Viele Experten hatten so ihre Zweifel an den neuen Formel 1-Teams. Zumindest Virgin konnte nun die Organisatoren und Fans beruhigen. Mit dem VR-01 ist dem Team von Timo Glock zumindest das Minimalziel gelungen: der Bau eines eigenen Formel 1-Autos.
Virgin-Renner entstand am Computer
Am Mittwoch wurde das rot-schwarze Rennauto für Glock und dessen brasilianischen Teamkollegen Lucas di Grassi vorgestellt. Der Wagen mit dem Namen VR-01 wurde vollständig per Computer entwickelt, betonte Virgin Racing in seiner Pressemitteilung. "Das ist ein sehr stolzer Tag für jeden, der bei Virgin Racing arbeitet", sagte Technik-Direktor Nick Wirth.
Das Auto sei heute der Star. Das gesamte Team hatte sich bereits im Dezember vergangenen Jahres in London präsentiert. "Heute ist der Höhepunkt einer sehr emotionalen Reise, die im Juni vergangenen Jahres begonnen hat, als wir die fantastische Nachricht feierten, dass unsere Anmeldung für die Formel 1 akzeptiert wurde", sagte Teamchef John Booth.
VR-01 mit Höckern auf der Nase
Bevor Virgin in der kommenden Woche in Jerez in die offiziellen Testfahrten einsteigt, wurde der VR-01 für einen zweitägigen Probelauf nach Silverstone gebracht.
Die Frontpartie des neuen Autos ist wie der Red Bull aus der Vorsaison mit zwei kleinen Höckern an den Seiten versehen. Die Spitze der Nase ist allerdings tiefer und stärker gebogen als bei der Konkurrenz von Sauber, Williams, Ferrari oder McLaren. Die Lufteinlässe sehen auf den ersten Blick relativ schmal aus. Wie alle Neulinge wird Virgin mit einem Cosworth-Motor fahren, der seine Standfestigkeit erst noch beweisen muss.
Eingeschrieben hatte sich seinerzeit Manor GP. Der Rennstall wurde dann vom britischen Virgin-Konzern übernommen und entsprechend umgetauft. Der Hesse Glock heuerte nach dem Aus von Toyota bei dem Team an. Es ist eines von ingesamt vier neuen, die für die am 14. März in Bahrain beginnende Saison auf der Starterliste stehen.





