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Virgin Racing

Glock und Di Grassi offiziell vorgestellt

Virgin Racing Foto: Virgin Racing 15 Bilder

Am Dienstag (15.12.) wurde im Londoner Stadtteil Notting Hill die Geburt eines neuen Formel 1-Teams gefeiert. Beim Start von Virgin Racing wurden erstmals auch die beiden Piloten des F1-Neulings der Öffentlichkeit präsentiert.

15.12.2009 Tobias Grüner

Aufregende Neuigkeiten konnten die Journalisten von der groß angekündigten Teampräsentation von Virgin Racing nicht vermelden. Über den Formel 1-Neuling waren in den letzten Monaten einfach schon zu viele Informationen ans Tageslicht gelangt. Auch die Namen der Piloten waren am Ende keine Überraschung mehr. Virgin Racing geht 2010 mit dem Wersauer Timo Glock und Lucas di Grassi aus Brasilien an den Start.

Glock, Di Grassi und Parente

Glock war bereits Mitte November als Neuzugang des ehemaligen Manor GP-Teams vorgestellt worden. Mit di Grassi hat der Rennstall aus dem englischen Dinnington einen Paydriver als Teamkollegen gefunden, der rund fünf Millionen Dollar von seinen Sponsoren einbringen soll. Einzig die Verpflichtung des portugiesischen GP2-Piloten Alvaro Parente als Testfahrer hatte etwas Neuigkeitswert.

Mit dem nach eigenen Angaben geringsten Budget will das neue Formel-1-Team durchstarten. "Geld ist nicht alles", sagte der Vorsitzende des Teams, Milliardär Richard Branson bei der Vorstellung des neuen Rennstalls. Nach seinen Angaben will Virgin Racing mit weniger als umgerechnet 50 Millionen Euro auskommen. Das ehemalige Manor-GP-Team tritt mit dem Slogan an: "Ein neues Team für eine neue Ära".

Geschäftsführer und Teamchef wird der in Deutschland geborene Engländer Alex Tai. Der Virgin-Manager war früher Pilot in der Royal Air Force und ist ein treuer Wegbegleiter von Virgin-Chef Richard Branson. Zuletzt zeigte sich der Abenteurer für das private Weltraumprojekt des Unternehmens verantwortlich. Auf der sportlichen Seite wird der Brite von John Booth unterstützt, der als Teambesitzer von Manor GP schon einige beachtliche Erfolge in unteren Formel-Klassen feiern konnte.

Neue Wege beim Design

Für das Design des F1-Neulings zeichnet sich Nick Wirth verantwortlich. Der technische Direktor ist kein Unbekannter in der Formel 1. Zwischen 1996 und 1999 arbeitete der Engländer für Benetton. Nach einem Zwischenstopp bei der FIA (2006) fiel er zuletzt durch das Design des Prototypen-Sportwagens Acura ARX-01 auf, der in der American Le Mans Serie (ALMS) Erfolge feierte.

Bei der Entwicklung will das junge Team ganz neue Wege gehen. Der erfahrene Ingenieur plant, den neuen F1-Boliden ausschließlich mit Computer-Simulationen (CFD) zu entwerfen und auf herkömmliche Windkanaltests verzichten. "Als ich den Sport 1999 verlassen habe, war ich enttäuscht und desillusioniert. Formel 1 war wie Boeing gegen Airbus. Als ich von den Vorschlägen zur Budgetbegrenzung gehört habe, bot sich die aufregende Gelegenheit, den CFD-Ansatz auf höchstem Level zu beweisen."

Erste Tests im Februar

Die Entwicklung des Autos läuft nach Aussage von Wirth nach Plan. "Die Tatsache, dass unser Formel 1-Projekt noch genau im Zeitplan liegt, ist ein Beweis unserer Motivation und Fähigkeiten unserer gesamten Mannschaft. Wir freuen uns schon alle darauf, wenn das Auto enthüllt wird und im Februar das erste Mal auf die Strecke darf."

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