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Formel 1: Technische Probleme bei Virgin Racing

Weiter Sand im Getriebe bei Virgin Racing

GP Australien 2010 Foto: xpb 20 Bilder

Formel 1-Neuling Virgin Racing kämpft weiter mit Technik-Problemen an allen Fronten. In Melbourne streikte das Getriebe gleich mehrmals. Erneut droht das vorzeitige Aus im Rennen. Dazu kommt das Problem des zu geringen Tankvolumens beim Auto von Timo Glock.

27.03.2010

Beim britischen Newcomer-Team Virgin-Cosworth ging in Melbourne bisher nicht viel zusammen: Nach den Hydraulik- und Getriebeproblemen beim Saisonauftakt in Bahrain bleibt auch in Australien die Kraftübertragung ein Dauerthema. Dazu nervt weiterhin das von Xtrac stammende und als veraltet eingestufte Hydrauliksystem.

Obendrein muss das britische Team bis zum Start der Europasaison der Formel 1 auch noch das Chassis modifizieren, um einen größeren Tank unterzubringen – Probleme also an allen Fronten.

Große Probleme im Melbourne-Training

Der Freitag war für das Virgin-Team ein Desaster: Virgin-Pilot Timo Glock kam in zwei Trainingssitzungen gerade mal auf 17 Runden. Im ersten Training ereilte den 28-Jährigen ein Getriebeschaden. Bei Teamkollege Lucas di Grassi bahnte sich zu Beginn des zweiten Trainings der gleiche Defekt an. Eine kurzfristige Modifikation brachte keinen Erfolg, der Rückbau auf den Ursprungsstand brachte ebenfalls keine Verbesserung: Im zweiten Freien Training musste Timo Glock die Box abermals mit Getriebeproblemen anlaufen.

Technikdirektor Nick Wirth leugnet die Probleme nicht, unterstreicht aber die positiven Seiten: "Immerhin konnte Lucas di Grassi in der ersten Sitzung am Freitag 25 problemlose Runden abspulen. Aber richtig ist auch, dass wir am Nachmittag dann an beiden Autos Probleme mit den Getriebeölleitungen hatten. Als das Auto von di Grassi repariert war, ging prompt auch noch ein Telemetriesensor kaputt, so dass er im zweiten Training nur zwei Runden fahren konnte."

Verstopfter Filter sorgt erneut für Reparaturstopp

Mittlerweile ist der Grund für die Misere bei der Kraftübertragung gefunden. Im Ölkreislauf der ist ein Filter zwischengeschaltet, der regelmäßig nach wenigen Runden verstopft. Damit steigt die Getriebeöltemperatur. Um Kleinholz zu verhindern, holte der Kommandostand die Fahrer vorzeitig an die Box zurück.

Am Samstagmorgen war sich Wirth sicher, dass das Problem behoben sei. Doch im dritten freien Training musste Timo Glock nach nur 12 Runden abermals die Box anlaufen: Wieder war der Filter im Getriebeölkreis verstopft. Die Behebung des Problems ist obendrein äußerst zeitaufwendig, weil der entsprechende Filter sehr versteckt montiert ist.

Tankproblem stoppt Weiterentwicklung

Das Formel 1-Fahrerlager machte sich derweil über den viel zu kleinen Tank des Virgin-Rennwagens lustig: Das britische Team musste bei der FIA eine Ausnahmegenehmigung beantragen, um das Chassis für einen größeren Tank bis zum Rennen in der Türkei umzubauen. Nach den F1-Regeln sind Chassismodifikationen während der Saison verboten.

Wie dieser Lapsus passieren konnte? "Wir haben das Tankvolumen im Juni 2009 bestimmt", rechtfertigt sich Technikdirektor Nick Wirth. „Für die Berechnung des Tankvolumens waren verschiedene Faktoren verantwortlich, von denen sich einige auf Grund von Regelmodifikationen später noch einmal änderten."

Der Chassis-Umbau zwingt das Virgin-Team dazu, geplante aerodynamische Updates zu verschieben, denn der Radstand des Chassis muss für den Einbau des größeren Tanks verlängert werden. "Und dann müsste man zu Beginn der europäischen F1-Rennen auch wieder alle Aero-Updates umschmeißen", erklärt Virgin-Teamchef John Booth.

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