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Vorschau GP Bahrain

Vettel vs. Hamilton - Runde 3

Vettel & Hamilton - Stats - GP China 2017 Foto: xpb 63 Bilder

Geht das WM-Duell zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton in Bahrain so spannend weiter wie in den ersten Rennen? In der Vorschau haben wir die letzten Informationen zum Wüstenspektakel bei künstlicher Beleuchtung.

12.04.2017 Tobias Grüner

Der Saisonstart in Australien und China hat bereits Appetit auf den Rest der Formel 1-Saison gemacht. Die neuen Autos haben das Kräfteverhältnis ordentlich durcheinandergewirbelt. Im Mittelfeld geht es ganz eng zur Sache. An der Front kämpft Ferrari plötzlich um Siege mit. Und in der Fahrer-WM deutet alles auf einen spannenden Zweikampf zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel hin.

Die beiden Mehrfach-Weltmeister reisen punktgleich zum dritten Grand Prix des Jahres nach Bahrain. Und auch in Sachen Siege auf dem Wüstenkurs in Sakhir steht es aktuell unentschieden. Beide durften jeweils schon zwei Mal das Rosenwasser auf der obersten Stufe des Podestes verspritzen. Ein klarer Favorit im Duell rot gegen silber lässt sich noch nicht ausmachen. Zu unterschiedliche waren die Strecken und die Bedingungen in den ersten beiden Rennen.

Und auch in Bahrain erwartet die Piloten wieder ein große Herausforderung: Trotz des späten Starts um 18 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) wird es beim Flutlichtrennen deutlich wärmer werden als die frostigen 12°C, die das Thermometer noch in Shanghai angezeigt hat. Regen ist nach letzten Vorhersagen nicht zu befürchten. Experten hoffen auf ein Wochenende ohne Zwischenfälle, um endlich mehr Antworten zum Kräfteverhältnis an der Spitze zu bekommen.

Die Strecke: Bahrain International Circuit

Das Streckenlayout des Bahrain International Circuit hat für alle etwas zu bieten. Gleich vier Mal pro Runde beschleunigen die Autos auf über 300 km/h. Zwischen den langen Geraden sorgen viele langsame Kurven dafür, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit mit 200 km/h für Formel 1-Verhältnisse nur mittelmäßig schnell ist.

Bahrain geht besonders auf das Material. Der hohe Vollgasanteil und der feine Sand in der Luft setzen den Motoren zu. Fünf extreme Verzögerungsstellen treiben auch die Bremsen an die Belastungsgrenze. Besondere Beachtung verdient in Bahrain der Grip-Level. Der Wind trägt mit der Zeit eine kleine aber feine Schicht Wüstensand auf die Piste. Das hat zur Folge, dass sich die Haftung auf der Ideallinie über das gesamte Wochenende stark verbessert. Neben der Ideallinie bleibt es dagegen sehr rutschig, was das Überholen erschwert.

Fast Facts zum GP Bahrain:

Streckenlänge: 5,412 km

Rundenzahl: 57

Renndistanz: 308,238 km

Anzahl Kurven: 15 (6 links / 9 rechts)

Rundenrekord: 1:31.447 min. (Pedro de la Rosa, 2005)

Top-Speed: 335 km/h

Entfernung Start bis Scheitel Kurve 1: 320 m

Länge Boxengasse: 420 m (Zeitverlust: ca. 21 Sekunden)

DRS-Zonen: vor Kurve 1 und vor Kurve 11

Safety-Car-Wahrscheinlichkeit: 20 Prozent

Reifen: medium, soft, supersoft

GP Bahrain - Race-Facts 2017 Foto: Pirelli
Medium, soft, supersoft - Pirelli bringt die gleichen Reifen wie in China.

Das Setup:

Die kurvige Strecke in Sakhir verlangt von den Autos viel Abtrieb. Vor allem auf der Hinterachse ist Grip und Traktion beim Beschleunigen und Bremsen wichtig. Die Heckflügel werden deshalb - trotz der langen Geraden - fast maximal angestellt. Früher müssen die Bremshutzen wegen der hohen Temperaturen etwas größer ausgelegt sein. Durch die Verlegung der Startzeit in den Abend ist die Hitzeproblematik deutlich entspannt worden.

Der Asphalt ist topfeben, Bodenwellen und hohe Kerbs gibt es keine. Die Teams können somit geringe Bodenfreiheiten fahren. Um die Traktion aus den langsamen Kurven zu verbessern und den Reifenverschleiß zu begrenzen, ist aber etwas Federweg auf der Hinterachse zu empfehlen.

Da die Temperaturen vom Start bis zum Ziel um bis zu 15°C fallen können, sind Verschiebungen des Kräfteverhältnisses im Laufe des Rennens möglich, je nachdem in welches Temperaturfenster das Setup besser passt. Die Ingenieure müssen im ersten und dritten Freien Training bei Tageslicht aufpassen, dass sie sich von den heißeren Temperaturen nicht in die Irre führen lassen. Mit mehr Gummi und weniger Sand verbessert sich der Grip auf der Ideallinie stark im Laufe des Wochenendes.

Technik-Updates:

Durch die beiden Testtage im Anschluss an das Bahrain-Wochenende lohnt es sich für viele Teams, neue Teile nach Bahrain zu bringen. Weil die Aussagekraft des ersten Trainings in der Mittagshitze für die Ingenieure begrenzt ist, wird die Auftaktsitzung regelmäßig für Probefahrten mit neuen Setups oder Upgrades genutzt.

Technische Neuerungen erwarten wir vor allem bei den 3 Top-Teams an der Spitze. Aber auch im Mittelfeld geht es voran. Force India hat einen neuen Unterboden, neue Seitenkasten-Flügel und neue Leitbleche angekündigt. Renault kommt mit einem neuen Frontflügel im Gepäck. Honda will die beiden Testtage im Anschluss an das Rennen nutzen, um eine neue Ausbaustufe des V6-Motors auszuprobieren. Es handelt sich aber nur um eine Weiterentwicklung des bisherigen Triebwerks. Das geplante ganz neue Aggregat wird nicht vor dem GP Kanada fertig werden.

Die Favoriten:

Nach Jahren Mercedes-Dominanz erklären wir Ihnen an dieser Stelle regelmäßig, dass ein Silberpfeil-Sieg die wahrscheinlichste Variante ist. Doch das hat sich in diesem Jahr geändert. Ferrari präsentierte sich bisher bei allen Bedingungen schnell. Mercedes hingegen brauchte stets einige Proberunden, bis das Auto den Speed der italienischen Konkurrenz mitgehen konnte. Es wird spannend, welchen Einfluss die wärmeren Temperaturen haben. In Melbourne kam Mercedes mit der Hitze am Renntag nicht zurecht.

Auch im Mittelfeld geht es sicher wieder ganz eng zur Sache. Weil Bahrain eine Power-Strecke ist, erwarten wir hier die Ferrari- und Mercedes-Kundenteams etwas stärker als die Autos mit Renault-Motor im Heck. Vor allem Williams sollte bei den höheren Temperaturen nicht noch einmal wie in China mit zu kalten Reifen kämpfen. Auch Force India erwarten wir mit dem Upgrade-Paket stärker. Unser Geheimtipp heißt aber HaasF1. Wenn alles normal läuft, sind Romain Grosjean und Kevin Magnussen die ersten Punktekandidaten.

Sauber und McLaren werden wohl wieder um den Anschluss ans Mittelfeld kämpfen. In China halfen noch die außergewöhnlichen Bedingungen. In Bahrain dürfte es etwas schwerer werden. Gespannt sind wir auch auf die Rückkehr von Pascal Wehrlein. Nach einem intensiven Fitnessprogramm in den vergangenen Wochen hat der Mercedes-Junior in Sauber-Diensten sein Comeback angekündigt. Antonio Giovinazzi muss als Ferrari-Junior wieder auf die Ersatzbank zurück.

So lief das Rennen im Vorjahr:

Nach dem gewonnenen Start hatte Nico Rosberg 2016 in Bahrain keine Mühe, den Sieg unter Flutlicht nach Hause zu fahren. Für Pole-Setter Lewis Hamilton war dagegen nur Schadensbegrenzung möglich. Der dreifache Weltmeister kam schlecht von der Linie weg und kollidierte in der ersten Kurve mit seinem heutigen Teamkollegen Valtteri Bottas, der vor 12 Monaten noch im Williams saß. Mit lädierten Leitblechen kämpfte sich Hamilton immerhin noch auf Rang 3 hinter Kimi Räikkönen.

Für Sebastian Vettel verlief der GP Bahrain 2016 noch enttäuschender. Der Deutsche kam nicht einmal bis in die Startaufstellung. In der Einführungsrunde zerlegte es seinen Ferrari-Motor im Heck. Von dem Ausfall profitierte zum Beispiel Romain Grosjean, der auf Platz 5 das beste Ergebnis der Haas-Geschichte ablieferte. Auch Max Verstappen lieferte im Toro Rosso auf Position 6 eine überzeugende Vorstellung ab. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Fernando Alonso gab Stoffel Vandoorne 2016 in Bahrain sein McLaren-Debüt. Der Rookie kam bei seiner Premiere auf Rang 10 ins Ziel uns sammelte direkt einen WM-Punkt.

In der Galerie zeigen wir noch einmal die Bilder des spektakulären Bahrain Grand Prix 2016.

Zeitplan GP Bahrain 2017:

SitzungStart (MEZ)
Freies Training 114. April – 13.00 Uhr
Freies Training 214. April – 17.00 Uhr
Freies Training 315. April – 14.00 Uhr
Qualifying15. April – 17.00 Uhr
Rennen16. April – 17.00 Uhr
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