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Vorschau GP Bahrain

Wende in der Wüste?

Renault-Star Fernando Alonso übt sich in Bescheidenheit, Weltmeister Michael Schumacher gibt Durchhalteparolen aus. Ferrari rechnet in Bahrain trotz neuem Auto nicht mit einem Sieg.

31.03.2005

Michael Schumacher wird seit Saisonbeginn nicht müde, auf die Länge der Saison hinzuweisen. "Wir werden uns Schritt für Schritt wieder nach vorne arbeiten, keine Bange", sagt der Weltmeister und beschwört, dass die Aussagekraft von zwei Pleiten bei 19 Rennen nicht allzu groß sei.

Dass Schumacher beim zweiten GP von Bahrain am Sonntag (3.4.) bereits den ersten Kantersieg gegen die zur Zeit dominanten Renault einfährt, glaubt man bei Ferrari jedoch nicht. Im Vorjahr machte Schumacher die Konkurenz nieder, aber dabei half ein Kälteeinbruch. Bei nur rund 20 Grad am Renntag litten die Bridgestone-Pneus kaum. 2005 herrschen bisher 34 Grad Lufttemperatur, der Asphalt ist 46 Grad warm - klares Michelin-Wetter.

Nick Heidfeld: "Halbe Sekunde schneller"

Der französische Reifenhersteller stapelt allerdings tief: Da immer wieder Wüstensand auf die Piste geweht werde, könne sich die von den Michelin-Pneus so geliebte Gummi-Schicht auf dem Asphalt nicht bilden. Bei "grüner" Strecke sah Bridgestone bisher immer gut aus. Doch zu großem Optimismus gibt es im Lager der Japaner keinen Anlass. Michelin hat einen neuen Reifen entwickelt, der die Messlatte noch deutlich höher legt. "Der Reifen hat mehr Grip und weniger Graining. Er dürfte bis zu einer halben Sekunde pro Runde schneller sein", sagt Williams-Fahrer Nick Heidfeld voller Vorfreude.

Ferrari-Technik-Chef Ross Brawn räumt dagegen ein, dass die Testfahrten in Mugello und Fiorano in der vergangenen Woche wegen der kühlen Temperaturen keinen Aufschluss darüber gaben, ob man in Bahrain gut gerüstet sei. Auch die Aussage, der neue F2005, der in Bahrain sein Debüt gibt, sei eine Sekunde pro Runde schneller, mag Brawn nicht wirklich bestätigen. Es handle sich lediglich um eine theoretische Hochrechnung und nicht um tatsächliche Messwerte.

Fernando Alonso: "Nicht gut ausgesehen"

Malaysia-Sieger Fernando Alonso gibt sich trotz der Ferrari-Probleme bescheiden: "Wir haben im Vorjahr in Bahrain nicht allzu gut ausgesehen." Dem Spanier würde angeblich eine Platzierung auf dem Treppchen reichen. Tatsächlich resultierte die fehlende Konkurrenzfähigkeit 2004 vor allem aus dem Leistungsmangel des Renault-Motors. Die Strecke in Sakhir erfordert bei langen Geraden und langsamen Kurven viel Leistung und standfeste Bremsen. Das Leistungs-Manko haben die Gelbblauen 2005 abgestellt.

Mit fehlender Leistung müssen sich andere herumschlagen. Der Mercedes-Motor im McLaren ist zur Zeit allenfalls Mittelmaß. Eine zusätzliche Schwächung ist der Ausfall von Juan Pablo Montoya. Ersatzmann Pedro de la Rosa ist seit 2002 keinen Grand Prix mehr gefahren. Einsatzfähig ist dagegen der in Malaysia kränkelnde Takuma Sato bei BAR. Dort verspricht Honda hoch und heilig, eine Pleite mit zwei Motorschäden zu Rennbeginn wie in Sepang werde es nicht mehr geben.

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