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Formel 1: Virgin-Pilot Timo Glock zum ersten Test

"Wir schweben noch im luftleeren Raum"

Bilder vom ersten Testtag in Jerez 2010 Foto: xpb 41 Bilder

Timo Glock weiß immer noch nicht wo sein neues Team steht. Die ersten Fahreindrücke von seinem neuen VirginF1 sind positiv, doch der 27-jährige Hesse weiß nicht was sie wert sind. Er hofft auf einen trockenen Testtag, um endlich einen Anhaltspunkt zu haben.

11.02.2010 Michael Schmidt

Am ersten Testtag von Jerez (10.2.) fuhr der spektakuläre Virgin VR-01 nur im Regen. Timo Glocks erster Eindruck war gut. "Das Heck klebt auf der Straße, das ist Wahnsinn." Als er zum ersten Mal die lange Nase mit der Delle nach unten sah, musste er unwillkürlich denken: "Hoffentlich hebe ich da auf der Geraden nicht ab."

Glock hofft auf trockenes Wetter

Natürlich waren die Bedenken unbegründet. Obwohl alles am Virgin-Cosworth funktioniert, weiß Glock nicht, woran er ist: "Wir brauchen jetzt endlich mal einen trockenen Tag, um rauszufinden, wo wir stehen und wie weit wir vom Mittelfeld weg sind. Wir haben unser Auto nur am Computer konstruiert. Jetzt schweben wir so lange im luftleeren Raum, bis wir die Daten endlich auf der Strecke gegenchecken können."

David Brabham, der einen von Nick Wirth konstruierten Acura in der LMP1-Klasse gefahren ist, hat Glock beruhigt: "Bei uns haben die Simulationsdaten auf der Strecke bis auf das Hunderstel gestimmt."

Virgin legt Nachtschicht ein

Obwohl Glock gerne endlich Klarheit hätte, war er ganz froh, dass der erste Testtag in Jerez buchstäblich ins Wasser fiel. Der Dauerregen ließ geregeltes Testen nicht zu. Auch bei trockener Piste wäre Glock kaum zum Fahren gekommen. "Wir haben auf Teile gewartet. Die sind in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kurz vor Mitternacht eingetroffen. Die Mechaniker haben die ganze Nacht durchgearbeitet. Deshalb sind wir mit Verspätung auf die Strecke. Weil wir immer noch knapp an Teilen sind, wollten wir im Regen nichts riskieren und haben nur einen Systemcheck durchgeführt."

Bei den kleinen Teams wird man sich an Szenen wie vor 30 Jahren einrichten müssen. "Sogar unser Teamchef John Booth hat mitgeschraubt", erzählt Glock und freut sich über den Kampfgeist in seiner Truppe.

Saisonbeginn als Testphase

Glock weiß, dass er am Anfang seine Ansprüche zurückschrauben muss: "Die ersten vier Rennen werden für uns nur ein Test sein. Man kann von uns nicht erwarten, dass wir aus dem Stand bei der Musik sind. Auch Toyota hat ein Jahr gebraucht, bis die Abläufe Routine wurden." Der frühere Toyota-Pilot kommt bei VirginF1 in eine neue Welt. Nicht nur, dass der Rennstall im Vergleich zu dem japanischen Konzern viel kleiner ist. Technikchef Nick Wirth hat das Auto komplett ohne einen Windkanal gebaut.

Da war selbst Glock ein bisschen platt, dass am Ende ein richtiges Rennauto daraus geworden ist. "In einigen Details hat Nick Wirth richtig Mut gehabt. Das Heck ist so flach, dass ich mir beim ersten Hinsehen gedacht habe: Wenn das mal funktioniert. Doch Nick hat Erfahrung damit, Rennautos am Computer zu konstruieren. Ich war selbst überrascht, wie gut das funktioniert. Du sitzt im Simulator, die Ingenieure zeichnen an den CFD-Computer ein neues Detail, dass zwei Stunden später auch in den Simulator einprogrammiert wurde, und du spürst als Fahrer den Unterschied."

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