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Vitaly Petrov beim GP Japan unter Druck

"Ich will zeigen, dass ich den Platz verdiene"

Vitaly Petrov Foto: Daniel Reinhard 22 Bilder

Vitaly Petrov steht vor dem GP Japan in Suzuka unter besonderem Druck. Nach nur zwei WM-Punkten in den letzten drei Rennen läuft der Russe Gefahr, sein Cockpit zu verlieren. "Ich muss dem Team zeigen, dass ich den Platz verdiene", lautet Petrovs Parole für Suzuka.

04.10.2010 Tobias Grüner

Vitaly Petrov gab vor seinem ersten Jahr in der Formel 1 das Ziel aus, so nah wie möglich an Teamkollege Robert Kubica dranzubleiben. Doch vier Rennen vor Saisonende trennen die beiden Renault-Piloten satte 95 Punkte im WM-Klassement. So groß ist die Lücke bei keinem anderen Gespann in der Formel 1.

Zuletzt lief es sogar besonders schlecht für Petrov. Nach einem Katastrophen-Fehler im Qualifying von Spa rettete der Russe gerade noch zwei Punkte ins Ziel. In Monza blieb Petrov auf Rang 13 im Training und Rennen chancenlos. Und auch in Singapur gab es für den Rookie nichts Zählbares, nachdem er vom anderen Formel 1-Neuling Nico Hülkenberg hart aber fair überholt wurde und dabei gleich drei Plätze einbüßte.

Mangelnde Erfahrung und Pech

"Die letzten Rennen waren nicht leicht für mich, was vor allem an mangelnder Erfahrung und auch an etwas Pech lag", schildert Petrov die Situation aus seiner Sicht. Bei Renault kommt der Russe immer mehr unter Druck. Gleich mehrere Piloten rangeln sich um sein Cockpit. Die Namen Adrian Sutil und Kimi Räikkönen geistern immer wieder durch den Medienwald.

Von der Teamleitung ist noch kein klares Bekenntnis zu hören. Im Gegensatz zu Kubica, dessen Vertrag schon längst verlängert ist, muss Petrov immer noch zittern. Der Youngster aus Vyborg glaubt noch an seine Chance. "Ich muss dem Team in den letzten Rennen zeigen, dass ich es verdiene im nächsten Jahr hierzubleiben", setzt sich Petrov selbst unter Druck.

Petrov kann Fortschritte nicht in Ergebnisse umwandeln

Dabei waren seiner Meinung zuletzt schon einige Fortschritte zu erkennen: "Ich arbeite hart und verbessere mich, vor allem in puncto Feedback (für die Ingenieure) und beim Verständnis für das Auto. Leider hat sich das noch nicht in Ergebnisse umgemünzt."

Mit dem GP Japan in Suzuka kommt nun ausgerechnet eine der schwierigsten Strecken auf Petrov zu. Der Renault-Pilot kennt die Piste noch nicht. "Ich weiß nicht, was mich erwartet", gibt sich der 26-Jährige gespannt. "Es wird eine ganz neue Erfahrung für mich. Aus Gesprächen mit den Ingenieuren weiß ich, dass es eine tückische Strecke ist."

Petrovs Ingenieur erwartet schwierige Aufgabe in Suzuka

Sein Renningenieur Mark Slade versucht etwas den Druck von Petrov zu nehmen. "Suzuka ist wahrscheinlich schwieriger zu lernen als die anderen neuen Kurse, weil es keine einfachen Kurven gibt. Die Strecke ist zudem sehr eng. Es ist leicht, einen Fehler zu machen." Während auf den modernen Pisten asphaltierte Auslaufzonen kleinere Fehler noch verzeihen, enden Abflüge in Suzuka meist im Kies.

"Außerdem ist die Abstimmung in Suzuka eine größere Herausforderung, weil die Strecke  technisch anspruchsvoll ist", erklärt Slade. "Wenn man das Set-Up nicht optimal trifft, wird man dafür härter bestraft als auf anderen Strecken."

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