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Vorschau GP Belgien

Alonso fiebert

Foto: dpa

Beim Großen Preis von Belgien am kommenden Wochenende in Spa-Francorchamps hat Tabellenführer Fernando Alonso sein größtes Ziel vor Augen: vier Punkte mehr sammeln als Verfolger Kimi Räikkönen - und Formel 1-Weltmeister werden.

08.09.2005

Bei vier noch ausstehenden Läufen steht es in der Punktetabelle 103:76 für den 24-jährigen Spanier. Alonsos Chancen, den Titel noch in Europa vor dem Trip nach Übersee zu sichern, sind groß. "Spa ist eine Strecke mit guten Erinnerungen für mich“, sagt Alonso. "Ich gewann 2000 hier mein erstes Formel 3000-Rennen, und auch im vergangenen Jahr lag ich bis zu meinem Ausfall in Führung. Die Leute reden davon, dass ich bereits hier die Meisterschaft gewinnen kann, und ich das will ich auch versuchen, wenn’s geht. Aber bei jedem der kommenden Rennen danach wäre es mir auch recht - Brasilien, Japan oder China. Es ist mir egal. Ich komme nach Spa und will gewinnen - und dann sehen wir weiter.“

Obwohl der McLaren-Mercedes das beherrschende Auto der zweiten Saisonhälfte ist - von den vergangenen elf Rennen konnten die Silberpfeile sieben Mal siegen - weiß Titelkonkurrent Kimi Räikkönen um seine nahezu aussichtslose Lage: "In meinem Titelkampf sieht es nicht besonders rosig aus, aber ich will auch die kleinste Chance nutzen. Der bisherige Rennverlauf hat gezeigt, dass Vorhersagen schwierig sind.“ Was in Spa möglich ist, bewies der Finne im Vorjahr: Da siegte er vom zehnten Startplatz aus.

Spa ist die längste Strecke im Grand Prix-Kalender und gilt als ausgesprochen abwechslungsreich. "Hier gibt es alles, was mir Spaß macht. Die ultimative Rennstrecke“, sagt Räikkönen. Schnelle, flüssige Passagen, Bergauf- und Bergabstücke, lange Geraden und als Krönung die Vollgaskurven Blanchimont und Eau Rouge. In der legendären Passage nach der alten Boxenanlage, wo vor 20 Jahren Stefan Bellof bei einem Sportwagenrennen tödlich verunglückte, wirken maximale Querbeschleunigungen auf Mensch und Material ein. Skeptiker befürchten eine ähnlich hohe Belastung für die Hinterreifen wie in der unsäglichen Steilwandkurve von Indianapolis.

Fahrer lieben Spa

Für Alonso und Räikkönen zählt Spa ebenso zu den Lieblingsstrecken wie für Michael Schumacher. Nur rund hundert Kilometer von seinem heimischen Kerpen entfernt gelegen, zitiert der siebenfache Formel 1-Weltmeister die 6,973 Kilometer lange Strecke durch die Ardennenhügel gerne als sein "Wohnzimmer“. Vielleicht kommt dem entrohnten Champion in diesem Jahr das für Spa typische, nur schwer zu kalkulierende Wetter zu Gute. Am Wochenende wird jedenfalls wieder mit Regenschauern gerechnet. Mercedes-Sportchef Norbert Haug, ein begeisterter Fan von Statistiken, weiß: "Von den letzten zehn Formel 1-Wochenenden in Spa gab es ganze zwei mit drei trockenen Tagen am Stück. Das letzte Mal vor sechs Jahren.“

Die Unwägbarkeiten des Wetters dürften einen Formel 1-Piloten diesmal kalt lassen: Nick Heidfeld muss wegen seiner bei den Terstfahrten vor dem italienischen Grand Prix erlittenen und nicht auskurierten Wirbelverletzungen erneut pausieren. Wie schon in Monza wird der Brasilianer Antonio Pizzonia Heidfeld vertreten und ins Steuer des Williams-BMW greifen.

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