesen, mit Dingen, die Michael in der Vergangenheit, auch mit mir gemacht hat", sagte Ralf Schumacher. Dennoch: "Die Verdienste sind sicherlich wesentlich größer, als die Fehler, die passiert sind. Da ist der Michael das beste Aushängeschild." Warum dann aber die Fahrer im Vorfeld der Sitzung den Mund so weit aufgemacht hatten, blieb ihr Geheimnis.

Schumachers Hauptkritiker Mark Webber war erst gar nicht zum GPDA-Treffen gekommen. Der Australier hatte sich zuvor unter vier Augen mit dem Deutschen ausgesprochen. "Michael habe ich meinen Teil gesagt, aber ich werde nicht öffentlich darüber reden", sagte der Williams-Pilot und zeigte sich "glücklich" über das, was Auge in Auge besprochen wurde.

Auch Weltmeister und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso aus Spanien war bei der Aussprache ebenso nicht anwesend wie die McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen und Juan-Pablo Montoya sowie der Finne Heikki Kovalainen, der Franzose Franck Montagny und der Brite Anthony Davidson.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden